Sichtlich stolz blickt Hamid Osman heute auf seinen im Jahr 2011 gegründeten Handwerksbetrieb, welchen er mithilfe eines von der NRW.BANK gewährten NRW.Mikrodarlehens ins Leben gerufen hat: Sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt er inzwischen an seinem Firmenstandort in Solingen, das Auftragsbuch ist laufend voll und die hochwertig gefertigten Grabmale zieren heute Ruhestätten in ganz Deutschland und über dessen Grenzen hinaus.
Was dem Firmeninhaber zur Zeit seiner Ankunft als geflüchteter Mensch in Deutschland noch als Hürde begegnete, wendete er mit der Gründung zu seinen Gunsten: seine hierzulande fremde Muttersprache. „Vor mir hat kein Steinmetz in Deutschland Grabmale mit handgravierten, arabischen Inschriften angeboten“, so Hamid Osman. „Arabisch ist sehr komplex und nutzt auch nicht das lateinische Zeichensystem. Da braucht es tiefe Sprachkenntnisse, um fehlerfrei zu gravieren.“ Neben Arabisch und Deutsch beherrscht der eingebürgerte ethnische Syrer zudem noch Kurdisch und Französisch – auch bei seinen Angestellten ist ihm Mehrsprachigkeit wichtig.





