Liebe Leserinnen und Leser,

in unserem aktuellen Newsletter geben wir einen Überblick über die Technologieförderung der EU und stellen Ihnen ein Dashboard für eine strukturierte Suche nach passenden Förderinstrumenten aus diesem Bereich vor. Zudem informieren wir Sie über ein Unterstützungsangebot des Bundes zur Erschließung ausländischer Märkte sowie ein Informationsangebot zu Märkten weltweit.

Ihre EU- und Außenwirtschaftsförderung der NRW.BANK

Technologieförderung für KMU in der EU

Eine Plattform verbessert die Transparenz für Interessierte und Fördernehmende. 

In der EU existieren eine Vielzahl an Rahmenprogrammen mit einschlägigen Fördermöglichkeiten zur Technologieförderung, die sich an Zielgruppen wie Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Großunternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen richten. Dazu gibt es Rahmenprogramme mit verschiedenen Schwerpunkten.

Relevante EU-Programme zur Technologieförderung
Beispiele für gesamteuropäische Rahmenprogramme sind das Forschungsförderungsprogramm Horizont Europa (Horizon Europe), der Europäische Verteidigungsfonds (European Defence Fund), das Programm Digitales Europa (Digital Europe Programme), der Europäische Innovationsfonds (Innovation Fund) oder das Programm für Gesundheit (EU4Health). Darüber hinaus gibt es weitere von den Mitgliedsstaaten umgesetzte EU-Strukturfonds, wie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (European Regional Development Fund, ERDF) oder den Fonds für einen gerechten Übergang für eine nachhaltige Wirtschaft (Just Transition Fund, JTF) in einzelnen Transformationsregionen.

In diesem Zusammenhang ist beispielsweise für Nordrhein-Westfalen das EFRE-/JTF-Programm NRW 2021–2027 relevant. Ein aktuelles Praxisbeispiel hierfür ist das Förderprogramm Grüne Gründungen.NRW (Antragsfrist: 30.09.2026), mit dem Unternehmensgründungen in der Umweltwirtschaft unterstützt werden.

All diese Rahmenprogramme zielen darauf ab, Vorhaben und Projekte von Unternehmen zu fördern, die einen innovativen technologischen Beitrag leisten und darüber hinaus dazu beitragen, strategische Abhängigkeiten der Europäischen Union zu verringern und europäische Wertschöpfungsketten zu stärken.

Mehr Transparenz bei EU-Förderprogrammen durch STEP
Ein strukturierter Zugang zur EU-Förderung in den Themenfeldern strategische Technologien und Wertschöpfungsketten ist dabei zentrales Ziel der EU, um die Wettbewerbs- und Resilienzfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken. In diesem Zusammenhang bietet die STEP-Plattform eine zentrale Übersicht über bestehende EU-Förderprogramme und setzt gezielte Schwerpunkte in Bezug auf strategisch relevante Technologien und Wertschöpfungsketten.

Im Detail bietet das interaktive STEP-Dashboard die Möglichkeit, aktuelle und geplante EU-Förderaufrufe (Calls) im Bereich strategischer Technologien gezielt nach Sektor, Fristen und Standort zu filtern sowie Informationen zu Programmen, Fristen und Förderbudgets einzusehen. So können beispielsweise gezielt offene Förderaufrufe in Deutschland gefiltert werden.

Der inhaltliche Fokus von STEP liegt auf zentralen Technologiebereichen: digitalen und technologieintensiven Innovationen (Digital und Defence), umweltfreundlichen und ressourceneffizienten Technologien (Cleantech) sowie Biotechnologien (Biotech). Dazu zählen unter anderem Anwendungen der künstlichen Intelligenz, Halbleiter-, Robotik-, Wasserstoff- und Batterietechnologien sowie Lösungen in den Bereichen Cybersicherheit und Drohnentechnologie.

Die Antragstellung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Förderprogramme und Ausschreibungen. Insbesondere KMU sollten berücksichtigen, dass viele Förderaufrufe die Beteiligung an Projektkonsortien voraussetzen und die Auswahl der Vorhaben häufig in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren erfolgt. Der eigentlichen Förderentscheidung geht dabei regelmäßig eine wettbewerbliche Bewertung voraus, bei der die aussichtsreichsten Projekte für die nächste Verfahrensstufe ausgewählt werden.

Förderprogramm unterstützt Unternehmen beim Einstieg in internationale Märkte

Das „Markterschließungsprogramm KMU“ (MEP) des Bundes hilft kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei, neue Auslandsmärkte zu erschließen und internationale Geschäftskontakte aufzubauen.

KMU erhalten folgende Unterstützung: Gezielte Informationsveranstaltungen (online und in Präsenz), veröffentlichte Zielmarktanalysen, Matchmaking-Events, Networking sowie Geschäftsanbahnungs- und Markterkundungsreisen. Dabei erhalten Unternehmen vor Ort Einblicke in Marktchancen und Rahmenbedingungen, können potenzielle Geschäftspartner kennenlernen und erste konkrete Geschäftskontakte knüpfen.

So erhalten die Unternehmen praxisnahe Unterstützung beim Einstieg in ausgewählte Auslandsmärkte, um neue Absatzchancen zu nutzen.

Interessierte können sich an die German Trade & Invest (GTAI) wenden, um nähere Informationen zu erhalten. Eine Übersicht über die aktuellen und geplanten Unternehmerreisen finden Sie auf der Homepage der GTAI.

Informationen über Märkte in aller Welt

Unternehmen erhalten bei ihren Plänen und Vorhaben zur Internationalisierung kostenfreie Hinweise zu politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern ihrer Investitionen. Zudem helfen Prognosen zur Entwicklung einzelner Investitionsstandorte.

Germany Trade and Invest (GTAI) unterstützt als Wirtschaftsförderungsagentur des Bundes Unternehmen bei Vorhaben im Ausland. Die Aufbereitung aktueller Wirtschaftsdaten und die Erstellung von Marktanalysen stehen dabei im Vordergrund.

Die GTAI-Reihe „Investitionsklima“ legt einen besonderen Fokus auf Standorte weltweit, für die Chancen und Risiken für ausländische Direktinvestitionen analysiert werden.

So gibt die GTAI praktische Tipps bei der Ansiedlung und informiert über Förderinstrumente, die Unternehmen zur Finanzierung ihrer Investitionen in ihren Zielländern zur Verfügung stehen. Darüber hinaus beleuchten die Artikel das aktuelle Wirtschaftsumfeld in den Ländern, geben einen Ausblick auf die ökonomische Entwicklung, analysieren einzelne Branchen und beschreiben die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Zudem weisen die Expertinnen und Experten auch auf mögliche Hürden bei Investitionen im Ausland hin.

Interessierte Unternehmen, die sich auf den Marktzugang vorbereiten möchten oder Erweiterungsinvestitionen an einzelnen Standorten planen, können sich auf der GTAI-Webseite informieren.

Veranstaltungen

  • 10.09.2026 Zur Veranstaltung
    Future Tech Fest, Düsseldorf
  • 15.09.2026 Zum Online-Seminar
    Umsatzsteuer bei Lieferungen in EU-Länder, IHK Mittlerer Niederrhein
  • 28.09.2026 Zum Online-Seminar
    Gut vorbereitet ins Auslandsgeschäft – Grundlagen der erfolgreichen Vertragsgestaltung, IHK Köln
  • 06.10.2026 Zur Veranstaltung
    6.-10.10.2026: B2B-Matchmaking auf der ENVIRONTEC (internationale Fachmesse für Umwelttechnologie), Budapest; NRW.Europa