Mietwohnraumförderung - Neuschaffung

  • Zinsgünstige Darlehen mit fester Zinsbindung für 25 oder 30 Jahre
  • Für natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen
  • Fördert die Neuschaffung von Mietwohnraum durch Neubau, Nutzungsänderung oder Erweiterung von Gebäuden
  • Mit attraktiven Tilgungsnachlässen zwischen 20 - 50%
  • Fördergeber: NRW.BANK

Wer wird gefördert?

Das Förderangebot richtet sich an natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit und angemessene Eigenleistung verfügen.

Es ist erforderlich, dass Sie Eigentümerin oder Eigentümer des Baugrundstücks sind, es bald erwerben oder erbbauberechtigt sind.

Was wird gefördert?

Sie erhalten ein Förderdarlehen für die Schaffung von Mietwohnraum, der durch Neubau, Nutzungsänderung oder Erweiterung von Gebäuden erstmalig entsteht.

Gefördert wird die Neuschaffung von:

  • Miet- und Genossenschaftswohnungen
  • Gruppenwohnungen (Nr. 3 WFB)
  • Mieteinfamilienhäuser
  • Bindungsfreie Wohnungen, gegen Einräumung von Mietpreis- und Belegungsbindungen an geeigneten Ersatzwohnungen (mittelbare Belegung) (Nr. 2.4.2 WFB)
  • Gemeinschafts- und Infrastrukturräume (Nr. 2.4.3 WFB)

Welche Voraussetzungen gelten?

Der Investitionsort muss in Nordrhein-Westfalen liegen.

Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss gesichert und wirtschaftlich tragbar sein.

Durch die Förderung entstehen Mietpreis- und Belegungsbindungen an den geförderten Wohnungen.

Bei der Neuschaffung von Wohnraum durch Nutzungsänderung oder Erweiterung müssen Bau- und Baunebenkosten von mindestens 700 € je m² Wohnfläche entstehen.

Eine vorzeitige Ausführung des Bauvorhabens schließt eine spätere Förderung aus. Die Bewilligungsbehörde kann jedoch dem vorzeitigen Vorhabenbeginn zustimmen.

Städtebauliche, technische und weitere Fördervoraussetzungen wie z. B. Wohnflächenobergrenzen können Sie der Nummer 4 der Wohnraumförderungsbestimmungen entnehmen.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Annuitätendarlehen
  • Höchstbetrag: abhängig von Bauort, Einkommen der Mieter und Wohnfläche
  • Zinsbindung: 25 oder 30 Jahre (= Zeitraum der Mietpreis- und Belegungsbindung)
  • Zinssatz: 0,0% für 15 Jahre, danach 0,5% p.a. bis zum Ablauf der Zinsbindung
  • Verwaltungskostenbeitrag: 0,5% p.a.
  • Tilgung: 1% oder 2% p.a., wahlweise auch 5 tilgungsfreie Anlaufjahre
  • Tilgungsnachlass: 20 - 30% des Grunddarlehens und 50% der Zusatzdarlehen
    • Erhöhung des Tilgungsnachlasses des Grunddarlehens um 5 Prozentpunkte bei 30 Jahren Mietpreis- und Belegungsbindung.
    • Der Tilgungsnachlass reduziert die Darlehensschuld nach Vollauszahlung.
  • Außerplanmäßige Tilgungsleistungen: nach 5 Jahren ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich 
  • Auszahlung: 100%
  • Bereitstellungsprovision: keine
  • Grundbuchliche Sicherung: in Höhe des Darlehensbetrages (abzüglich Tilgungsnachlass) und nachrangig
  • Mietpreis- und Belegungsbindung: 25 oder 30 Jahre (=Zeitraum der Zinsbindung)
  • Eigenleistung: 20% der Gesamtkosten, dies können sein:
    • eigene Geldmittel
    • der Wert des nicht durch Fremdmittel finanzierten Grundstücks
    • Wert der Selbsthilfe
    • die Hälfte des Tilgungsnachlasses
    • im Grundbuch nach den Fördermitteln gesicherte Fremdmittel

Die Zins- und Tilgungsleistungen sowie der Verwaltungskostenbeitrag werden vom reduzierten Darlehen erhoben und sind halbjährig an die NRW.BANK zu zahlen.

