Zuschüsse für Verbesserung der hausärztlichen Versorgung

Hausärzte-Förderrichtlinie

Fördernehmer:
Freie Berufe
Förderthemen:
Bildung; Gründung; Infrastruktur; Betriebsmittel; Personalentwicklung/Qualifizierung
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Land NRW
Ansprechpartner:
zuständige Bezirksregierung
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Ärztinnen und Ärzte im Fördergebiet.

Verwendungszweck

Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung in Gemeinden, in denen diese Versorgung gefährdet ist oder auf mittlere Sicht gefährdet erscheint. Unterstützt werden Ärztinnen und Ärzte, die im Fördergebiet

  • eine vertragsärztliche Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt aufnehmen,
  • an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen,
  • eine Ärztin oder einen Arzt im Angestelltenverhältnis in ihrer Praxis oder in einer Einrichtung der ambulanten hausärztlichen Versorgung eine Weiterbildungsassistentin bzw. einen Weiterbildungsassistenten beschäftigen,
  • eine Lehrpraxis zur hausärztlichen Versorgung errichten,
  • in einer Einrichtung der ambulanten hausärztlichen Versorgung den Erwerb von Zusatzqualifikationen von bei ihnen beschäftigten nichtärztlichen Praxisassistentinnen und Praxisassistenten finanzieren.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang: i.d.R. 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben
  • Förderhöhe:
    • je nach Gebiet bei Niederlassung oder Anstellung bis zu 50.000 €
    • für die Stelle einer Weiterbildungsassistentin oder eines -assistenten bis zu 500 € monatlich
    • bei Errichtung einer Lehrpraxis bis zu 10.000 €
    • für die Beschäftigung von nichtärztlichen Praxisassistentinnen und -assistenten bis zu je 1.000 €

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Maßnahme muss im Fördergebiet durchgeführt werden.
  • Die Zuwendungsempfangenden müssen eine vertragsärztliche Zulassung im Fördergebiet oder bei Errichtung einer Zweigpraxis die Genehmigung seiner Kassenärztlichen Vereinigung oder Ermächtigung des Zulassungsausschusses erhalten haben.
  • Die Antragstellenden müssen die vertragsärztliche Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt im Fördergebiet innerhalb von 3 Monaten nach der zulassungsrechtlichen Entscheidung aufnehmen.
  • Bei Errichtung einer Zweigpraxis müssen die Zuwendungsempfangenden dort mindestens 10 Stunden wöchentlich an mehreren Tagen in Form von Sprechstunden zur Verfügung zu stehen.
  • Die Zuwendungsempfangenden verpflichten sich, die hausärztliche Tätigkeit je nach Fördergebiet für fünf bzw. zehn Jahre auszuüben.
  • Die Beschäftigung einer Weiterbildungsassistentin oder eines -assistenten muss einen von der zuständigen Ärztekammer anerkannten Weiterbildungsabschnitt in den Gebieten „Allgemeinmedizin“ oder „Innere und Allgemeinmedizin“ umfassen.
  • Die Förderung einer Lehrpraxis wird nur für eine Fachärztin oder einen Facharzt für Allgemeinmedizin gewährt und wenn die Voraussetzungen der jeweiligen Universität zur Erlangung des Titels „Akademische Lehrpraxis der Universität ...“ erfüllt sind.
  • Die Förderung von Zusatzqualifikationen von nichtärztlichen Praxisassistentinnen und -assistenten wird nur gewährt, wenn die Qualifikation erfolgreich abgeschlossen wurde.

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme auf den vorgesehenen Formularen zu stellen.

Antragstelle ist die zuständige Bezirksregierung.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2019.

Quelle

Runderlass vom 16.11.2016, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 31 vom 06.12.2016, S. 768

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen auf den Internetseiten des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen:

Zuletzt aktualisiert am: 17.07.2017

Kontakt

zuständige Bezirksregierung

Die Anschriften der Bezirksregierungen finden Sie im Internet.

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