Worum geht es bei "WohneNRW"?

Der 13. August 2021 stand ganz im Zeichen der öffentlichen Wohnraumförderung: „WohneNRW“ hat gezeigt, was öffentliche Wohnraumförderung in und für Nordrhein-Westfalen leistet. Die NRW.BANK unterstützt das NRW-Bauministerium dabei, preisgünstige Wohnungen zu schaffen und Quartiere aufzuwerten, wie diese Wohnprojekte zeigen. Hier sehen Sie eine Auswahl an Wohnprojekten, die mit Mitteln der Wohnraumförderung finanziert wurden.

Wohnprojekt Kronenstraße, Bochum: nachhaltiges Wohnkonzept für alle Generationen

In der Kronenstraße in Bochum leben mehrere Generationen unter einem Dach: Familien mit Kindern, Singles und Senioren haben dort ein Zuhause gefunden.

 

Das Projekt Kronenstraße in Bochum-Ehrenfeld zeigt, wie sich mithilfe der öffentlichen Wohnraumförderung mitten in der Stadt generationenübergreifende Wohnkonzepte umsetzen lassen, die dem demografischen Wandel Rechnung tragen und für zusätzlichen bezahlbaren und attraktiven Wohnraum sorgen. Seit Sommer 2020 leben hier mehrere Generationen unter einem Dach. Die Hausgemeinschaft greift sich gegenseitig unter die Arme. Mit der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes hat die NRW.BANK sechs der 21 neuen Wohnungen gefördert. Auf insgesamt 5.700 Quadratmetern gruppieren sich auf der ehemaligen Brachfläche drei vier- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser. Sie bieten Miet-, Eigentums- und Genossenschaftswohnungen, eine Einrichtung für eine ambulante Tagespflege, ein Café sowie Räume für eine Logopädiepraxis. Durch großzügige Grünflächen sind diese miteinander verbunden. Zusammen mit dem Spielplatz bietet das Areal allen Generationen viel Raum für das Zusammensein und die Gartenarbeit.

Talbothöfe, Aachen: Erneuerung einer denkmalgeschützten Werkssiedlung

Auch nach der Modernisierung haben die Talbothöfe in Aachen ihren Charme behalten.

 

Wegen ihrer städtebaulichen Qualitäten und des historischen Charmes sind denkmalgeschützte Gebäude beliebt. Die Maßnahmen, um sie zu erhalten und an zeitgemäße Standards anzupassen, sind jedoch besonders aufwendig. Für viele Eigentümer stellen die gesetzlichen Auflagen und die Kosten hohe Hürden dar. Deshalb unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen solche Projekte mit Mitteln der Städtebau- und der Wohnraumförderung. Ein Beispiel ist die Gustav-Talbot-Siedlung in Aachen, die in den 1920er-Jahren als Werkssiedlung der gleichnamigen Waggonfabrik entstand. 1985 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt, doch der bauliche Zustand verschlechterte sich zusehends. Aachens größter Vermieter, die mehrheitlich städtische gewoge AG, hat die Siedlung umfangreich modernisiert und ergänzt. Bis 2019 entstanden in Neubauten und im Bestand insgesamt 96 moderne Wohnungen, 69 davon öffentlich gefördert.

Klimaschutzsiedlung Am Wald, Düsseldorf: Nachhaltig bauen für alle

Die Klimaschutzsiedlung in Düsseldorf-Benrath bietet insgesamt 62 attraktive und barrierefreie Wohnungen.

 

Die Klimaschutzsiedlung Am Wald im Düsseldorfer Stadtteil Benrath ist ein gelungenes Beispiel für modernen und nachhaltigen Wohnungsbau. Eine hohe Energieeffizienz sowie alters- und behindertengerechter Wohnkomfort zeichnen das Mehrgenerationenprojekt aus. Insgesamt bietet es 62 attraktive und barrierefreie Wohnungen im Passivhausstandard. Für die 36 öffentlich geförderten Wohnungen nahm die SWD, die Wohnungsgesellschaft der Stadt Düsseldorf, Wohnraumfördermittel des Landes in Anspruch. Neben Wohnraum für Singles, Familien und Senioren gibt es außerdem einen lärmgeschützten Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bewohner. Im Jahr 2017 wurde der Neubau mit dem nordrhein-westfälischen „Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau – Gutes Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau“ ausgezeichnet.

