Im Förderfeld Wohnraum wurde ein Neuzusagevolumen von 2,9 Milliarden Euro (Vj. 3,6 Mrd. €, -19%) erreicht. Auswirkungen auf das Fördervolumen hatten die insgesamt verringerte Bautätigkeit, steigende Baukosten, der Wegfall von Bundesförderprogrammen und das gestiegene Zinsniveau. Entsprechend wurde auch NRW.BANK.Wohneigentum weniger stark nachgefragt, als im Vorjahr (85,8 Mio. €, Vj. 168,3 Mio. €, -49%). Um das Programm im aktuellen Umfeld attraktiver zu gestalten und den Erwerb von Immobilien mehr Haushalten zu ermöglichen, hat die NRW.BANK zum 1. März 2023 die Einkommensgrenzen erhöht: Eine Familie mit zwei Kindern darf jetzt maximal 140.000 Euro verdienen, zuvor waren es noch 105.000 Euro.
Vom Volumen her positiv entwickelt hat sich hingegen die öffentliche Wohnraumförderung des Landes. Das Neuzusagevolumen stieg auf 1,1 Milliarden Euro (Vj. 957 Mio. €, +17,5%). Darunter hat sich das Ergebnis im Segment der Modernisierung mit rund 272,4 Millionen Euro verdoppelt (Vj. 137,2 Mio. €, +98,5%). Hintergrund ist, dass viele Wohnungsunternehmen auf die schwierigen Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau damit reagiert haben, ihre Investitionen vor allem in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände zu lenken.
Im Förderfeld Infrastruktur/Kommunen hat die NRW.BANK 2022 6,0 Milliarden Euro vergeben und damit 35 Prozent mehr als im Vorjahr (4,4 Mrd. €). Auch hier standen Fördermaßnahmen im Rahmen akuter Sondersituationen sowie die nachhaltige Transformation im Fokus.
Mit 910,0 Millionen Euro unterstützte die NRW.BANK Universitätskliniken bei der Optimierung ihrer bestehenden Finanzierungsstrukturen. Zudem half sie mit 82,9 Millionen Euro Kommunen bei der Unterbringung Geflüchteter. 60,4 Millionen Euro gingen in die Liquiditätshilfe Unwetter (Vj. 148,5 Mio. €, -59%).
Stark nachgefragt wurde außerdem das Programm NRW.BANK.Energieinfrastruktur mit einem Neuzusagevolumen in Höhe von 838,6 Millionen Euro (Vj. 672,4 Mio. €, +25%), nachdem dieses bereits im Vorjahr ein Plus von 36 Prozent verzeichnet hatte.