Die Stimmung in den nordrhein-westfälischen Unternehmen hat sich im März eingetrübt und ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr gesunken. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die nächsten Monate trübten sich ein. Ausschlaggebend sind wachsende Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.
Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima verschlechterte sich im März erheblich und sank um 6,0 Punkte auf -14,1 Saldenpunkte. Damit wurden die Fortschritte der vergangenen zwölf Monate fast vollständig aufgezehrt. Beide Teilindikatoren, aus denen sich das Geschäftsklima zusammensetzt, gingen zurück: Deutlich niedriger bewerteten die befragten Unternehmen ihre Geschäftserwartungen. Hier sank der Umfragewert um 7,9 auf -16,7 Punkte. Der Wert zur aktuellen Geschäftslage sank um 4,2 auf -11,5 Zähler.
Infolge des Iran-Kriegs sind die Preise für Öl und Gas bereits deutlich gestiegen. In Nordrhein-Westfalen trifft das insbesondere energieintensive Branchen wie die chemische Industrie. Aber auch Logistikunternehmen spüren die Folgen unmittelbar. Wie stark die wirtschaftlichen Folgen ausfallen, hängt entscheidend von der Dauer des Konflikts ab.
Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Klima mit einem Minus von 11,3 Punkten auf -21,2 Zähler am deutlichsten eingetrübt. Vor allem die Erwartungen der Firmen verschlechterten sich spürbar. Aber auch ihre aktuelle Geschäftslage bewerteten sie negativer als zuvor. Besonders stark betroffen waren energieintensive Branchen wie die Metallerzeugung und die Chemie. Gleichzeitig rechnet ein außergewöhnlich hoher Anteil der befragten Unternehmenslenker in den nächsten drei Monaten mit Preissteigerungen.



