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Jens Becker

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NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima März 2026

Iran-Krieg sorgt für Stimmungsdämpfer in NRW-Wirtschaft

Die Stimmung in den nordrhein-westfälischen Unternehmen hat sich im März eingetrübt und ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr gesunken. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die nächsten Monate trübten sich ein. Ausschlaggebend sind wachsende Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima verschlechterte sich im März erheblich und sank um 6,0 Punkte auf -14,1 Saldenpunkte. Damit wurden die Fortschritte der vergangenen zwölf Monate fast vollständig aufgezehrt. Beide Teilindikatoren, aus denen sich das Geschäftsklima zusammensetzt, gingen zurück: Deutlich niedriger bewerteten die befragten Unternehmen ihre Geschäftserwartungen. Hier sank der Umfragewert um 7,9 auf -16,7 Punkte. Der Wert zur aktuellen Geschäftslage sank um 4,2 auf -11,5 Zähler.

Infolge des Iran-Kriegs sind die Preise für Öl und Gas bereits deutlich gestiegen. In Nordrhein-Westfalen trifft das insbesondere energieintensive Branchen wie die chemische Industrie. Aber auch Logistikunternehmen spüren die Folgen unmittelbar. Wie stark die wirtschaftlichen Folgen ausfallen, hängt entscheidend von der Dauer des Konflikts ab.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Klima mit einem Minus von 11,3 Punkten auf -21,2 Zähler am deutlichsten eingetrübt. Vor allem die Erwartungen der Firmen verschlechterten sich spürbar. Aber auch ihre aktuelle Geschäftslage bewerteten sie negativer als zuvor. Besonders stark betroffen waren energieintensive Branchen wie die Metallerzeugung und die Chemie. Gleichzeitig rechnet ein außergewöhnlich hoher Anteil der befragten Unternehmenslenker in den nächsten drei Monaten mit Preissteigerungen.

Auch im Bauhauptgewerbe hat sich das Klima deutlich verschlechtert. Hier sank der Umfragewert um 9,9 auf -13,9 Punkte. Die Erwartungen (-17,5 Punkte) erlebten sogar den stärksten Rückgang seit März 2022. Die gegenwärtige Geschäftslage wurde hingegen nur leicht schlechter beurteilt. Vor allem im gewerblichen Hochbau trübte sich die Stimmung ein. Im öffentlichen Hochbau gab es hingegen ein Plus. Auch bei den befragten Baufirmen zeichnen sich Preiserhöhungen ab.

Im Dienstleistungssektor ging das Geschäftsklima um 4,3 auf -9,4 Punkte zurück. Der Rückgang war sowohl auf die aktuelle Geschäftslage als auch auf die Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. In der Logistik trübten sich die Geschäftsaussichten besonders deutlich ein. Die Branche ist von den gestiegenen Energiepreisen und der Störung der Handelsströme unmittelbar betroffen.

Im Handel trübte sich das Klima um 4,0 Punkte auf -24,9 Zähler spürbar ein. Das Minus war auf deutlich pessimistischere Geschäftserwartungen zurückzuführen. Die durch den Nahost-Konflikt angefachten Inflationssorgen der Bevölkerung wirkten sich spürbar negativ auf die Aussichten im Groß- und Einzelhandel aus. Mit den laufenden Geschäften waren die Händler hingegen etwas zufriedener.

Die aktuellen Berichte zum Download

Das Datenpaket beinhaltet die monatlichen Umfrageergebnisse für zahlreiche Branchen im Excel-Format. Diese Daten können Sie für eigene Auswertungen nutzen, soweit sie die Quelle „NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima“ eindeutig als Quelle kenntlich machen. Um Ihnen den Umgang mit dem Datenpaket zu erleichtern, steht Ihnen eine kurze Einführung zur Verfügung. 

  1. Einführung in das Datenpaket [PDF, 190.5 KB]

    Hier finden Sie die Einführung in das Datenpaket zum NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima.

Die vergangenen Schnellmeldungen zum Download

Hier finden Sie die Schnellmeldungen aus den vergangenen Monaten. 

Bestellung ifo-Geschäftsklima Schnellmeldung

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Ausschnitt aus einem wirtschaftlichen Bericht, ein Finger zeigt auf eine Textstelle
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