BEG Wohngebäude - Kredit

  • Zinsgünstige Kredite bis 100% der förderfähigen Kosten, max. 150.000 € je Wohneinheit, und Tilgungszuschüsse bis zu 50%
  • Für Privatpersonen, WEGs, Angehörige freier Berufe, Kammern, Verbände, gemeinnützige Organisationen, (kommunale) Unternehmen, Einzelunternehmer
  • Fördert Neubau und Ersterwerb von Effizienzhäusern und Sanierungen von Bestandswohngebäuden, die zum Niveau von Effizienzhäusern führen
  • Fördergeber: KfW

Aktueller Hinweis

Die KfW gewährt Hochwassergeschädigten eine kurzfristige Liquiditätshilfe. Sie bietet die Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen sowie Laufzeitverlängerungen für bankdurchgeleitete Förderkredite im inländischen Fördergeschäft an. Anträge zur Stundung (bis zu 12 Monaten) sowie zur Verlängerung von Laufzeiten können Sie bis zum 31.12.2022 stellen. Zusätzliche Hinweise finden Sie unter "Weitere Informationen".

Wer wird gefördert?

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Angehörige freier Berufe
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, z.B. Kammern oder Verbände
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

Was wird gefördert?

Sie können einen zinsgünstigen Kredit ggf. mit Tilgungszuschuss erhalten, wenn Sie die Energieeffizienz eines Wohngebäudes verbessern bzw. ein energieeffizientes Wohngebäude errichten.

Sie können die Förderung insbesondere für folgende Maßnahmen verwenden:

  • Neubau und Ersterwerb neu errichteter energieeffizienter Wohngebäude mit den folgenden energetischen Standards:
    • Effizienzhaus 55, 55 EE oder 55 NH
    • Effizienzhaus 40, 40 EE oder 40 NH
    • Effizienzhaus 40 Plus
  • Sanierung zum Effizienzhaus WG: umfasst energetische Sanierung und Ersterwerb von Bestandsgebäuden, die nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme einen der folgenden energetischen Standards erreichen:
    • Effizienzhaus Denkmal oder Denkmal EE
    • Effizienzhaus 100 oder 100 EE
    • Effizienzhaus 85 oder 85 EE
    • Effizienzhaus 70 oder 70 EE
    • Effizienzhaus 55 oder 55 EE
    • Effizienzhaus 40 oder 40 EE
  • energetische Fachplanung und Baubegleitung; Nachhaltigkeitszertifizierung

