Wie erfolgreich Förderung ist, zeigt sich nicht allein am Fördervolumen. Entscheidend ist auch, was sie für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft nachhaltig bewirkt. Mit unserem Wirkungsmanagement macht die NRW.BANK diese Veränderungen systematisch messbar – und gewinnt daraus Erkenntnisse, um ihre Förderung gezielt weiterzuentwickeln. Dr. Peter Stemper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, erklärt warum Wirkung für die Bank immer wichtiger wird.

Dr. Peter Stemper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, im Interview.
Dr. Peter Stemper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, im Interview.

Herr Dr. Stemper, warum beschäftigt sich die NRW.BANK mit Wirkung?

Förderbanken haben ihren Erfolg lange vor allem am Fördervolumen gemessen. Das bleibt eine wichtige Kennzahl. Aber sie sagt noch nicht, was wir mit unserer Förderung tatsächlich erreichen. Genau das wollen wir mit unserem Wirkungsmanagement besser verstehen: Welche Veränderungen stoßen wir für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen an? Wirkung ergänzt damit den Blick auf das Fördervolumen um eine entscheidende Perspektive.

Wie lässt sich eine solche Wirkung überhaupt messen?

Wir haben dafür Wirkungskategorien definiert, die zentrale Handlungsfelder Nordrhein-Westfalens abbilden. Dazu gehören unter anderem Klima, Energieversorgung, Digitalisierung und Innovation, Wettbewerb und Beschäftigung sowie Wohnraum. Für diese Kategorien haben wir Indikatoren entwickelt, mit denen wir die Wirkung unseres Fördergeschäfts systematisch und bereichsübergreifend erfassen können. Entscheidend sind dabei belastbare Daten. Denn je besser wir verstehen, was mit unserer Förderung erreicht wird, desto gezielter können wir daraus lernen.

Was wissen Sie dadurch heute, was Sie vorher nicht wussten?

Wir können die Ergebnisse unseres Fördergeschäfts wesentlich konkreter beschreiben. 2025 haben wir mit unserer Förderung beispielsweise dazu beigetragen, mehr als 46.100 Arbeitsplätze zu schaffen oder zu sichern. Rund 4.200 geförderte Vorhaben dienten dem Klimaschutz. Hinzu kommen fast 1.500 Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben. Gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen konnten im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung zudem rund 19.000 geförderte Wohneinheiten geschaffen werden. Solche Zahlen machen greifbar, was hinter einem Fördervolumen tatsächlich steht.

Wirkungsmanagement der NRW.BANK

Mit dem Wirkungsmanagement macht die NRW.BANK sichtbar, was ihre Förderung für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft bewirkt. Dafür erfasst und bewertet sie die Wirkung ihres Fördergeschäfts anhand verschiedener Kategorien und Indikatoren – etwa in den Bereichen Klima, Beschäftigung, Innovation und Wohnraum. Die Ergebnisse schaffen Transparenz und helfen dabei, Förderangebote gezielt weiterzuentwickeln.

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    Arbeitsplätze

    geschaffen und gesichert

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    Klimavorhaben

    gefördert

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    Wohneinheiten

    geschaffen und modernisiert

Welchen konkreten Nutzen hat dieses Wissen für die NRW.BANK?

Wirkungsmessung schafft zunächst Transparenz. Für uns geht es aber um mehr: Wir wollen die Erkenntnisse nutzen, um unsere Förderung weiterzuentwickeln. Wenn wir erkennen, welche Instrumente besonders wirksam sind oder wo Potenziale noch nicht ausreichend gehoben werden, können wir daraus Impulse für unsere Förderangebote ableiten. So wird Wirkungsmanagement zu einem strategischen Steuerungsinstrument und zu einem kontinuierlichen Lernprozess.

Bedeutet das, dass künftig nicht mehr das Fördervolumen, sondern allein die Wirkung zählt?

Nein. Das Fördervolumen bleibt wichtig. Aber wir wollen Erfolg umfassender betrachten. Entscheidend ist schließlich nicht nur, wie viel Kapital wir bereitstellen, sondern was dieses Kapital in Nordrhein-Westfalen bewegt. Unser Anspruch ist deshalb, beides zusammenzubringen: eine leistungsfähige Förderung und ein immer besseres Verständnis ihrer Wirkung. Denn wenn wir wissen, wo Förderung besonders viel bewirkt, können wir sie noch gezielter an den Herausforderungen und Bedarfen des Landes ausrichten.

Das Wirkungsmanagement der NRW.BANK