Klimaschutzsiedlung Rheine: energieeffizient wohnen und leben

Die Klimaschutzsiedlung in Rheine besteht aus vier dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt knapp 4.000 m² Wohnfläche.

 

Erneuerbare Energien schonen nicht nur die Umwelt, sondern können sich auch für Mieter auszahlen. Die Bewohner der zentrumsnahen Klimaschutzsiedlung in Rheine profitieren von einem Mieterstrommodell. Dabei können Mieter den Strom, der in der Siedlung über Blockheizkraftanlagen und Fotovoltaik erzeugt wird, zu besonders günstigen Konditionen beziehen. Darüber hinaus sind die Gebäude energieeffizient gestaltet und verfügen über Pufferspeicher und Trinkwasserstationen zur Warmwasserbereitung. Abgerundet wird das Angebot durch einen Carsharing-Parkplatz, eine E-Ladestation und eine E-Bike-Mietstation. Die NRW.BANK unterstützte die Wohnungsgesellschaft der Stadt Rheine beim Neubau mit Mitteln aus der Wohnraumförderung des Landes. Die vier Mehrfamilienhäuser umfassen insgesamt 55 Wohnungen und zwei Gemeinschaftsräume. Jeweils eine Wohnung pro Haus ist für anerkannte Flüchtlingsfamilien vorgesehen.

Freiheitsstraße, Neuss: modern und bezahlbar

Die drei Mehrfamilienhäuser an der Freiheitstraße in Neuss sind ein gutes Beispiel für modernen und bezahlbaren Wohnraum. Die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. Neuss (GWG) hat auf dem ehemals städtischen Grundstück einen vielfältigen Wohnungsmix geschaffen – vom kleinen Ein-Zimmer-Appartement mit circa 24 m² Wohnfläche bis zur familienfreundlichen 5-Zimmer-Wohnung mit rund 112 m² Wohnfläche. 26 der insgesamt 44 Wohnungen wurden mit Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung finanziert. Zwei der Mehrfamilienhäuser sind sogenannte Atriumhäuser. Die begrünten Innenhöfe sorgen für zusätzliche Lebensqualität bei den Bewohnerinnen und Bewohnern.

„Am Römerpark“ in Neuss: Wohnraum für besondere Bedürfnisse

An der Fesserstraße/ Ecke Römerstraße in Neuss hat die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. Neuss (GWG) einen Neubau mit insgesamt 41 Wohnungen errichtet. 37 davon sind öffentlich gefördert. Das Besondere: Das Gebäude beherbergt eine Gruppenwohnung für Menschen mit Demenz. In der Wohngemeinschaft „Am Römerpark“ entscheiden die Bewohnerinnen und Bewohner selbst über Tagesablauf und Aktivitäten bis hin zur Haushaltsplanung. Ein ambulanter Dienst kümmert sich um die Hauswirtschaft, Betreuung, Pflege und geht so auf die unterschiedlichen Wohnbedürfnisse ein.

„Friedrich“, Mönchengladbach: günstiger Wohnraum für Studis

Mit der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes hat die NRW.BANK in Mönchengladbach neue Wohnheimplätze für Studierende finanziert. Das Wohngebäude an der Friedrich-Ebert-Straße im Stadtzentrum Rheydts verfügt über rund 100 Wohnungen und Appartements, die größtenteils öffentlich gefördert sind. Mit der modernen Wohnanlage „Friedrich“ bietet die WohnBau Mönchengladbach jungen Menschen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnraum: teil- oder vollmöbliert, in fußläufiger Entfernung zum Campus der Hochschule Niederrhein und zentraler Stadtlage mit guten Verkehrsanbindungen, sodass die Studierenden auch ohne Auto jederzeit mobil sind. Darüber hinaus sorgt ein eigner, gestalteter und begrünter Innenhof zusätzlich für hohe Aufenthaltsqualität inmitten der Stadt. Die Studierendenwohnanlage ist zugleich der neue Standort der Volkshochschule und der Musikschule der Stadt Mönchengladbach in Rheydt. Die Fassade des Gebäudekomplexes ziert ein avantgardistisches Edelstahlrelief, die „Mönchengladbach-Wand“, des britischen Grafikers und Bildhauers Eduardo Paolozzi.

