BMU-Umweltinnovationsprogramm

  • Kredite bis zu 70% oder Zuschüsse 30% der förderfähigen Ausgaben/Kosten, mit Zinsverbilligung bis zu 5%-Punkte
  • Für gewerbliche Unternehmen, Unternehmen mit kommunaler Beteiligung, Kommunen, deren Eigenbetriebe, Zweckverbände
  • Fördert Investitionen in innovative großtechnische Pilotvorhaben zur Umweltentlastung
  • Fördergeber: KfW

Wer wird gefördert?

  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • natürliche und juristische Personen des privaten Rechts
  • Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Gesellschafterhintergrund
  • kommunale Gebietskörperschaften
  • rechtlich unselbständige Eigenbetriebe kommunaler Gebietskörperschaften
  • kommunale Zweckverbände
  • sonstige Zweckverbände oder Körperschaften des öffentlichen Rechts

Was wird gefördert?

Sie können einen Kredit oder einen Zuschuss für Vorhaben erhalten, die erstmalig fortschrittliche technologische Verfahren und Verfahrenskombinationen zur Vermeidung oder Verminderung von Umweltbelastungen in großtechnischem Maßstab verwirklichen.

Gefördert werden bauliche, maschinelle oder sonstige Investitionen in Deutschland in den folgenden Bereichen:

  • Abwasserbehandlung/Wasserbau
  • Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung sowie Sanierung von Altablagerungen
  • Bodenschutz
  • Luftreinhaltung (einschließlich Maßnahmen zur Reduzierung von Gerüchen)
  • Minderung von Lärm und Erschütterungen
  • Klimaschutzmaßnahmen: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien sowie umweltfreundliche Energieversorgung und -verteilung
  • Ressourceneffizienz/Materialeinsparung

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Die geplante Technik/Technologie wurde großtechnisch bislang in Deutschland noch nicht angewendet. Bekannte Techniken kommen erstmals in einer neuen verfahrenstechnischen Kombination zum Einsatz (Innovationscharakter).
  • Bei anderen Anwendern sind weitere, gleiche oder ähnliche Anlagen vorhanden oder zu erwarten, auf die die neuartigen Techniken und Technologien mit vergleichbarem Ergebnis übertragen werden können (Demonstrationscharakter).
  • Sie haben mit Ihrem Vorhaben nicht vor Förderzusage begonnen.
  • Ihr Vorhaben wird 5 Jahre zweckentsprechend betrieben.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe (KfW) vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Kredit oder Zuschuss
  • Finanzierungsanteil:
    • Kredite: bis zu 70% der förderfähigen Ausgaben/Kosten ohne Höchstbetrag
    • Zuschuss: bis zu 30% der förderfähigen Ausgaben/Kosten
  • Laufzeiten/Tilgungsfreijahre: bis 30 Jahre bei max. 5 Tilgungsfreijahren
  • Zinssatz:
    • fest für mind. 10 Jahre
    • Zinsverbilligung um bis zu 5%-Punkte für 5 Jahre der Gesamtlaufzeit
    • Höhe und Dauer der Zinsverbilligung im Einzelfall festgelegt
  • Tilgung:
    • in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist/Bereitstellungsprovision:
  • bis zu 12 Monate nach Zusage
  • 0,15% pro Monat, ab dem 2. Monat nach Zusage
  • Sicherheiten:
    • banküblich
    • für Direktkredite an öffentlich-rechtliche Kreditnehmer: entsprechend der üblichen Voraussetzungen bei Kommunaldarlehen

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Zuschuss und den Kredit mit anderen Fördermitteln kombinieren. Die bestehenden Beihilfevorschriften und -höchstbeträge sind einzuhalten.

Für Anlagen zur Stromerzeugung (z.B. Fotovoltaik, Windkraftanlagen, KWK-Anlagen) ist die gleichzeitige Inanspruchnahme einer KfW-Förderung und einer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) für dieselben förderfähigen Kosten nicht möglich.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen
  • Erwerb von Grundstücken
  • Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen
  • Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits begonnener bzw. abgeschlossener
    Vorhaben
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • entgeltliche und sonstige Vermögensübertragungen (z.B. käuflicher Erwerb)

Wie erfolgt die Antragstellung?

Vor Antragstellung reichen Sie zur Bewertung Ihrer Projektidee zunächst eine Projektskizze bei der KfW ein. Die fachliche Prüfung erfolgt durch das Umweltbundesamt (UBA) und/oder externe Experten. Nach positiver Prüfung fordert die KfW Sie zur offiziellen Antragstellung auf und stellt die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.

Sie stellen den Darlehensantrag auf den vorgesehenen Formularen bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl (Hausbank). Ihre Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter.

Sie können den Antrag für einen Investitionszuschuss direkt bei der KfW einreichen.

Den Darlehensantrag können folgende Einrichtungen direkt bei der KfW stellen:

  • kommunale Gebietskörperschaften
  • rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften
  • Gemeindeverbände

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Richtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) vom 04.02.1997, Stand 04/2018
  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 01.07.2021
  • KfW-Information vom 21.06.2021
  • Informationen des Umweltbundesamtes (UBA), Stand 01/2021

Weitere Informationen zum Programm:

Formulare und Merkblätter

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe
Tilgungsrechner der KfW Bankengruppe

Kontakt

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