Mit der Förderrichtlinie „Sicher in die digitale Zukunft – Cyberresiliente Gesellschaft durch sichere menschenzentrierte IT-Systeme“ rückt das BMFTR eine Herausforderung in den Mittelpunkt, die mit fortschreitender Digitalisierung weiter an Bedeutung gewinnt: Sicherheitslösungen müssen nicht nur technisch wirksam sein, sondern auch im praktischen Alltag funktionieren. Die Fördermaßnahme ist Teil des Forschungsrahmenprogramms „Digital. Sicher. Souverän.“ und zahlt zugleich auf die Hightech Agenda Deutschland ein.
Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die neue Technologien, Verfahren und Methoden für eine benutzbare und menschenzentrierte Cybersicherheit entwickeln oder bestehende Lösungen verbessern und praktisch erproben. Damit adressiert die Ausschreibung insbesondere die Schnittstelle zwischen technologischer Sicherheit, Anwenderfreundlichkeit und tatsächlichem Verhalten von Nutzerinnen und Nutzern. Für innovative Unternehmen können sich daraus Anknüpfungspunkte unter anderem bei sicheren digitalen Anwendungen, Authentifizierung, Interaktionskonzepten oder neuen Security-by-Design-Ansätzen ergeben.
Für KMU und technologieorientierte Unternehmen ist die Ausschreibung vor allem dann interessant, wenn eigene Kompetenzen im Bereich IT-Sicherheit mit wissenschaftlichen oder weiteren technologischen Partnern verbunden werden können. Menschenzentrierte Sicherheitskonzepte gewinnen an Bedeutung, weil selbst leistungsfähige technische Schutzmaßnahmen ihre Wirkung verlieren können, wenn sie im Unternehmensalltag zu komplex sind, umgangen werden oder Fehlbedienungen begünstigen.
Der Bewerbungszeitraum läuft vom 24. August bis zum 15. Oktober 2026.
Zusätzlich ist für den 2. September 2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr eine Informationsveranstaltung zur Bekanntmachung vorgesehen. Unternehmen mit passenden Forschungs- und Entwicklungsideen sollten insbesondere prüfen, ob sich ihr Vorhaben in einen Verbund einordnen und klar auf einen technologischen Beitrag zur Cyberresilienz ausrichten lässt.

