IKK – Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung

  • Zinsgünstige Kredite bis zu 100% der förderfähigen Kosten, max. 30 Jahre Laufzeit, und Tilgungszuschüsse bis 40%
  • Für Kommunen, deren rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe, Gemeindeverbände sowie kommunale Zweckverbände
  • Fördert energieeffiziente Versorgungssysteme, klimafreundliche Quartiersmobilität und Grüne Infrastruktur
  • Fördergeber: KfW

Wer wird gefördert?

  • kommunale Gebietskörperschaften
  • rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften
  • Gemeindeverbände
  • Zweckverbände, mit Risikogewicht im Kreditrisiko-Standardansatz von Null

Was wird gefördert?

Sie können einen zinsgünstigen Kredit für quartiersbezogene Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz kommunaler Infrastruktur und zur klimagerechten Gestaltung von Quartieren erhalten.

Gefördert werden:

  • Modul A: Wärme- und Kälteversorgung im Quartier:
    • Neubau, Erweiterung oder Modernisierung der technischen Komponenten zur Wärmenutzung und Wärmeerzeugung, Wärme- und Kältespeicherung sowie zur Wärme- und Kälteverteilung
  • Modul B: Energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung im Quartier:
    • Neubau, Erweiterung oder Modernisierung von Komponenten zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Modul C: Klimafreundliche Mobilität im Quartier:
    • Maßnahmen für eine klimafreundliche, quartiersbezogene Mobilität auch durch Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr
  • Modul D: Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel durch grüne Infrastruktur:
    • Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung und Aufwertung von Grün- und Freiflächen
    • Neubau, Erweiterung oder Modernisierung von wassersensiblen Gestaltungselementen im öffentlichen Raum

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Die Maßnahme steht im Einklang mit den Zielen der Stadtentwicklung.
  • Anlagen zur quartiersbezogenen Wärme- und Kälteversorgung (Modul A) erfüllen das Kriterium der Hocheffizienz.
  • Die quartiersbezogene Versorgung erstreckt sich über die Grundstücksgrenzen der einspeisenden Anlage. Mindestens ein Abnehmer ist an das Netz angeschlossen, der nicht gleichzeitig Eigentümer oder Betreiber der einspeisenden Anlage ist.
  • Die Investitionen verbessern die Energieeffizienz und/oder bewirken CO2-Energieeinspareffekte. Für Maßnahmen der Module A bis C wird dies bei Antragstellung dokumentiert.
  • Bei der Errichtung oder Erweiterung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zur Nutzung von Klär- oder Faulgasen sowie zugehöriger Komponenten dient der erzeugte Strom der Eigenversorgung und wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist.
  • Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: zinsgünstiger Kredit und Tilgungszuschuss
  • Finanzierungsanteil:
    • Kredit:
      • bis zu 100% der förderfähigen Kosten
    • Tilgungszuschuss:
      • max. 10% des Kreditbetrages für Modul A
      • max. 20% des Kreditbetrags für Module B bis D; bei Vorlage eines Quartierskonzepts, das im Programm Energetische Stadtsanierung – Zuschuss gefördert wird, Erhöhung auf 40%
  • Laufzeiten:
    • bis zu 10 Jahre bei max. 2 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 20 Jahre bei max. 3 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 30 Jahre bei max. 5 Tilgungsfreijahren
  • Zinssatz:
    • fest für 10 Jahre, Zinsverbilligung aus Mitteln des Bundes max. 10 Jahre
    • Sollzinssätze können auch negativ sein
  • Tilgung:
    • in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Auszahlung: 100%
  • Abruffrist: bis zu 12 Monate nach Zusage, verlängerbar um max. 24 Monate
  • Sicherheiten: bei Kommunaldarlehen übliche formale Voraussetzungen

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Kredit grundsätzlich mit anderen Fördermitteln kombinieren.

Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme ist nicht möglich.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Anlagen zur Stromerzeugung, die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gefördert werden
  • Investitionsvorhaben in Bereichen, in denen kommunale Gebietskörperschaften, deren rechtlich unselbständige Eigenbetriebe oder Gemeindeverbände eine im Widerspruch zum EU-Beihilferecht stehende wirtschaftliche Tätigkeit ausüben
  • Kassenkredite
  • Umschuldungen bereits abgeschlossener und durchfinanzierter Vorhaben

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den vorgesehenen Formularen bei der KfW Bankengruppe (KfW).

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 07/2021
  • KfW-Information vom 29.03.2021

Formulare und Merkblätter

Formulare, Merkblätter und weitere Downloads auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe

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