Aus- und Weiterbildungsförderung in der deutschen Binnenschifffahrt

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Verbände & Vereine
Förderthemen:
Bildung; Personalentwicklung/Qualifizierung
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Binnenschifffahrtsunternehmen mit Sitz im Geltungsbereich des Grundgesetzes, die Binnenschifffahrt betreiben, und
  • anerkannte Ausbildungsvereine der Binnenschifffahrt, die Ausbildungsplätze im Rahmen eines Ausbildungsverbundes mit Kooperationspartnerinnen und -partnern aus der Binnenschifffahrt einrichten.

Verwendungszweck

Gefördert werden
  • die Ausbildung zur Binnenschifferin bzw. zum Binnenschiffer, 
  • die Ausbildung zur Hafenschifferin bzw. zum Hafenschiffer sowie
  • die berufliche Weiterbildung zur Erlangung von freiwilligen Qualifikationen im ausgeübten Beruf.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang: 50% der gesamten Aus- oder Weiterbildungskosten (für mittlere Unternehmen 60% und für kleine Unternehmen 70%)
  • Förderhöhe: höchstens 65.000 € für die Dauer der gesamten dreijährigen Ausbildungszeit bzw. max. 8.000 € innerhalb von 24 Monaten je Weiterbildungsteilnehmer
  • Bagatellgrenze: 300 € für Weiterbildungsmaßnahmen

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Das Binnenschifffahrtsunternehmen muss seinen Sitz im Geltungsbereich des Grundgesetzes haben.
  • Die Aus- bzw. Weiterbildungsmaßnahme darf vor der Bewilligung noch nicht begonnen worden sein.
  • Binnenschifffahrtsunternehmen, die Ausbildungszuwendungen beantragen, müssen Ausbildungsplätze auf eigenen, gemieteten, gepachteten oder geleasten Binnenschiffen besetzen.
  • Es gelten die Verordnungen über die Berufsausbildung zur Binnenschifferin/zum Binnenschiffer oder zur Hafenschifferin/zum Hafenschiffer.
  • Die Weiterbildungsförderung wird für Besatzungsmitglieder gewährt, die auf Binnenschiffen für die gewerbliche Güter- oder Fahrgastbeförderung, auf Bunkerbooten, Bilgenentölern und Fähren fahren.
  • Die Weiterbildungsmaßnahme muss eine beruflich freiwillige Maßnahme sein.
  • Nicht gefördert werden insolvenzgefährdete Unternehmen und Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenz- oder ein vergleichbares Verfahren beantragt oder eröffnet worden ist, sowie Antragstellerinnen und Antragsteller, die zur Abgabe der Vermögensauskunft nach § 802c der Zivilprozessordnung (ZPO) bzw. § 284 der Abgabenordnung 1977 (AO) verpflichtet sind oder bei denen diese abgenommen wurde.

Antragsverfahren

Anträge können unter Verwendung der vorgesehenen Formulare gestellt werden.

Antragstelle ist die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2023.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vom 30.10.2019, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 07.11.2019, B5; Pressemitteilung des BMVI vom 22.11.2019

Weiterführende Informationen

Die Förderung für Aus- und Weiterbildung in der Binnenschifffahrt wird ab dem 01.01.2020 aufgestockt, und zwar pro Ausbildung von bis zu 30.000 € auf max. 65.000 €. Die bisherige Förderung für die freiwillige Weiterbildung wird ausgeweitet und flexibler: Längerfristige berufliche Weiterbildungen können ab dem 01.01.2020 mit bis zu 8.000 € innerhalb von 24 Monaten gefördert werden. Zudem werden die freiwillige Weiterbildung im Gefahrgutbereich sowie E-Learning-Angebote für Besatzungsmitglieder, die sich unterwegs weiterbilden möchten, finanziell unterstützt.

Weitere Informationen auf den Internetseiten der GDWS:

Kontakt

Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS)

Am Propsthof 51

53121 Bonn

Telefon:0 228 42968-0

E-Mail: gdws@wsv.bund.de

Internet: https://www.gdws.wsv.bund.de

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