Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Newsletter legt den Schwerpunkt auf Osteuropa: Wir stellen Ihnen interessante Fördermöglichkeiten für Vorhaben in Bulgarien und Rumänien vor. Zudem erhalten Sie Informationen über die Unterstützung des Bundes bei internationalen Projekten im Bereich Energie- und Umwelttechnologie.

Ihre EU- und Außenwirtschaftsförderung der NRW.BANK

Bulgarien bietet attraktive Förderinstrumente für Unternehmen

Insbesondere Zuschüsse und Industrieparks machen den Standort interessant.

Für Industrie-, Technologie- und Dienstleistungsunternehmen gewährt der Staat steuerliche Vorteile sowie umfangreiche Förderprogramme.

Unternehmen, die in Bulgarien investieren möchten, profitieren vor allem von einem Körperschaftssteuersatz von nur zehn Prozent – einem der niedrigsten in der Europäischen Union. Ergänzend unterstützt der bulgarische Staat Investitionsprojekte mit verschiedenen Förderinstrumenten, deren Umfang sich nach Investitionshöhe, Standort und Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze richtet.

Zu den wichtigsten Fördermaßnahmen zählen Investitionszuschüsse und vergünstigte Grundstücksvergaben. Zusätzlich können Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen Sozialversicherungsbeiträge für neue Beschäftigte teilweise erstattet bekommen. Auch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden finanziell unterstützt. Für größere Projekte stehen beschleunigte Verwaltungsverfahren („Fast Track“) zur Verfügung.

Besonders förderfähig sind Investitionen in die verarbeitende Industrie sowie die Bereiche Automotive, Elektronik, IT- und IKT-Dienstleistungen, Gesundheit, Bildung und Logistik. Zusätzliche Vorteile bieten strukturschwache Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, in denen erhöhte Förderquoten möglich sind.

Ein weiterer Standortvorteil sind moderne Industrie- und Gewerbezonen. Dazu zählt insbesondere die Trakia Economic Zone bei Plowdiw, die sich zu einem bedeutenden Industriecluster entwickelt hat. Ergänzend entstehen landesweit neue Industrieparks und Sonderwirtschaftszonen mit investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen über Ansiedlungsmöglichkeiten in besonderen Wirtschaftszonen erhalten Sie auf der Homepage der Investitionsförderagentur InvestBulgaria.

Förderinstrumente für Investitionen in Rumänien

Unternehmen, die in Rumänien investieren möchten, steht eine vielfältige Palette an Förderinstrumenten zur Verfügung. Einige davon möchten wir Ihnen vorstellen.

Zuschüsse
In wirtschaftsstrukturell schwächeren Regionen fördern die rumänische Regierung und die Europäische Union Investitionen. In einigen Gebieten kann die Förderung in Form von Zuschüssen bis zu 70 Prozent der Investitionskosten betragen. 

Darüber hinaus können Unternehmen in allen Landesteilen für 1,5 Jahre monatliche Gehaltszuschüsse für die Neueinstellung bestimmter Arbeitnehmergruppen erhalten, etwa für Berufseinsteigende, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, ältere Personen oder Langzeitarbeitslose. Zudem sind Zuschüsse für Qualifizierungsmaßnahmen bereits Beschäftigter möglich.

Abschreibungsmöglichkeiten und Steuervergünstigungen
Außerdem bestehen weitgehende Abschreibungsmöglichkeiten. So sind die Gewinne steuerfrei, die in Ausrüstungen reinvestiert werden.

Unternehmen können Ausgaben für Forschung und Entwicklung grundsätzlich zu 50 Prozent abschreiben. Eine vollständige Anrechnung ist möglich, falls das Unternehmen ausschließlich Forschung und Entwicklung betreibt.

Der Kauf von Grundstücken in Gewerbegebieten ist von der Grundsteuer befreit. Kommunen können zusätzlich Anreize gewähren, etwa eine kostenlose Erschließung von Grundstücken.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der German Tade & Invest (GTAI). Eine einmalige, kostenfreie Registrierung für den Online-Zugang ist für diesen Artikel notwendig.

