Grüne Energie auf grüner Fläche

Der Solarpark Am Grottenkamp erzeugt pro Jahr bis zu 650.000 kWh Strom. Mit der gleichen Summe in Euro förderte die NRW.BANK das Projekt. 

Photovoltaikmodule
2.500 Photovoltaikmodule stehen im Solarpark Am Grottenkamp.

Brachland wurde zu Stromland: Die Solarpark Grottenkamp GbR hat 2018 auf einem ehemals ungenutzen 11.000 Quadratmeter großen Areal ganz im im Sinne der Energiewende eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Damit ist der Kreis Steinfurt dem Ziel bis 2050 energieautark zu sein, noch einen Schritt näher gerückt.

Für den Bau kam das Programm NRW.BANK.Energieinfrastruktur zum Einsatz. Dieses Produkt wurde speziell zur Förderung von Anlagen zur Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung in Nordrhein-Westfalen konzipiert. „Die Fördernehmer profitieren von guten Konditionen und einer Zinsbindung von über zehn Jahren“, berichtet Christina Plog aus der Abteilung Strukturförderung der NRW.BANK. Das Programm kommt dabei der Umwelt doppelt zu Gute. „Denn es wird über den NRW.BANK.Green Bond refinanziert, einer nachhaltigen Anleihe“, so Christina Plog. Mit den aufgenommenen Finanzmittel aus dem NRW.BANK.Green Bond-Programm werden ausschließlich umweltverträgliche Projekte in Nordrhein-Westfalen gefördert. Neben dem Programm NRW.BANK.Energieinfrastruktur bietet die NRW.BANK zwei weitere über den Green Bond refinanzierte Förderprodukte: NRW.BANK.Effizienzkredit und NRW.BANK.Elektromobilität.

 

Passende Lösung für schwieriges Gelände

Die Betreiberin des Solarparks, die Solarpark Grottenkamp GbR, ist eine Eigentümergemeinschaft. Dazu gehören der Eigentümer der Fläche, am Solarpark beteiligte Vorlieferanten und die „Naturstoff- und Dienstleistungszentrale Land und Forst“, kurz NLF GmbH. „Wir kennen die Bedürfnisse der Menschen hier auf dem Land und beraten sie, wie wir gemeinsam wirtschaftliche Wertschöpfung für die ganze Region realisieren können“, berichtet Hans Georg Guhle, der zusammen mit Jörg Uennigmann die Geschäfte der NLF leitet, die seit Anfang 2020 Photovoltaikanlagen aus einer Hand vertreibt und aufbaut.
„Die Idee für den Solarpark entstand, als der Landwirt, dem der Baugrund gehörte, sich an die NLF wandte“, erläutert Guhle. Gegen eine Bebauung mit Immobilien sprach, dass es sich um eine ehemalige Deponie von unbelastetem Bauschutt handelte. Dem Boden mangelte es daher an Tragfähigkeit. „Das stellte uns auch bei der Errichtung der Solarmodule vor eine Herausforderung. Die Lösung war, dass wir die Tragepfeiler der Solarmodule bis zu drei Meter tief in den Boden rammten – die Mittel der NRW.BANK kamen unter anderem dafür zum Einsatz.“

Skepsis, die sich in Wertschätzung wandelt

Eine weitere Herausforderung war es, die Skepsis der Menschen im angrenzenden Wohngebiet zu überwinden. „Doch mittlerweile stößt der Solarpark auf viel Zustimmung“, berichtet Hans-Georg Guhle. „Die Anrainer begrüßen es, dass vor ihrer Haustür grüne Energie entsteht. Und sie schätzen, dass die Grünfläche, auf der die Solarmodule stehen, Lebensraum für viele wilde Tier- und Pflanzenarten ist.“

 

Stand: 18. Januar 2021

Zur Internetseite der Naturstoff- und Dienstleistungszentrale Land und Forst

NRW.BANK.Energieinfrastruktur

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  • Fördert Investitionen in Anlagen zur Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung in Nordrhein-Westfalen
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