Zuschüsse für Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung im Handwerk für junge Flüchtlinge.

Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

Fördernehmer:
Öffentliche Einrichtungen & Unternehmen; Gemeinnützige Einrichtungen & Unternehmen; Verbände & Vereine
Förderthemen:
Bildung
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • juristische Personen des öffentlichen Rechts,
  • gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts,

die Träger von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten einer Handwerksorganisation (ÜBS) sind.

Verwendungszweck

Gefördert werden vertiefte Berufsorientierungsmaßnahmen im Handwerk für junge Flüchtlinge.

Elemente der vertieften Berufsorientierung sind:

  • Projektleitung, Vernetzung mit regionalen Partnern und Teilnehmendengewinnung,
  • Werkstatttage in einer überbetrieblichen Berufsbildungsstätte einer Handwerksorganisation oder in Werkstätten von Kooperationspartnern,
  • Vermittlung berufsbezogener Sprachkenntnisse,
  • Vermittlung berufsbezogener Fachkenntnisse,
  • Betriebsphase und
  • Projektbegleitung.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderhöhe: 307 € je Teilnehmerin bzw. Teilnehmer pro Woche in Vollzeit bzw. 200 € in Teilzeit, ggf. zuzüglich 23 € für Fahrtkosten und bis zu 32,50 € für Kinderbetreuung pro Woche
  • Förderdauer: 26 Wochen je Teilnehmerin bzw. Teilnehmer

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Zielgruppe sind junge Flüchtlinge, die Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge oder Asylbewerberinnen und Asylbewerber bzw. Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sind, sowie deren Angehörige, die im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland gekommen sind.
  • Die Flüchtlinge sollen insbesondere
    • die Vollzeitschulpflicht des zuständigen Bundeslandes erfüllt haben,
    • über keine in Deutschland anerkannte berufliche Erstausbildung verfügen,
    • über keine bzw. geringe berufliche Erfahrung verfügen und
    • ausreichende Sprachkenntnisse (mindestens Niveau B1) nachweisen.
  • Der Träger muss in der Lage sein, alle 6 Elemente der Berufsorientierung bereitzustellen.
  • Die Gruppenstärke der Maßnahme darf 12 Teilnehmende nicht überschreiten.
  • Das einzusetzende Personal muss fachlich qualifiziert und erfahren sein.
  • Die Berufsorientierungsmaßnahmen müssen spätestens am 31.12.2019 enden.

Antragsverfahren

Förderanträge können laufend bis spätestens 2 Monate vor Beginn der geplanten Maßnahme gestellt werden.

Für die Antragstellung ist das elektronische Antragssystem „easy-Online“ zu nutzen.

Antragstelle ist das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 30.06.2020.

Quelle

Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom 29.08.2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 08.09.2017, B5; Informationen des BMBF, Stand 09/2017

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen auf den Internetseiten des BMBF:

 

Zuletzt aktualisiert am: 19.09.2017

Kontakt

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Robert-Schuman-Platz 3

53175 Bonn

Telefon:0 228 107-2909

Fax:0 228 107-2887

E-Mail:info@bibb.de

Internet:http://www.bibb.de

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