Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) - Thematisches Auswahlverfahren

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Verbände & Vereine; Forschungs- & Bildungseinrichtungen
Förderthemen:
Innovation; Umweltschutz; Energieeffizienz; Erneuerbare Energien; Ressourceneffizienz
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind unterschiedliche Akteure aus dem In- und Ausland. Gefördert werden Vorhaben von

  • Durchführungsorganisationen des Bundes,
  • Nichtregierungsorganisationen,
  • Wirtschaftsunternehmen,
  • Hochschulen und
  • Forschungseinrichtungen von Institutionen in den Partnerländern (unter anderem akkreditierte nationale Umsetzungsorganisationen bei internationalen oder multilateralen Organisationen) sowie von internationalen und multilateralen Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken, Organisationen und Programmen der Vereinten Nationen, die in Partnerländern durchgeführt werden.

Verwendungszweck

Gefördert werden Klima- und Biodiversitätsprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in den Transformationsstaaten:

  • Finanzierungsströme in Einklang mit den Klimazielen bringen – Umsetzung des Artikel 2 Absatz 1c des Pariser Abkommens,
  • Kapazitätsaufbau zur Erfüllung der Transparenzanforderungen des Pariser Abkommens,
  • Digitalisierung im Verkehr in urbanen Räumen Asiens oder Lateinamerikas,
  • Alternativen zum Einstieg in neue, fossile Energieinfrastruktur, insbesondere Kohleverstromung,
  • Energieeffizienz in den Bereichen Industrie- und Produktionsanlagen, Handel und Gewerbe,
  • Strategische Nutzung kooperativer Ansätze nach Artikel 6 des Pariser Abkommens,
  • Klima- und biodiversitätsfreundliche Produktstandards und Konsumweisen etablieren,
  • Upscaling, Mainstreaming und Umsetzung von Community-bosed Adaptation,
  • Aktivitäten zur VN Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, Schwerpunkt Wald,
  • Erhalt und Wiederherstellung von Moorökosystemen,
  • Schutz der terrestrischen und marinen Biodiversität,
  • Schutz der Bestäuber- und Insektenvielfalt,
  • Kapazitätsaufbau zur Umsetzung der Arbeitsprogramme des Weltbiodiversitätsrates (IPBES).

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang: 5 bis 20 Mio. €
  • Förderdauer: bis zu 8 Jahren

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Das Programm sollte transformativen Charakter haben, was z.B. durch folgende Aspekte deutlich wird:
    • Es wird eine substanzielle und messbare Verbesserung gegenüber einem Business-as-usual-Verlaufs erreicht.
    • Es werden Systemveränderungen und/oder Verhaltensänderungen von Entscheidungsträgern bzw. einer maßgeblichen Anzahl von Individuen oder Institutionen bewirkt.
    • Es erfolgen Schritte in Richtung einer klimafreundlichen Entwicklung, die nicht und nur sehr schwer umkehrbar sind.
    • Das Programm ist in anderen Ländern/Regionen und/oder anderen Sektoren replizierbar.
  • Es muss ein Ansatz mit Innovationskraft verfolgt werden, der neue oder teilweise neue Lösungen für Klima- und Biodiversitätsschutz anbietet.
  • Für das Programm sind eine umfassende Risikobewertung und die Entwicklung von Strategien zum Umgang mit potentiellen Risiken notwendig.
  • Das Programm muss auf Wirksamkeit überprüfbar sein und sich an der Wirkungslogik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) orientieren (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitlich terminiert).
  • Die Bewerbung muss als Konsortium, d.h. als Zusammenschluss von mindestens zwei Organisationen erfolgen (Ausnahmen möglich bei Programmen mit einem Volumen unter 7 Mio. €).
  • Ohne den Einsatz öffentlicher Mittel kann das Vorhaben nicht umgesetzt werden.
  • Eine angemessene Eigenbeteiligung und Eigenleistungen der Durchführungsorganisationen werden in der Regel vorausgesetzt.
  • Die Durchführungsorganisationen sind verpflichtet, Programmaktivitäten und Investitionen aus Programmmitteln möglichst klimaneutral, ressourceneffizient und umweltschonend zu tätigen.

Antragsverfahren

Das Auswahlverfahren ist zweistufig. Für das Antragsverfahren 2020 waren in der ersten Verfahrensstufe Programmskizzen in englischer Sprache bis spätestens 02.04.2020 einzureichen.

Antragstelle ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Quelle

Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), Stand 05/2020

Weiterführende Informationen

Am 21.04.2020 ist der neue Ideenwettbewerb für Südafrika gestartet. Es sollen zwei Projekte zu den Themenschwerpunkten gerechter Strukturwandel (just transition) zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft für Südafrika und Landnutzung und Minderung des Klimawandels gefördert werden. Die Einreichungsfrist endet am 31.08.2020. Weitere Informationen sind im Internet abrufbar.

Über IKI Medium Grants werden Projekte gefördert, die von Organisationen aus Deutschland zusammen mit ihren lokalen Partnern in ausgewählten ODA-Zielländern umgesetzt werden. Möglich sind Modellprojekte, Formate zum Wissensaustausch sowie zum Kapazitätsaufbau und -ausbau in den Zielländern. Zivilgesellschaftliche Akteure sollen so gestärkt werden, um transformative Bottom-up-Beiträge zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt zu leisten. Es findet ein regelmäßiger, zweistufiger Ideenwettbewerb mit variierenden Schwerpunktthemen statt. Die  Einreichungsfrist endete am 26.05.2020. Weitere Informationen sind im Internet abrufbar.

Weiterführende Informationen im Internet:

Kontakt

Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

IKI Secretariat

Köthener Straße 4

10963 Berlin

Telefon:0 30 700181-222

E-Mail: iki-secretariat@z-u-g.org

Internet: https://www.z-u-g.org

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Forschung, Innovation, Technologie (FIT) 2007-13 Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen; Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen; Staatskanzlei; NRW.BANK

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