Mit dem Förderaufruf „Defence.Tech.NRW“ sollen technologische Kompetenzen in Nordrhein-Westfalen gebündelt und weiterentwickelt werden. Eine unabhängige Jury hat 24 Vorhaben zur Förderung empfohlen. Für die Umsetzung stehen insgesamt 28,4 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 bereit. Die Projekte beschäftigen sich mit unterschiedlichen technologischen Herausforderungen – von der Drohnenabwehr über KI-Anwendungen bis hin zu Kommunikations- und Produktionslösungen.
Ein Schwerpunkt liegt auf Technologien, die nicht ausschließlich für militärische Anwendungen relevant sind. Viele der geförderten Entwicklungen verfolgen einen Dual-Use-Ansatz und können damit auch im zivilen Bereich eingesetzt werden. Beispiele sind Lösungen zum Schutz kritischer Infrastrukturen, robuste Kommunikationssysteme, KI-gestützte Cyberabwehr oder Technologien für Krisen- und Katastropheneinsätze.
Für den Innovationsstandort NRW ist insbesondere die Verbindung von industrieller Basis, Mittelstand und Forschungslandschaft relevant. Der Förderansatz richtet sich auch an kleine und mittlere Unternehmen, die gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und weiteren Partnern technologische Lösungen entwickeln. Damit können Kompetenzen aus etablierten Branchen in neue sicherheitsrelevante Anwendungsfelder übertragen werden.
Über die einzelnen Projekte hinaus zielt die Initiative darauf, technologische Abhängigkeiten zu verringern und europäische Wertschöpfungsnetze zu stärken. Für innovative Unternehmen in Nordrhein-Westfalen kann daraus ein wachsendes Anwendungs- und Kooperationsfeld entstehen – insbesondere in Bereichen wie KI, Robotik, Sensorik, Werkstoffen, Kommunikation und Cybersicherheit.

