Bewältigung der Folgen extremer Wetterereignisse im Privat- und Körperschaftswald (FöRl Extremwetterfolgen)

Fördernehmer:
Gewerbliche Unternehmen; Privatpersonen; Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft; Verbände & Vereine; Kommunen & Kommunalverbände
Förderthemen:
Umweltschutz
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Land NRW
Ansprechpartner:
Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • natürliche Personen,
  • juristische Personen des Privat- und öffentlichen Rechts

als Eigentümer oder Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen in Nordrhein-Westfalen sowie

  • forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Verwendungszweck

Es werden Zuwendungen für Waldschutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Sicherung von Waldökosystemen, die durch die Folgen von Extremwetterereignissen auf Nadelwaldflächen erforderlich werden, gewährt.

Gefördert werden folgende Maßnahmen:

  • Räumung von Kalamitätsflächen nach Extremwetterereignissen,
  • insektizidfreie Waldschutzmaßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung von Schadorganismen sowie Maßnahmen zur Sicherung von Waldökosystemen,
  • Holzlagerplätze (Nass- und Trockenlager).

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderhöhe:
    • bis zu 50.000 € bezogen auf das jeweilige Antragsjahr
    • Für Waldgenossenschaften nach dem Gemeinschaftswaldgesetz erhöht sich die Förderhöchstgrenze um den Betrag von 2.500 € je angefangene 50 Hektar Mitgliedsfläche.
    • Der Betrag gilt bei forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen für jedes einzelne Mitglied.
    • Für den Bau von Nass- und Trockenlagern gilt keine Förderhöchstgrenze.
  • Förderumfang: i.d.R. 80% der förderfähigen Ausgaben
  • Bagatellgrenze: je Antrag
    • 1.000 € bei Maßnahmen im Privatwald, bei forstlichen Zusammenschlüssen und anerkannten Religionsgemeinschaften
    • 12.500 € bei Maßnahmen im Kommunalwald

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Die Maßnahme muss  in unmittelbarem Zusammenhang mit der Bewältigung von Schäden durch Extremwetterereignisse und deren Folgen stehen.
  • Der Antragsteller muss Eigentümer der begünstigten Flächen sein oder bei Pacht und Miete eine schriftliche Einverständniserklärung des Eigentümers vorlegen.
  • Die Maßnahmen dürfen nicht als Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen bei Eingriffen in Natur oder Landschaft oder im Rahmen des Ökokontos im Sinn der naturschutzrechtlichen Regelungen oder als Nebenbestimmung einer Waldumwandlungsgenehmigung beziehungsweise in einem förmlichen Verwaltungsverfahren mit Konzentrationswirkung gefordert sein.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Bund und Länder sowie juristische Personen, deren Kapitalvermögen sich zu mindestens 25% in den Händen dieser Körperschaften befindet.
  • Nicht ausgeschlossen sind Waldgenossenschaften nach dem Gemeinschaftswaldgesetz und andere Genossenschaften mit Staatswaldanteilen über 25%, sofern die Maßnahmen ohne Bundesbeteiligung finanziert werden.

Antragsverfahren

Anträge sind unter Verwendung der Antragsformulare zu stellen.

Antragstelle ist der Landesbetrieb Wald und Holz.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2023.

Quelle

Runderlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) vom 23.05.2019, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 10 vom 07.06.2019, S. 225; zuletzt geändert durch Runderlass des MULNV vom 30.09.2020, Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen Nr. 25b vom 01.10.2020, S. 591b

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen auf den Internetseiten des Landesbetriebs Wald und Holz:

Kontakt

Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

Albrecht-Thaer-Straße 34

48147 Münster

Telefon:0 251 91797-0

Fax:0 251 91797-100

E-Mail: info@wald-und-holz.nrw.de

Internet: https://www.wald-und-holz.nrw.de

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