Daten werden für Unternehmen zunehmend zum strategischen Produktionsfaktor. Gleichzeitig schafft die Europäische Union mit dem Data Act neue Regeln für den Zugang zu und die Nutzung von Daten, die etwa durch Maschinen, Anlagen oder andere vernetzte Produkte entstehen. Seit September 2025 gelten wesentliche Teile der Verordnung. Ab dem 12. September 2026 kommen weitere Vorgaben hinzu: Neue vernetzte Produkte und verbundene Dienste müssen dann grundsätzlich so gestaltet sein, dass Nutzende auf die erzeugten Daten einfach und sicher zugreifen können. Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Unternehmen ihre Datenbestände technisch, organisatorisch und rechtlich beherrschbar machen.

Parallel dazu rückt mit dem Cyber Resilience Act die Sicherheit digitaler und vernetzter Produkte stärker in den Mittelpunkt. Für Unternehmen entstehen daraus Anforderungen, die nicht isoliert von anderen Digitalisierungsprojekten betrachtet werden sollten. Transparenz über Daten, Prozesse und Systeme kann gleichzeitig dabei helfen, regulatorische Vorgaben umzusetzen, Risiken zu beherrschen und bessere Voraussetzungen für digitale Geschäftsmodelle zu schaffen.

Genau diesen Zusammenhang greift die IHK zu Dortmund in ihrer Veranstaltung ‚Zwei EU-Gesetze, ein Wettbewerbsvorteil - Data Act, CRA und KI in der Praxis‘ auf. Gemeinsam mit Experten der Materna SE geht es unter anderem darum, welche Folgen die beiden EU-Regelwerke für Hersteller, Betreiber und Verantwortliche vernetzter Produkte haben und wie Unternehmen regulatorische Anforderungen in einen strategischen Vorteil übersetzen können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung strukturierten Unternehmenswissens als Grundlage für datenbasierte Anwendungen und KI-Lösungen.

Die Veranstaltung findet am 30. September 2026 von 09:00 bis 13:00 Uhr in der IHK zu Dortmund statt. Angesprochen sind insbesondere Fach- und Führungskräfte aus Digitalisierung, IT, Produktmanagement, Compliance und Unternehmensentwicklung sowie Unternehmen, die vernetzte Produkte entwickeln, herstellen, betreiben oder verantworten. Im Anschluss an den fachlichen Teil ist Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch vorgesehen. Die Teilnahme ist kostenlos.

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