Klimaschutzsiedlung „Vierlinden-Höfe“, Walsum: eigener Ökostrom

Energieeinsparungen, Ökostrom und klimafreundliche Bauweisen – die „Vierlinden-Höfe“ in Duisburg-Walsum gehen mit gutem Beispiel voran. Auf einem ehemaligen Schulgelände errichtet die Duisburger Gemeinnützige Baugesellschaft AG (GEBAG) ihre erste Klimaschutzsiedlung, mit teils frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen. Über lokale Photovoltaikanlagen wird Öko-Strom für die Siedlung produziert. Außerdem verfügt das Quartier an der Goerdeler- und Beckstraße über ein eigenes Mobilitätskonzept: Es stehen Ladestationen für E-Autos bereit, ein Carsharing-Modell und der Verleih von E-Bikes werden derzeit geprüft. Das Ziel: Den Bewohnerinnen und Bewohnern einen weitgehenden Verzicht auf das eigene Auto zu ermöglichen. Doch es geht beim Bau der Klimaschutzsiedlung im Duisburger Norden nicht nur um rein ökologische Aspekte: Auch auf ein gutes Miteinander wird im Quartier Wert gelegt. Und so verfügen die „Vierlinden-Höfe“ über große Grün- und Spielflächen, auf den sich Jung und Alt begegnen können.

Primelweg, Bielefeld: bezahlbarer Wohnraum im Grünen

Im Bielefelder Stadtteil Windflöte hat die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft Senne eG im vergangenen Jahr den Bau von neun Mietwohnungen abgeschlossen. Dort, wo früher noch die Werkstatt der Senner Wohnungsbaugenossenschaft lag, entstand neuer bezahlbarer Wohnraum – umgeben von großzügigen Grünanlagen.

Neben der barrierearmen Bauweise der Wohneinheiten, profitieren die Mieterinnen und Mieter von der besonders nachhaltigen Wärmeversorgung in dem Neubau: Alle Wohnungen werden umweltfreundlich und klimaschonend über eine Erdwärmepumpe beheizt.

Alle der insgesamt neun Wohnungen wurden mithilfe der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen errichtet.

Karl-Oldewurtel-Straße, Bielefeld: gut fürs Klima

Die NRW.BANK unterstützt das NRW-Bauministerium dabei, bezahlbare Wohnungen zu schaffen. So auch im Bielefelder Stadtteil Senne. Dort hat die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft Senne eG in der Karl-Oldewurtel-Straße drei Mehrfamilienhäuser neu errichtet. Insgesamt 31 Wohneinheiten, 25 davon öffentlich gefördert, und eine Arztpraxis finden in den drei Neubauten Platz.

Der neu geschaffene Wohnraum in Bielefeld ist nicht nur preisgünstig, sondern auch besonders klimafreundlich: Die Wärmeversorgung der zwischen 40 und 95 Quadratmeter großen Wohnungen erfolgt über eine zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Bleicherfeldstraße, Bielefeld: energetisch saniert

In Bielefeld-Sennestadt hat das Wohnungsunternehmen VONOVIA im vergangenen Jahr ein gesamtes Wohnquartier modernisiert. Die Mehrfamilienhäuser in der Bleicherfeldstraße stammen aus den 1950er- und 60er-Jahren und wurden im Rahmen des Quartierprojekts vollumfassend saniert. Insgesamt 278 Wohneinheiten wurden so in mehreren Bauabschnitten energetisch auf den neuesten Stand gebracht und gleichzeitig barrierearm umgebaut. In 82 Wohnungen unterstützte die NRW.BANK mit Mitteln aus der Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen die energetische Sanierung des Gebäudebestands – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in NRW.

