Nachdem sich die Stimmung in der NRW-Wirtschaft im Januar deutlich aufgehellt hatte, blieb sie im Februar nahezu unverändert. Zwar schätzten die Unternehmen ihre aktuelle Lage besser ein, korrigierten ihre Erwartungen an die kommenden Monate jedoch fast im selben Ausmaß nach unten. Der konjunkturelle Aufschwung kommt nur mühsam voran.
Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima blieb im Februar 2026 mit -7,7 Saldenpunkten nahezu unverändert im Vergleich zum Vormonat. Die beiden Unterkategorien, aus denen sich das Geschäftsklima zusammensetzt, entwickelten sich gegenläufig: Der Umfragewert zur aktuellen Geschäftslage stieg den dritten Monat in Folge und kletterte um 1,6 auf -7,3 Zähler. Dagegen sank der Wert zu den Geschäftserwartungen um 1,7 auf -8,1 Punkte.
Die Seitwärtsbewegung des Geschäftsklimas unterstreicht, dass der Konjunkturaufschwung nur mühsam vorankommt und es an spürbarer Dynamik fehlt. Zwar präsentiert sich die nordrhein-westfälische Wirtschaft in der aktuellen Lage robuster. Allerdings bleibt das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld herausfordernd, weshalb in den Unternehmen eine Vorsicht beim Blick nach vorne vorherrscht.
Einen kräftigen Sprung machte das Klima im Februar im Bauhauptgewerbe: Hier hellte sich die Stimmung um 7,0 auf -3,9 Punkte auf. Das ist der höchste Stand seit vier Jahren. Sowohl die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der Bauunternehmen verbesserten sich deutlich. Zudem zogen die Auftragseingänge erstmals seit Monaten wieder an. Die Bauunternehmen profitieren zunehmend von den zusätzlichen staatlichen Investitionen in die Infrastruktur.



