Klimaschutzinitiative - Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld (Kommunalrichtlinie)

  • Zuschüsse bis zu 100% der förderfähigen Ausgaben
  • Für Kommunen, Unternehmen mit komm. Beteil., Betreuungs- und Bildungseinricht., Religionsgem., Kinder- und Jugendhilfe
  • Fördert Vorhaben zur Energieeffizienz und zur Reduktion von Emissionen auf kommunaler Ebene
  • Fördergeber: Bund

Wer wird gefördert?

  • Städte, Gemeinden, Landkreise und Zusammenschlüsse, an denen ausschließlich Kommunen beteiligt sind
  • Betriebe, Unternehmen und andere Organisationen mit mindestens 25% kommunaler Beteiligung
  • öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Kindertagesstätten und Schulen bzw. ihre Träger
  • öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Hochschulen bzw. ihre Träger
  • Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus und ihre Stiftungen
  • anerkannte öffentliche und freie, gemeinnützige Jugendwerkstätten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bzw. ihre Träger

Eingeschränkt antragsberechtigt für ausgewählte Förderschwerpunkte sind:

  • kulturelle Einrichtungen in gemeinnütziger Trägerschaft
  • gemeinnützige Sportvereine
  • Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) bzw. deren Träger
  • fachkundige externe Dienstleister – juristische Personen –, die eine Fokusberatung leisten wollen
  • Netzwerkmanager bzw. Agenturen für Energie, Klimaschutz oder Ressourceneffizienz
  • Rechtspersonen, die am Klärschlamm-Verbund beteiligt sind
  • Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs
  • Unternehmen, die einen kommunalen Entsorgungsauftrag übernommen haben
  • öffentlich-rechtlich organisierte Wasserwirtschaftsverbände

Was wird gefördert?

Sie können den Zuschuss erhalten, um in Ihrer Kommune Effizienzpotenziale zu erschließen und Emissionen zu reduzieren.

Mit dem Zuschuss können Sie folgende Maßnahmen finanzieren:

  • Fokusberatung zum Klimaschutz
  • Energiemanagementsysteme
  • Umweltmanagementsysteme
  • Energiesparmodelle
  • kommunale Netzwerke
  • Potenzialstudien
  • Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement
  • hocheffiziente Außen- und Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen
  • hocheffiziente Innen- und Hallenbeleuchtung
  • raumlufttechnische Anlagen
  • nachhaltige Mobilität
  • Abfallentsorgung
  • Kläranlagen
  • Trinkwasserversorgung
  • Rechenzentren
  • weitere Investitionen in den Klimaschutz

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Die Maßnahmen gehen in ihrer Klimaschutzwirkung über die Anforderungen hinaus, die bei der Antragstellung bestehen oder für den Bewilligungszeitraum zu erwarten sind.
  • Sie verfügen über ausreichende personelle und finanzielle Kapazitäten zur Durchführung des Vorhabens.
  • Bei Investitionen gilt eine 5-jährige Zweckbindung nach Abnahme der Leistung.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang und -höhe: abhängig von Art und Umfang der Maßnahme, bis zu 100% der förderfähigen Ausgaben

Wie erfolgt die Antragstellung?

Ihren Antrag stellen Sie beim Projektträger Jülich (PtJ), Geschäftsbereich Kommunaler Klimaschutz (KKS).

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Richtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) vom 22.07.2020, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 14.08.2020, B7
  • Informationen des BMU, Stand 07/2020
  • Bekanntmachung des BMU zur Beleuchtungssanierung im öffentlichen Nahverkehr, Stand 06/2020
  • Informationen des Projektträgers, Stand 07/2020

Geltungsdauer: 31.12.2022

Weitere Informationen zum Programm:

Das BMU stellt den Kommunen zwischen 01.08.2020 und 31.12.2021 zusätzlich 100 Mio. € für Klimaschutzmaßnahmen bereit. In der Kommunalrichtlinie werden die Förderquoten um jeweils 10% in allen Förderschwerpunkten erhöht. Finanzschwache Kommunen sind bis Ende 2021 von der Pflicht, einen Eigenanteil zu leisten, befreit. Für bestimmte förderfähige Ausgaben können sie zudem eine Finanzierung von bis zu 100% erhalten. Die verbesserten Förderbedingungen gelten für Anträge bzw. Projektskizzen, die ab dem 01.08.2020 eingehen.

Seit dem 19.06.2020 fördert das BMU die Beleuchtungssanierung im öffentlichen Nahverkehr. Weitere Informationen finden Sie im Internet.

Seit 01.03.2020 können Sie zusätzlich eine um 20 Prozentpunkte erhöhte Förderung für Radabstellanlagen beantragen, wenn sich die Anlage innerhalb eines Radius von 100 m von einem Bahnhof oder einem Bahnhaltepunkt befindet.

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