Ladbergen, nördlich von Münster. In einem Gewerbegebiet am Dortmund-Ems-Kanal stehen die beiden Druckbehälter, die rund einen halben Tag für das benötigen, was sonst Jahrmillionen dauert. „Diese Art Behälter nennt man auch Autoklaven“, sagt Max Brinkhege und zeigt auf die röhrenartigen Objekte, gut 20 Meter lang, mit einem Durchmesser von zweieinhalb Metern. Brinkhege gehört zu den Gesellschaftern der Biokohle Ladbergen GmbH & Co. OHG. Das Start-up ist ein gemeinschaftliches Pilot-Projekt der regionalen Firmen Brinkhege Biokohle, Kröner-Stärke und Kalkwerke Breckweg.
Das junge Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, in industriellem Maßstab Biokohle herzustellen. Im Gegensatz zur fossilen Kohle aus Bergwerken oder dem Tagebau hat die Biokohle aus dem Druckbehälter einen großen Vorteil: Sie gilt als CO2-neutral und klimaschonend. Daraus resultiert ein wirtschaftlicher Pluspunkt: Bei Ihrer Verwendung, etwa in der Stahl- und Zementproduktion, werden keine CO2-Emissionsabgaben fällig.





