Herr Dr. Stemper, warum beschäftigt sich die NRW.BANK mit Wirkung?
Förderbanken haben ihren Erfolg lange vor allem am Fördervolumen gemessen. Das bleibt eine wichtige Kennzahl. Aber sie sagt noch nicht, was wir mit unserer Förderung tatsächlich erreichen. Genau das wollen wir mit unserem Wirkungsmanagement besser verstehen: Welche Veränderungen stoßen wir für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen an? Wirkung ergänzt damit den Blick auf das Fördervolumen um eine entscheidende Perspektive.
Wie lässt sich eine solche Wirkung überhaupt messen?
Wir haben dafür Wirkungskategorien definiert, die zentrale Handlungsfelder Nordrhein-Westfalens abbilden. Dazu gehören unter anderem Klima, Energieversorgung, Digitalisierung und Innovation, Wettbewerb und Beschäftigung sowie Wohnraum. Für diese Kategorien haben wir Indikatoren entwickelt, mit denen wir die Wirkung unseres Fördergeschäfts systematisch und bereichsübergreifend erfassen können. Entscheidend sind dabei belastbare Daten. Denn je besser wir verstehen, was mit unserer Förderung erreicht wird, desto gezielter können wir daraus lernen.
Was wissen Sie dadurch heute, was Sie vorher nicht wussten?
Wir können die Ergebnisse unseres Fördergeschäfts wesentlich konkreter beschreiben. 2025 haben wir mit unserer Förderung beispielsweise dazu beigetragen, mehr als 46.100 Arbeitsplätze zu schaffen oder zu sichern. Rund 4.200 geförderte Vorhaben dienten dem Klimaschutz. Hinzu kommen fast 1.500 Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben. Gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen konnten im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung zudem rund 19.000 geförderte Wohneinheiten geschaffen werden. Solche Zahlen machen greifbar, was hinter einem Fördervolumen tatsächlich steht.





