Düsseldorf/Münster, 9. Mai 2022

Die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen wird in den kommenden Jahren zurückgehen. Während einige Städte wie Düsseldorf, Köln oder Wuppertal wachsen werden, wird der Großteil der Städte und Gemeinden schrumpfen. Das ist das Ergebnis der Bevölkerungsvorausberechnung, die das Statistische Landesamt NRW erstellt hat. Aus diesen Zahlen hat die NRW.BANK Erkenntnisse für den Wohnungsmarkt abgeleitet und in einer Kurzpublikation veröffentlicht.    
 
„Die Wohnungsmärkte in Nordrhein-Westfalen müssen sich – unabhängig davon, ob sie Einwohner gewinnen oder verlieren, anpassen“, sagt Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Der Bedarf an altersgerechten und barrierearmen Wohnangeboten steigt weiter an und fordert entsprechende Angebote. Die NRW.BANK unterstützt hierbei mit öffentlichen Förderdarlehen.“
 
Im Jahr 2020 verzeichnete Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder einen leichten Bevölkerungsverlust von 0,1 Prozent. Dieser Trend wird sich weiter fortführen. Laut aktueller Bevölkerungsvoraus-berechnung wird die Zahl der Einwohner bis zum Jahr 2030 um 0,2 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 1,7 Prozent schrumpfen. Grund hierfür sind Annahmen zum künftigen Wanderungsverhalten und hieraus resultierende Auswirkungen auf die Geburtenzahlen.
 
Darüber hinaus wird sich laut der Vorausberechnung nicht nur der leichte Bevölkerungsverlust fortsetzen, sondern das Nebeneinander von wachsenden und schrumpfenden Regionen weiter bestehen bleiben. Immerhin noch 17 Kreise und kreisfreie Städte wachsen bis zum Jahr 2050, darunter fünf, für die ein dauerhaftes Wachstum berechnet wird: Köln, Düsseldorf, Bonn, Wuppertal und Remscheid. Insgesamt überwiegt jedoch der Anteil an Kreisen und kreisfreien Städten, die langfristig Bevölkerung verlieren: Für 27 Kreise und kreisfreie Städte wird ab sofort und bis zum Jahr 2050 ein Bevölkerungsrückgang erwartet. Hinzu kommen sieben Kreise und kreisfreie Städte, die zunächst noch wachsen, aber über den gesamten Prognosezeitraum hinweg betrachtet schrumpfen werden.
 
Das Schrumpfen der Einwohnerzahl bis 2050 wird am stärksten durch den künftigen Rückgang der Bevölkerungsgruppe zwischen 45 und 65 Jahren beeinflusst. Insgesamt wächst bis 2050 nur eine Altersgruppe – die der über 74-Jährigen.
 
Das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen erstellt alle drei bis vier Jahre eine Bevölkerungsvorausberechnung für die 396 Städte und Gemeinden des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Die neueste, die auf Kreis- und Gemeindeebene bis zum Jahr 2050 und auf Landesebene bis zum Jahr 2070 reicht, wurde im März 2022 veröffentlicht. Die aktuellsten Ereignisse in der Ukraine, die erhebliche Fluchtbewegungen auch nach Nordrhein-Westfalen auslösten, konnten hier noch nicht berücksichtigt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist noch unklar, wie hoch diese Zuwanderung mittelfristig ausfällt und wie lang sie anhält.
 
Diese und mehr Ergebnisse finden Sie in unserer Kurzveröffentlichung, die hier abrufbar ist: www.nrwbank.de/bvv
 
Wie sich die Daten konkret auf Gemeindeebene darstellen, zeigen die aktualisierten Wohnungsmarktprofile, die die NRW.BANK für alle 396 Gemeinden Nordrhein-Westfalens erstellt hat. Die Profile sind auf der Website der NRW.BANK verfügbar: www.nrwbank.de/wmp

Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Birgit Kranzusch, stv. Pressesprecherin, Tel.: 0211 91741-1997


  1. NRW.BANK veröffentlicht neue Ergebnisse

    Die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen wird in den kommenden Jahren zurückgehen. Während einige Städte wie Düsseldorf, Köln oder Wuppertal wachsen werden, wird der Großteil der Städte und Gemeinden schrumpfen. Das ist das Ergebnis der Bevölkerungs-vorausberechnung, die das Statistische Landesamt NRW erstellt hat. Aus diesen Zahlen hat die NRW.BANK Erkenntnisse für den Wohnungsmarkt abgeleitet und in einer Kurzpublikation veröffentlicht.

    Herunterladen der Datei

Über die NRW.BANK

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt ihren Eigentümer, das Land NRW, bei dessen struktur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. In ihren drei Förderfeldern „Wirtschaft“, „Wohnraum“ und „Infrastruktur/Kommunen“ setzt die NRW.BANK ein breites Spektrum an Förderinstrumenten ein: von zinsgünstigen Förderdarlehen über Eigenkapitalfinanzierungen bis hin zu Beratungsangeboten. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit allen Banken und Sparkassen in NRW zusammen. In ihrer Förderung berücksichtigt die NRW.BANK auch bestehende Angebote von Bund, Land und Europäischer Union.

Folgen Sie uns auch auf www.twitter.com/NRWBANK

Ansprechpartnerin für Journalisten:

Caroline Gesatzki

  • Pressesprecherin
  • Leiterin Abteilung Kommunikation