Die Initiative ‚FRAUEN unternehmen‘ setzt auf Unternehmerinnen als Vorbilder. Sie sollen Mädchen und Frauen für berufliche Selbstständigkeit sensibilisieren und unternehmerische Perspektiven sichtbar machen. Für die weitere Umsetzung schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Leistungen der Geschäftsstelle neu aus. Die Ausschreibung wurde Anfang September 2026 veröffentlicht.

Mit der Neuvergabe sind auch inhaltliche Weiterentwicklungen verbunden. Die künftige Geschäftsstelle soll neue Maßnahmen entwickeln und die Arbeit der sogenannten Vorbild-Unternehmerinnen unterstützen. Zusätzlich zu Berufs- und Hochschulen sollen stärker allgemeinbildende Schulen angesprochen werden. Ziel ist es, frühzeitig unternehmerische Rollenbilder zu vermitteln und einer klischeebehafteten Berufswahl entgegenzuwirken.

Vorgesehen ist außerdem eine stärkere Zusammenarbeit mit weiteren Programmen und Projekten. Dazu zählen beispielsweise Aktivitäten rund um Gründungsbildung an Schulen. Zugleich ist ‚FRAUEN unternehmen‘ Bestandteil des gemeinsamen Aktionsplans ‚Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand‘. Die Weiterentwicklung ist damit in eine breitere Strategie zur Stärkung weiblichen Unternehmertums eingebettet.

Für das Innovations- und Gründungsökosystem ist insbesondere die geplante Erweiterung des Netzwerks relevant. Nach den Unterlagen sollen stärker Unternehmerinnen aus Handwerk, MINT, Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung sowie Unternehmensnachfolgerinnen einbezogen werden. Damit könnten künftig zusätzliche Schnittstellen zu innovationsorientierten Gründungen und mittelständischen Unternehmen entstehen. Die Angebotsfrist des veröffentlichten Vergabeverfahrens läuft nach den verfügbaren Vergabeinformationen bis zum 1. Oktober 2026.

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