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Sie sind Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks oder Gebäudes, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll.
  • Die Maßnahme muss zu einer Verbesserung des energetischen Niveaus des Gebäudes führen.
  • Das Gebäude fällt nach Fertigstellung bzw. Umsetzungen der Maßnahmen in den Anwendungsbereich des Gebäudeenergiegesetzes.
  • Sie halten die technischen Mindestanforderungen ein.
  • Für eine Förderung von Sanierungsmaßnahmen muss der Bauantrag bzw. die Bauanzeige des Bestandsgebäudes mind. 5 Jahre zurückliegen.
  • Für die Beantragung der Förderung und Begleitung des Vorhabens binden Sie einen Experten aus der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes (Expertenliste) in der Kategorie „Bundesförderung für effiziente Gebäude: Wohngebäude bzw. Wohngebäude Denkmal“ ein, für Anträge auf Förderung von Einzelmaßnahmen (Heizungstechnik/Heizungsoptimierung) ggf. auch ein Fachunternehmen.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe (KfW) vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Kredit, ggf. mit Tilgungszuschüssen
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100%
  • Höchstbetrag:
    • investive Maßnahmen:
      • Neubau EE-Klasse: max. 120.000 € pro Wohneinheit
      • Neubau NH-Klasse und Effizienzhaus 40 Plus: max. 150.000 € pro Wohneinheit
      • Sanierung EE-Klasse: max. 150.000 € pro Wohneinheit
    • energetische Fachplanung und Baubegleitung:
      • Neubau und Sanierung:
        • Ein- und Zweifamilienhäuser: 10.000 € pro Vorhaben
        • Mehrfamilienhäuser: 4.000 € pro Wohneinheit, max. 40.000 € pro Vorhaben
    • Nachhaltigkeitszertifizierung:
      • Ein- und Zweifamilienhäuser: 10.000 € pro Vorhaben
      • Mehrfamilienhäuser: 4.000 € pro Wohneinheit, max. 40.000 € pro Vorhaben
  • Laufzeiten:
    • 4 bis zu 30 Jahre bei 2 bis 5 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 10 Jahre mit Tilgung in einer Summe zum Laufzeitende
  • Zinssatz: fest für bis zu 10 Jahre
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre monatlich in Annuitäten
    • bei endfälliger Tilgung zum Laufzeitende
    • außerplanmäßige Tilgung – nur für den gesamten ausstehenden Kreditbetrag – mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Tilgungszuschuss:
    • Neubau und Ersterwerb
      • Effizienzhaus 55: 15%
      • Effizienzhaus 40: 20%
      • Effizienzhaus 40 Plus: 25%
      • Effizienzhaus 55 EE oder NH: 17,5%
      • Effizienzhaus 40 EE oder NH: 22,5%
      • Effizienzhaus 40 Plus EE oder NH: 27,5%
    • Sanierung
      • Effizienzgebäude/Effizienzhaus Denkmal: 25%
      • Effizienzhaus 100: 27,5%
      • Effizienzhaus 85: 30%
      • Effizienzhaus 70: 35%
      • Effizienzhaus 55: 40%
      • Effizienzhaus 40: 45%
      • Effizienzgebäude/Effizienzhaus Denkmal EE: 30%
      • Effizienzhaus 100 EE: 32,5%
      • Effizienzhaus 85 EE: 35%
      • Effizienzhaus 70 EE: 40%
      • Effizienzhaus 55 EE: 45%
      • Effizienzhaus 40 EE: 50%
      • bei Umsetzung im Rahmen eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) innerhalb von max. 15 Jahren Erhöhung um 5 Prozentpunkte möglich
    • energetische Fachplanung und Baubegleitung: 50%
    • Nachhaltigkeitszertifizierung: 50%
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
    • bis zu 12 Monate nach Zusage, um max. 24 Monate verlängerbar
    • 0,15% pro Monat ab dem 13. Monat nach Zusage
  • Sicherheiten: banküblich

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können die Förderung grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombinieren.

Nicht möglich ist die gleichzeitige Förderung für dieselben förderfähigen Kosten bzw. dieselbe Maßnahme nach den folgenden Gesetzen oder Programmen:

Eine gleichzeitige Förderung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG, KWKAusVO) ist grundsätzlich möglich.

Durch die Kumulierung darf die Förderquote aus öffentlichen Mitteln max. 60% betragen. Anderenfalls wird die Förderung entsprechend gekürzt.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (z.B. käuflicher Erwerb)
  • Umgehungstatbestände (z.B. durch Treuhandgeschäfte)

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank). Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW Bankengruppe weiter.

Wichtig: Sie müssen den Antrag grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

Wichtig: Wenn Sie von der Flutkatastrophe 2021 betroffen sind, gelten für Sie befristet bis zum 30.06.2023 folgende Regelungen:

  • Sie können bereits mit dem Vorhaben starten, bevor Sie den Antrag stellen. Sie können also die Förderung auch noch beantragen, wenn Sie bereits mit dem Wiederaufbau begonnen haben.
  • Wenn Sie in den letzten Jahren bereits eine Förderung erhalten haben, können Sie auch innerhalb der Sperrfristen der Vorgängerprogramme der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) einen neuen Antrag in der BEG stellen.
  • Sie können die BEG-Förderung zusätzlich zu anderen öffentlichen Mitteln zur Bekämpfung der Flutschäden erhalten. Hierbei dürfen jedoch 80% der förderfähigen Kosten nicht überschritten werden, in Härtefällen bis zu 100%.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) umfasst außerdem

Kontakt

Produktsuche
0211 91741-4800