Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Newsletter stellen wir Ihnen zwei Förderprogramme der EU aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Klimaschutz vor. Zudem erfahren Sie mehr über Förderangebote für junge Unternehmen in Portugal und die Unterstützung deutsch-polnischer Forschungsprojekte.

Ihre EU- und Außenwirtschaftsförderung der NRW.BANK

MANUFACTergy: Europäische Förderung für energieeffiziente und digitale Fabriken

Insbesondere KMU der Möbel- und Bauindustrie profitieren von EU-Fördermitteln. Auch deutsche Fertigungsunternehmen finden hier gute Chancen zur Modernisierung.

Das MANUFACTergy-Projekt unterstützt KMU aus der Möbel- und Bauindustrie in EU-Staaten dabei, ihre Produktion energieeffizienter und digitaler zu gestalten. Die Förderung erfolgt in zwei aufeinander aufbauenden Phasen und setzt auf die Zusammenarbeit mit externen Experten (Solution Providers).

Zweistufige Pauschalen
Die erste Phase (FACTORY CHECK-IN) bietet einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro pro Projekt für Design Studies zur Analyse von Energieverbrauch und Planung von Innovationen – in Partnerschaft mit Solution Providers.

Die zweite Phase (FACTORY TRANSITION) folgt mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 50.000 Euro für die Umsetzung digitaler und energieeffizienter Technologien.
Der Maximalbetrag des Zuschusses liegt insgesamt bei 60.000 Euro.

Europäische Reichweite
Zudem fördert das Programm grenzüberschreitende Kooperationen mit Partnern aus acht Ländern (unter anderem Rumänien, Spanien, Italien, Tschechien). KMU können bis 90 Prozent der Kosten erstattet bekommen, mit mindestens 10 Prozent als Eigenanteil des Unternehmens.

Antragstellung und Beratung
Anträge für Phase 1 werden online über die EU-Survey-Plattform gestellt (Frist: 17. April 2026).

Für Phase 2 (Start: Oktober 2026) folgt ein separates Verfahren. Unterstützung erhalten Unternehmen bei der zentralen Helpdesk-Stelle info@hygia.ro oder andreea.toma@hygia.ro.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Portugal fördert junge Unternehmen

Der Standort ist als Präsenz für deutsche Unternehmen interessant. Insbesondere Tech-Firmen finden dort gute Marktbedingungen vor.

Die Startup-Landschaft in Portugal ist vielfältig und international vernetzt, nicht zuletzt aufgrund des verhältnismäßig kleinen Binnenmarkts. Der südeuropäische Staat unterstützt junge Unternehmen.

Eigenkapitalfinanzierungen
So stellt die nationale Förderbank „Banco de Fomento“ Eigenkapital für die Frühphasenfinanzierung zur Verfügung. Der Eigenkapitalbeitrag pro Unternehmen liegt zwischen 50.000 und 1,5 Millionen Euro.

Zudem unterstützt die Förderbank gemeinsamen mit privaten Gesellschaften wachstumsstarke Startups und bietet Eigenkapitalfinanzierungen an.

Steuerliche Anreize
Darüber hinaus gewährt der portugiesische Staat jungen Unternehmen aus dem Technologiebereich Steuernachlässe. Hochqualifiziertes Personal von Firmen, die sich in Portugal niederlassen, können eine konstante Rate von 20 Prozent bei der Einkommensteuer über zehn Jahre erhalten.

Zudem werden Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen in Portugal gefördert. Unternehmen können einen Teil ihrer Kosten direkt mit der Körperschaftsteuer verrechnen.

VISA-Erleichterungen
Für Gründer aus dem Ausland werden spezielle Visa-Programme für das Personal aus Staaten außerhalb der EU angeboten: „Startup Visa“ sorgt für ein beschleunigtes Verfahren zur Erlangung des Aufenthaltsstatus für Gründer mit innovativen Geschäftsideen.

In Ergänzung dazu fördert das „Tech Visa“-Programm hochqualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten und Unternehmen bei der Einstellung von Nicht-EU-Spezialisten.

Beide Programme werden von der portugiesischen Agentur zur Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen und Innovationen (IAPMEI) begleitet.

 

Weitere Informationen zur Startup-Szene in Portugal stellt die staatliche Förderagentur „German Trade and Invest“ in einem online verfügbaren Artikel zusammen.

Förderung für deutsch-polnische Forschungsprojekte

Innovative Unternehmen können gemeinsam mit polnischen Partnern Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsprojekte erhalten.

Die deutsch-polnische Ausschreibung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) unterstützt Firmen dabei, neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen zu entwickeln und gemeinsam zur Marktreife zu bringen. Das Programm richtet sich besonders an KMU, die international kooperieren wollen.

Bilaterale Forschungs und Entwicklungsprojekte
Gefördert werden Verbünde mit mindestens einem deutschen KMU und einem polnischen Unternehmen oder einer polnischen Forschungseinrichtung. Die Projekte sollen klar innovativ sein, am internationalen Stand der Technik ansetzen und in der Regel 24 bis 36 Monate andauern.

Förderzuschüsse
Für ein deutsches Unternehmen liegt der maximale Zuschussbetrag bei 336.000 Euro.

Antragstellung
Alle Projektpartner reichen zunächst gemeinsam ein englisches „Proposal Application Form“ bis zum 30. April 2026 bei der AiF Projekt GmbH ein. Parallel dazu stellen die deutschen Unternehmen ihren ZIM-Antrag beim Projektträger AiF.

Beratung und Unterstützung
Die AiF Projekt GmbH informiert über Förderfähigkeit, Antragstellung und Fristen. Es wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit der Institution aufzunehmen, um Projektidee und Vorgehen abzustimmen.

Weitere vertiefende Informationen zum ZIM stehen online zur Verfügung.

Veranstaltungen

  • 16.04.2026 Zum Webinar Luxemburg
    Webinarreihe „Mitarbeiterentsendung in Europa“, NRW.Europa/ IHK.
  • 30.04.2026 Zum Webinar Frankreich
    Webinarreihe „Mitarbeiterentsendung in Europa“, NRW.Europa/ IHK.
  • 20.04.2026 Zur Veranstaltung
    20.-23.04.2026: Kooperationsbörse auf der Hannover Messe 2026 – internationale Partner finden.
  • 27.05.2026 Zur Veranstaltung
    Wirtschaftstag Japan in Düsseldorf
  • 17.06.2026 Zur Veranstaltung
    Fördersprechtag USA, Online-Einzelgespräche