Energieforschungsprogramm

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Forschungs- & Bildungseinrichtungen
Förderthemen:
Innovation; Energieeffizienz; Erneuerbare Energien
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
Förderberatung Forschung und Innovation des Bundes; Projektträger Jülich (PtJ); Projektträger Reaktorsicherheitsforschung (PT R); Projektträger Karlsruhe; Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland,
  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit FuE-Kapazitäten in Deutschland sowie
  • Gebietskörperschaften und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung.

Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur in begründeten Einzelfällen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Verwendungszweck

Gefördert werden Forschung und Entwicklung im Bereich zukunftsweisender Energietechnologien.

Das 7. Energieforschungsprogramm legt die Grundlinien und Schwerpunkte der Förderpolitik fest. Zuwendungen werden gewährt für Forschungs-, Entwicklungs-, Innovations- und Demonstrationsvorhaben sowie Modellprojekte und Reallabore.

Inhaltliche Schwerpunkte der Projektförderung sind:

  • Energiewende in den Verbrauchssektoren: Gebäude und Quartiere; Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen; Schnittstellen der Energieforschung zu Mobilität und Verkehr;
  • Energieerzeugung: Photovoltaik; Windenergie; Bioenergie; Geothermie; Wasserkraft und Meeresenergie; Thermische Kraftwerke;
  • Systemintegration: Stromnetze; Stromspeicher; Sektorkopplung;
  • Systemübergreifende Forschungsthemen der Energiewende: Energiesystemanalyse; Digitalisierung der Energiewende; Ressourceneffizienz für die Energiewende; CO2-Technologien für die Energiewende; Energiewende und Gesellschaft; Materialforschung für die Energiewende;
  • Nukleare Sicherheitsforschung: Reaktorsicherheitsforschung; Entsorgungs- und Endlagerforschung; Strahlenforschung.

Strategische Schwerpunkte des 7. Energieforschungsprogramms sind:

  • Der Technologie- und Innovationstransfer wird durch „Reallabore der Energiewende“ als neue Fördersäule zur Marktvorbereitung innovativer Lösungen gestärkt. Gleichzeitig wird der dynamische Praxistransfer durch die bessere Einbindung von Start-ups flankiert.
  • Die Förderung wird verstärkt auf sektor- und systemübergreifende Fragestellungen der Energiewende, wie Digitalisierung und Sektorkopplung, ausgerichtet.
  • Die Vernetzung der Förderinstrumente zur Projektförderung und zur institutionellen Förderung wird verbessert.
  • Die europäische und internationale Kooperation wird ausgebaut.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft i.d.R. bis zu 50% der zuwendungsfähigen Kosten
    • für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bis zu 100% der zuwendungsfähigen Ausgaben
  • Kleine und mittlere Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU können unter bestimmten Voraussetzungen einen Bonus erhalten.

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:
  • Die Antragsteller müssen über die notwendige fachliche Qualifikation verfügen.
  • Antragsteller sollten sich mit dem EU-Forschungsrahmenprogramm vertraut machen und prüfen, ob das beabsichtigte Projekt spezifische europäische Komponenten aufweist und damit eine ausschließliche oder ergänzende EU-Förderung möglich ist.
  • Die Vorhaben müssen
    • die Kompetenz zur Lösung definierter Probleme stärken,
    • den Stand der Technik fortentwickeln,
    • mit einem hohen technischen und wirtschaftlichen Risiko verbunden sein,
    • hinsichtlich der Themenstellung und der Ziele im Interesse des Bundes liegen und 
    • in Deutschland durchgeführt und verwertet werden.
  • Die Partner eines Verbundprojekts müssen ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung regeln.

Antragsverfahren

Das Antragsverfahren ist grundsätzlich zweistufig, bestehend aus Projektskizze und anschließendem förmlichen Förderantrag. Zusätzlich werden zur Umsetzung des Programms Bekanntmachungen zu einzelnen Schwerpunkten veröffentlicht.

Erstanlaufstelle für alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung des Bundes ist die Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes.

Informationen zu den einzelnen Themen erteilen die Projektträger:

  • Energietechnologien einschl. Grundlagenforschung: Projektträger Jülich (PtJ), Geschäftsbereiche EGF, ESI, ESN, ESE
  • Nukleare Sicherheitsforschung/Reaktorsicherheitsforschung (BMWi): Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH
  • Nukleare Entsorgungsforschung (BMWi), Nukleare Sicherheitsforschung und Strahlenforschung (BMBF): Projektträger Karlsruhe (Karlsruher Institut für Technologie – KIT)
  • Bioenergie: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Quelle

7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung, Stand 09/2018; Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 19.09.2018; Informationen des Projektträgers Jülich (PtJ), Stand 02/2019; aktuelle Bekanntmachungen, Stand 04/2019

Weiterführende Informationen

Aktuelle Bekanntmachungen im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms:

Am 15.04.2019 hat das BMWi innerhalb des Progamms „Angewandte nichtnukleare Forschungsförderung“ den Förderaufruf „Energiewende und Gesellschaft“ veröffentlicht. Gesucht werden Forschungsvorhaben mit system- und technologieübergreifendem Charakter zur Gesellschaft im Kontext der Energiewende. Projektskizzen können bis zum 11.06.2019 beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden.

Weitere Informationen auf den Internetseiten des BMWi:

Kontakt

Förderberatung Forschung und Innovation des Bundes

beim Projektträger Jülich

Zimmerstraße 26-27

10969 Berlin

Hotline:0 800 2623-008

Fax:0 30 20199-470

E-Mail: beratung@foerderinfo.bund.de

Internet: https://www.foerderinfo.bund.de

Projektträger Jülich (PtJ)

Geschäftsbereich EGF

52425 Jülich

Telefon:0 2461 61-3547

Fax:0 2461 61-2880

E-Mail: PTJ-EGF-7EFP@fz-juelich.de

Internet: https://www.ptj.de

Projektträger Jülich (PtJ)

Geschäftsbereiche ESI ESN ESE

52425 Jülich

Telefon:0 2461 61-1999

Fax:0 2461 61-2690

E-Mail: PTJ-ESX-7EFP@fz-juelich.de

Internet: https://www.ptj.de

Projektträger Reaktorsicherheitsforschung (PT R)

Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit mbH (GRS)

Postfach 10 15 64

50455 Köln

Telefon:0 221 2068-720

Fax:0 221 2068-629

E-Mail: projektträger@grs.de

Internet: http://www.grs.de

Projektträger Karlsruhe

Wassertechnologie und Entsorgung (PTKA-WTE)

Postfach 3640

76021 Karlsruhe

Telefon:0 721 608-25790

Fax:0 721 608-925790

E-Mail: info@ptka.kit.edu

Internet: http://www.ptka.kit.edu

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Hofplatz 1

18276 Gülzow

Telefon:0 3843 6930-0

Fax:0 3843 6930-102

E-Mail: info@fnr.de

Internet: http://www.fnr.de

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