Darüber hinaus können Unternehmen in allen Landesteilen für 1,5 Jahre monatliche Gehaltszuschüsse für die Neueinstellung bestimmter Arbeitnehmergruppen erhalten, etwa für Berufseinsteigende, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, ältere Personen oder Langzeitarbeitslose. Zudem sind Zuschüsse für Qualifizierungsmaßnahmen bereits Beschäftigter möglich.

Abschreibungsmöglichkeiten und Steuervergünstigungen
Außerdem bestehen weitgehende Abschreibungsmöglichkeiten. So sind die Gewinne steuerfrei, die in Ausrüstungen reinvestiert werden.

Unternehmen können Ausgaben für Forschung und Entwicklung grundsätzlich zu 50 Prozent abschreiben. Eine vollständige Anrechnung ist möglich, falls das Unternehmen ausschließlich Forschung und Entwicklung betreibt.

Der Kauf von Grundstücken in Gewerbegebieten ist von der Grundsteuer befreit. Kommunen können zusätzlich Anreize gewähren, etwa eine kostenlose Erschließung von Grundstücken.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der German Tade & Invest (GTAI). Eine einmalige, kostenfreie Registrierung für den Online-Zugang ist für diesen Artikel notwendig.

Projektentwicklungsprogramm (PEP) – Neuausrichtung stärkt Marktchancen deutscher Unternehmen

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die internationale Märkte erschließen möchten, ergeben sich vor allem im Bereich der Energie- und Umwelttechnologie neue Möglichkeiten.

Das PEP der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) zielt darauf ab, deutsche Unternehmen beim Markteintritt in ausgewählte Auslandsmärkte bei der Entwicklung und Umsetzung von Energieprojekten vor Ort zu unterstützen. Im Fokus stehen dabei Schwellen- und Entwicklungsländer mit wachsendem Bedarf an nachhaltigen Energielösungen.

 

In diesem Jahr wurde das Programm strategisch weiterentwickelt. Die wichtigsten Anpassungen sind:

  • Stärkerer Fokus auf Systemlösungen zur Energieversorgung der lokalen Industrieunternehmen
  • Intensivere Begleitung: Die teilnehmenden Unternehmen werden enger durch lokale Expertise und Durchführungsorganisationen unterstützt.
  • Gezielte Länderauswahl: PEP wird stärker auf Märkte konzentriert, in denen besonders hohe Chancen für deutsche Technologien bestehen.

Das PEP richtet sich vor allem an KMU aus der Energiebranche, die Interesse an internationalen Projekten haben und bereit sind, langfristig im Zielland zu investieren.

Das Programm bietet umfassende Unterstützung bei der Projektentwicklung vor Ort (Machbarkeitsanalyse und Partneridentifikation), dem Markteintritt durch lokale Büros und Expertinnen und Experten, dem Netzwerkzugang zu politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern sowie der Sichtbarkeit im Zielland durch offizielle deutsche Delegationsformate. PEP bietet keine klassische Zuschussförderung. Stattdessen wird die Vorentwicklung von Investitionsprojekten durch das BMWE finanziert und den KMU kostenfrei zur Verfügung gestellt. Weitere Vorteile für deutsche KMU sind zudem ein geringeres Marktrisiko, reduzierte Vorlaufkosten und qualifizierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Fragen können gezielt bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (pep@giz.de) gestellt werden.

Veranstaltungen

  • 19.08.2026 Zur Veranstaltung
    Gesellschaftsabend Ukraine, IHK Mittlerer Niederrhein, Neuss
  • 14.09.2026 Zur Veranstaltung
    14.-17.09.2026: Unternehmensreise Rumänien: Smart Industry and Nearshoring, NRW.Global Business. Anmeldeschluss: 17.07.2026
  • 08.09.2026 Zum Seminar
    Exportkontrolle in der Auftragsbearbeitung, Seminar, Holzwickede