Bitte beachten Sie, dass der Tilgungsnachlass i.d.R. zu versteuern ist. Sprechen Sie Ihre Steuerberaterin oder Ihren Steuerberater aktiv auf diese Thematik an.

Wie hoch ist das Darlehen?

Die Förderhöhe ist abhängig von:

  • der Wohnfläche
  • dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde)
  • dem Einkommen des künftigen Mieterhaushaltes (Einkommensgruppe A und B)

Grunddarlehen je Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche

Mietniveau

Einkommensgruppe A

Einkommensgruppe B

Tilgungsnachlass

Mietniveau 1 - 3

2.620 €

1.580 €

20%

Mietniveau 4

2.830 €

1.900 €

30%

Bonn, Düsseldorf,

Köln und Münster

2.950 €

1.960 €

30%

  • Erhöhung des Tilgungsnachlass für das Grunddarlehen um 5 Prozentpunkte bei 30 Jahren Mietpreis- und Belegungsbindung.

Eine Übersicht aller Gemeinden mit den jeweiligen Mietniveaus finden Sie unter: www.nrwbank.de/mietniveaus

Sie können Zusatzdarlehen, mit einem Tilgungsnachlass (Teilschulderlass) in Höhe von 50% für folgende Maßnahmen beantragen:

  • Standortaufbereitung: 75% des förderfähigen Anteils der Kosten, max. 20.000 € je geförderter Wohnung
  • Bauen mit Holz: 1,10 € je Kilogramm verbautem Holz, maximal 15.000 € pro Wohnung
  • Mieteinfamilienhäuser: 10.000 € pro gefördertem Haus
  • BEG Effizienzhaus 40 Standard: 250 € pro m² förderfähiger Wohnfläche, zusätzlich Anhebung der Bewilligungsmiete um 0,10 € pro m²
  • Klimaanpassung und besondere Wohnumfeldqualitäten: 75% der Herstellungskosten, max. 10.000 € je geförderter Wohnung
  • Gruppenwohnungen: 5.000 € pro Appartement für die Umsetzung von Brandschutzanforderungen 
  • Städtebaulich und denkmalbedingte Mehrkosten: bis zu 600 € je m² förderfähiger Wohnfläche (nur bei einer Nutzungsänderung von Gebäuden)
  • Wohnraum für Rollstuhlnutzende und Menschen mit Schwerbehinderung: 7.000 € pro Wohnung
    • Türen zum Freibereich mit Nullschwelle: 1.000 € pro Tür
    • Rollstuhlgerechte, unterfahrbare Einbauküche: 5.000 €
  • Elektrisch bedienbare Türen:
    • 1.500 € je Tür in der Wohnung
    • 3.000 € je Hauseingangs-, Wohnungseingangs- und Brandschutztür

Wie hoch ist die Miete?

Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von:

  • dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde) und
  • dem Einkommen der Mieter (Einkommensgruppe A oder B)

Mietobergrenze je Quadratmeter Wohnfläche

Mietniveau

Einkommensgruppe A

Einkommensgruppe B

Mietniveau 1 - 3

5,90 €

6,60 €

Mietniveau 4

6,40 €

7,20 €

Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster

7,00 €

7,80 €

Übersichten zu den jeweiligen Mietniveaus der Gemeinden finden Sie unter: www.nrwbank.de/mietniveaus

Informationen zu den Einkommensgrenzen finden Sie unter:

https://www.nrwbank.de/einkommensgrenzen-wrf

Sie können die Miete um 1,5% bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr seit der Bezugsfertigkeit erhöhen.

Weitere Informationen zu den Mietobergrenzen sind in der Nummer 2.3.2 der Wohnraumförderungsbestimmungen festgelegt.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung (Bewilligungsbehörde), in deren Bereich das zu fördernde Objekt liegt.

Hinweis: Die richtigen Ansprechpartner bei der Bewilligungsbehörde finden Sie unter: www.nrwbank.de/bewilligungsbehoerde

Wo erhalten Sie weitere Informationen?

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Wohnraumförderungsbestimmungen 2022 (WFB) und des Gesetzes zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das Land Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW).

Die Darlehen werden aus Mitteln der NRW.BANK, des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gewährt.

 

Formulare und Merkblätter

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