Um noch mehr bezahlbaren Wohnraum in dem Quartier schaffen zu können, wurde außerdem auf die bislang zweigeschossigen Gebäude eine weitere Etage aufgesetzt. So entstanden 28 zusätzliche Wohnungen in der nachhaltigen Holzrahmenbauweise. Darüber hinaus profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner nun auch von neu geschaffenen Stellplätzen, Mietergärten und einem Quartiersspielplatz.

Pöstenhof, Lemgo: viel Platz für Jung und Alt

Das Wohnprojekt „Pöstenhof“ in Lemgo hat die Wohnbau Lemgo eG auf dem zentrumsnahen Gelände einer ehemaligen Konservenfabrik errichtet. Hier leben junge Familien und ältere Menschen Tür an Tür in einem nachbarschaftlichen Miteinander. Zentrum des Zusammenlebens ist der Gemeinschaftsraum, in dem regelmäßige Hausversammlungen, Spieleabende oder Kochveranstaltungen stattfinden. Dieser wurde, ebenso wie neun der insgesamt 33 Wohneinheiten, mit Mitteln aus der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes über die NRW.BANK finanziert. Auf dem 4.500 Quadratmeter großen Grundstück ist zudem noch Platz für eine Gästewohnung und eine Tagespflegeeinrichtung der Freien Altenhilfe. Im Innenhof der zwei v-förmig angesiedelten Gebäudeflügel profitieren die Mieterinnen und Mieter außerdem von großzügigen Garten-, Spiel- und Gemeinschaftsflächen.

Wohnprojekt „Quartier Ost“, Bielefeld: günstig und gut

„Eine aktive Nachbarschaft mit dem eigenen individuellen Wohnraum verbinden“ – das ist das Konzept des kooperativen Wohnprojekts „Quartier-Ost“. Im Bielefelder Süden haben die Baugenossenschaft Freie Scholle eG und der Verein „Quartier Ost e.V.“, in enger Zusammenarbeit mit der öffentlichen Wohnraumförderung der NRW.BANK, einen Neubau für gemeinschaftliches Wohnen errichtet.

Von den insgesamt 26 bezahlbaren Wohnungen mit Größen zwischen 47 und 97 Quadratmetern wurden fünf öffentlich gefördert. Das macht eine Vermietung der geförderten Wohnungen zu einem besonders günstigen Quadratmeterpreis möglich. Im Quartier-Ost profitieren die Mieterinnen und Mieter außerdem von einem gemeinsamen Mietergarten, der ebenfalls mit Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung finanziert wurde. Bewässert wird der Gemeinschaftsgarten, der neben verschiedenen Sitzecken auch einen Spielplatz beherbergt, von einer eigenen Wasserzisterne im Quartier Ost.

Mietwohnraumförderung – Erwerb von Bindungen

  • Fördert den Erwerb von Mietpreis- und Belegungsbindungen 
  • Für Eigentümer von geeigneten Wohnraumbeständen 
  • Zuschussprogramm für bestehende Wohnungen in den Städten Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster 

Mietwohnraumförderung – Neuschaffung

  • Zinsgünstige Darlehen mit fester Zinsbindung für 20, 25 oder 30 Jahre
  • Für natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen 
  • Fördert die Neuschaffung von Mietwohnraum durch Neubau, Nutzungsänderung oder Erweiterung von Gebäuden 
  • Mit attraktiven Tilgungsnachlässen 

Wohnheimförderung – Wohnplätze für Auszubildende und Studierende – Modernisierung

  • Zinsgünstige Darlehen bis 50.000 € pro Wohnplatz mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 100% und fester Zinsbindung für 20, 25 oder 30 Jahre 
  • Für natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen
  • Fördert die Modernisierung von Wohnplätzen für Studierende sowie Auszubildende 
  • Mit Tilgungsnachlässen in Höhe von 25-30% der Darlehen

Wohnheimförderung – Wohnplätze für Auszubildende und Studierende – Neuschaffung

  • Zinsgünstige Darlehen mit fester Zinsbindung für 20, 25 oder 30 Jahre 
  • Für natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen
  • Fördert die Schaffung von Wohnplätzen für Studierende sowie Auszubildende 
  • Mit attraktiven Tilgungsnachlässen 

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