Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase II (NIP) - Maßnahmen der Marktaktivierung - Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine; Forschungs- & Bildungseinrichtungen; Kommunen & Kommunalverbände
Förderthemen:
Innovation; Erneuerbare Energien; Ressourceneffizienz
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Projektträger Jülich (PtJ)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie
  • wirtschaftlich tätige natürliche Personen

mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

Verwendungszweck

Gefördert werden innovative Produkte im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie:

  • Fahrzeuge (Straße, Schiene und Wasser) und Flugzeuge, die mit einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind, sowie deren Betankungs- und Wartungsinfrastruktur,
  • Sonderfahrzeuge in der Logistik, die mit einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind, sowie deren Betankungsinfrastruktur,
  • brennstoffzellenbasierte autarke Stromversorgung für kritische oder netzferne Infrastrukturen,
  • hocheffiziente brennstoffzellenbasierte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen), sofern sie zur Bordenergieversorgung auf Schiffen, Fahrzeugen und Flugzeugen verwendet werden,
  • lokale Wasserstoffinfrastruktur im Mobilitätssektor,
  • Elektrolyseanlagen zur Vor-Ort-Erzeugung von Wasserstoff für den Einsatz im Mobilitätsbereich,
  • Umweltstudien.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • Investitionen in Fahrzeuge und Flugzeuge sowie Sonderfahrzeuge in der Logistik, Elektrolyseanlagen, brennstoffzellenbasierte autarke Stromversorgung für kritische oder netzferne Infrastrukturen: bis zu 40% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben
    • Investitionen in hocheffiziente KWK-Anlagen: bis zu 45% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben
    • Investitionen in öffentliche Wasserstoffbetankungsinfrastruktur: Förderquoten werden in den jeweiligen Förderaufrufen festgelegt
    • Umweltstudien: bis zu 50% der Ausgaben
  • Kleinen und mittleren Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU können im Einzelfall höhere Beihilfeintensitäten gewährt werden.

Kumulation/Kombination

Die Zuwendung darf mit anderen staatlichen Beihilfen nur kumuliert werden, soweit der höchste geltende Beihilfebetrag nicht überschritten wird.

Ausgeschlossen ist eine Kumulierung mit folgenden KfW-Förderprogrammen:

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Zuwendungsempfangende sind verpflichtet, projektbezogene Informationen für die Koordinierung übergeordneter Programmthemen zu liefern und sich ggf. aktiv an der Begleitforschung zu beteiligen.
  • Die Vorhaben dürfen vor Erlass des Zuwendungsbescheids noch nicht begonnen worden sein.
  • Für die Förderung von Investitionen in Fahrzeuge und Flugzeuge sowie Sonderfahrzeuge in der Logistik, Elektrolyseanlagen, brennstoffzellenbasierte autarke Stromversorgung für kritische oder netzferne Infrastrukturen muss der Betrieb der geförderten innovativen Technologie gegenüber dem Betrieb konventioneller Technologie einen nachweisbaren Umweltnutzen darstellen.
  • Bei Elektrolyseanlagen muss der erzeugte Wasserstoff im Mobilitätsbereich eingesetzt werden und die Elektrolyseanlage muss mit erneuerbarem Strom betrieben werden.
  • Die hocheffizienten KWK-Anlagen müssen im Vergleich zur getrennten Erzeugung Primärenergieeinsparungen erbringen.
  • Für die Wasserstoffinfrastrukturen zur Bereitstellung und Abgabe von Wasserstoff für den Mobilitätssektor muss gewährleistet sein, dass die Infrastruktur interessierten Nutzern zu offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Bedingungen zur Verfügung steht. Der für die Nutzung oder den Verkauf der Infrastruktur in Rechnung gestellte Preis muss dem Marktpreis entsprechen.
  • Umweltstudien müssen sich unmittelbar auf Investitionen, die dem Umweltschutz dienen, beziehen und bei einem qualifizierten Dienstleister in Auftrag gegeben werden.
  • Nicht gefördert werden Antragstellende, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, sowie Antragstellende, die zur Abgabe einer Vermögensauskunft verpflichtet sind.

Antragsverfahren

Das Antragsverfahren ist einstufig angelegt. Es erfolgen separate Aufrufe zur Einreichung von Förderanträgen zum jeweiligen Stichtag.

Antragstelle ist der Projektträger Jülich, Geschäftsbereich Energie, Verkehr, Infrastruktur (EVI).

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 30.06.2021.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vom 09.07.2020, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 05.08.2020, B3; Informationen des Projektträgers, Stand 09/2020; aktuelle Bekanntmachungen, Stand 09/2020

Kontakt

Projektträger Jülich (PtJ)

Geschäftsbereich Energiesystem Nutzung (ESN)

Fachbereich ESN5

Zimmerstraße/Markgrafenstraße

10969 Berlin

Telefon:0 30 201 99-532

E-Mail: ptj@fz-juelich.de

Internet: http://www.fz-juelich.de/ptj

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Gemeinsame Technologieinitiative für Brennstoffzellen und Wasserstoff – Gemeinsames Unternehmen FCH 2 Gemeinsames Unternehmen Brennstoffzellen und Wasserstoff (FCH); EU-Büro des BMBF für das Forschungsrahmenprogramm; Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie; Europäische Kommission

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