Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen (BEG EM)

  • Wahlweise Zuschüsse bis zu 50% der förderfähigen Kosten oder zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschuss
  • Für Privatpersonen, WEGs, Angehörige freier Berufe, Kommunen, Kammern, Verbände, gemeinnützige Organisationen, gewerbliche Unternehmen
  • Fördert Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden
  • Fördergeber: KfW

Wer wird gefördert?

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Angehörige der freien Berufe
  • kommunale Gebietskörperschaften
  • kommunale Gemeinde- und Zweckverbände
  • rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, Kammern, Verbände
  • gemeinnützige Organisationen, einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

Was wird gefördert?

Sie können einen Zuschuss oder einen Kredit für Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden erhalten. Dies umfasst die Erweiterung durch Anbau, Ausbau von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden sowie die Umwidmung von Nichtwohngebäuden zu Wohngebäuden und umgekehrt.

Gefördert werden folgende Vorhaben:

  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (z.B. Dämmung der Gebäudehülle, Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Fenstern, Außentüren und -toren, sommerlicher Wärmeschutz)
  • Anlagentechnik außer Heizung:
    • Einbau, Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen inkl. Wärme-/Kälterückgewinnung
    • Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bei Wohngebäuden
    • Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik bei Nichtwohngebäuden
    • Kältetechnik zur Raumkühlung
    • Einbau energieeffizienter Innenbeleuchtungssysteme bei Nichtwohngebäuden
  • Anlagen zur Wärmeerzeugung/Heizungstechnik:
    • Einbau von effizienten Wärmeerzeugern
    • Einbau von Anlagen zur Heizungsunterstützung
    • Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz, das erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung mit einem Anteil von mindestens 25% einbindet
  • Heizungsoptimierung
  • Fachplanung und Baubegleitung

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Sie führen die Investitionen in Deutschland durch.
  • Sie sind Eigentümer, Pächter, Mieter oder Contractor des Grundstücks oder Gebäudes, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll.
  • Als Pächter, Mieter oder Contractor benötigen Sie die Erlaubnis des Eigentümers zur Durchführung der Maßnahme.
  • Die Maßnahme trägt zur Verbesserung des energetischen Niveaus des Gebäudes bei.
  • Sie nutzen die geförderten Anlagen oder Gebäudeteile mind. 10 Jahre dem Zweck entsprechend.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: wahlweise Zuschuss oder ab dem 01.07.2021 Darlehen
  • Förderumfang: abhängig von der Art der Maßnahme
    • Zuschuss: bis zu 60% der förderfähigen Kosten
    • Kredit (ab 01.07.2021): Zinsverbilligung sowie Tilgungszuschuss
  • Förderhöhe:
    • energetische Sanierungsmaßnahmen:
      • für Wohngebäude: max. 60.000 € pro Wohneinheit
      • für Nichtwohngebäude: max. 1.000 € pro m2 Nettogrundfläche, insgesamt max. 15 Mio. €
    • Fachplanung und Baubegleitung: max. 20.000 € je Förderzusage und
      • max. 2.000 € pro Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern
      • max. 5.000 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern
      • max. 5 € pro m2 Nettogrundfläche bei Nichtwohngebäuden
    • zusätzliche Boni für ausgewählte Maßnahmen
  • Bagatellgrenze:
    • Gebäudehülle, Anlagentechnik, Wärmeerzeugung: 2.000 € förderfähiges Mindestinvestitionsvolumen
    • Heizungsoptimierung: 300 € förderfähiges Mindestinvestitionsvolumen

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können die Förderung grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombinieren.

Nicht möglich ist die gleichzeitige Förderung für dieselben förderfähigen Kosten nach den folgenden Gesetzen oder Programmen:

Eine gleichzeitige Förderung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG, KWKAusVO) ist grundsätzlich möglich.

Durch die Kumulierung darf die Förderquote aus öffentlichen Mitteln max. 60% betragen. Anderenfalls wird die Förderung entsprechend gekürzt.

Eine Kumulierung mit der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist ebenfalls ausgeschlossen, es sei denn, es handelt sich um unterschiedliche Maßnahmen.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Maßnahmen von Bund, Bundesländern, deren Einrichtungen und politischen Parteien
  • Maßnahmen von Antragstellern in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag für einen Zuschuss auf den vorgesehenen Formularen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Sie stellen den Kreditantrag bei der KfW Bankengruppe (KfW).

Wichtig:

  • Sie müssen den Antrag grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme stellen.
  • Für dieselbe Maßnahme darf jeweils nur ein Antrag entweder bei der KfW oder dem BAFA gestellt werden.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

Geltungsdauer: 31.12.2030

Weitere Informationen zum Programm:

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude umfasst außerdem die Richtlinien Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG) und Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude (BEG NWG).

Kontakt

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