Erhaltung und Pflege von Denkmälern (Förderrichtlinien Denkmalpflege)

Fördernehmer:
Kommunen & Kommunalverbände; Privatpersonen; Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine
Förderthemen:
Infrastruktur; Kommunen
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Land NRW
Ansprechpartner:
zuständige Bezirksregierung; zuständige Untere Denkmalbehörde
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Gemeinden und Gemeindeverbände,
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften, private (juristische und natürliche) Personen,
  • der Landschaftsverband Rheinland, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die Stadt Köln.

Verwendungszweck

Unterstützt werden Erhalt, Pflege, sinnvolle Nutzung, wissenschaftliche Erforschung und öffentliche Präsentation von Denkmälern.

Gefördert werden Maßnahmen, die zur Erhaltung und Instandsetzung der denkmalwerten Substanz eines Objektes sowie sonstiger archäologischer Stätten, deren Erforschung, Erfassung, Sicherung und Präsentation erforderlich sind.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • Bei Pauschalzuweisungen: für Gemeinden und Gemeindeverbänden jährlich festgelegte Fördersätze; Umfang der Förderung abhängig von der Art des Denkmals und der Maßnahme sowie der Leistungsfähigkeit des Zuwendungsempfängers, max. 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben.
    • Bei denkmalpflegerischen Einzelprojekten beträgt die Höhe der Zuwendung für Gemeinden und Gemeindeverbände, Kirchen oder Religionsgemeinschaften bis zu 30% und für Private bis zu 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben.
    • Zuwendungen für Aufgaben der Bodendenkmalpflege betragen max. 80% je Einzelprojekt des Jahresprogramms.
  • Förderhöhe: max. 10.000 €, Bagatellgrenze: 200 €

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Voraussetzung für die Gewährung von Pauschalzuweisungen ist die Veranschlagung von komplementären kommunalen Haushaltsmitteln.
  • Denkmalpflegerische Einzelprojekte können nur gefördert werden, wenn das Denkmal gem. § 3 Denkmalschutzgesetz (DSchG) in die Denkmalliste eingetragen ist oder dessen vorläufiger Schutz gem. § 4 DSchG angeordnet wurde und die endgültige Unterschutzstellung voraussichtlich bis zum Abschluss der Maßnahme erfolgen wird.
  • Bei Baumaßnahmen muss eine Erlaubnis nach § 9 DSchG vorliegen.

Antragsverfahren

Anträge sind einzureichen bei der zuständigen Bewilligungsbehörde

  • im Fall von Pauschalzuweisungen an Gemeinden und Gemeindeverbände zur Förderung von Denkmalpflegemaßnahmen weitgehend elektronisch entsprechend dem E-Government-Gesetz Nordrhein-Westfalen in der Regel bis zum 01.10. des dem Denkmalförderungsprogramm vorausgehenden Jahres;
  • im Fall denkmalpflegerischer Einzelprojekte in der Regel bis zum 01.10. des dem Denkmalförderungsprogramm vorausgehenden Jahres;
  • im Fall von Aufgaben der Bodendenkmalpflege bis zum 01.11. des dem Bewilligungszeitraum vorausgehenden Jahres (Bezirksregierung Köln bzw. Münster).

Bewilligungsbehörden sind die Bezirksregierungen sowie die Gemeinden und Gemeindeverbände bei kleineren denkmalpflegerischen Maßnahmen.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 30.06.2024.

Quelle

Runderlass des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 16.05.2019, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 10 vom 07.06.2019, S. 211

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen im Internet:

Kontakt

zuständige Bezirksregierung

Die Anschriften der Bezirksregierungen finden Sie im Internet.

zuständige Untere Denkmalbehörde

Die Anschriften der Unteren Denkmalbehörden finden Sie im Internet.

Ihre Anfrage

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