Hohes Einsparpotenzial an CO2-Emissionen
„Wenn anstatt konventioneller Kohle Biokohle wie unsere verfeuert wird, lassen sich die CO2-Emissionen vermeiden, die nicht aus dem natürlichen Kreislauf stammen“, erläutert Max Brinkhege. Schon mit der Produktion der ersten geplanten Ausbaustufe der Ladberger Anlage würden, so Brinkhege, jährlich bis zu 6300 Tonnen CO2 eingespart. Doch bisher laufen die Autoklaven nicht auf Hochtouren. „Wir müssen noch einige Details in den Griff kriegen, was die Veredelung und Weiterverarbeitung des Brennstoffes betrifft“, sagt Brinkhege. „Die Herausforderungen sind aber allesamt technisch lösbar. Diese Anlage ist in ihrer Leistungsfähigkeit bisher einzigartig in Deutschland. Wir sind zuversichtlich, bald aus der Pilotphase hinaustreten zu können.“
Momentan würden bis zu zehn Tonnen Biokohle pro Tag hergestellt. Der Brennstoff gehe an Industrieunternehmen der Region. „Darunter sind Zementwerke, ein Stahlwerk und einige kleinere Firmen“, so Brinkhege. Die Abnehmer verwenden die Biokohle zunächst im Probebetrieb. Kontinuierliche Rückmeldungen sollen dabei helfen, die Beschaffenheit der Biokohle so anzupassen, dass sie in diesen und anderen Betrieben einen Teil der fossilen Kohle dauerhaft ersetzen kann. Die Zahl der Anfragen interessierter Unternehmen steige, so Brinkhege, stetig.



