Liebe Leserinnen und Leser,

in unserem ersten Newsletter des Jahres stellen wir Ihnen eine aktuelle Förderinitiative des Bundes vor, die Investitionen in der Ukraine unterstützt. Zudem berichten wir über Förderanreize für Vorhaben in Spanien und informieren über neue Fördermöglichkeiten für europäische Kooperationsprojekte in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation.

Ihre EU- und Außenwirtschaftsförderung der NRW.BANK

UkraineConnect – Wiederaufbau gestalten und unterstützen

Der Bund bietet ein Förderprogramm für deutsche Investitionen in der Ukraine an.

Bereits vor einiger Zeit hat die Bundesregierung die „Wiederaufbauplattform Ukraine“ initiiert, auf der sie nun Fördermittel für die Unterstützung von mittelständischen Investitionen aus Deutschland und Europa in der Ukraine zur Verfügung stellt.

Konkret sollen sowohl der erstmalige Markteintritt als auch Investitionen in den Ausbau wirtschaftlicher Aktivitäten in und mit der Ukraine gefördert werden. Das Programm UkraineConnect wird durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) durchgeführt.

Die Förderung erfolgt als Darlehensfinanzierung von 250.000 bis fünf Millionen Euro, in der Regel unbesichert, bei Laufzeiten zwischen drei bis zu sieben Jahren. Dabei werden eine flexible Tilgungs- und Zinsstruktur sowie bedarfsgerechte Tilgungsfreijahre angeboten.

Besonders unterstützenswerte Vorhaben können von einer zusätzlichen Zinsermäßigung profitieren. Die Investition kann zudem gegen Kriegsrisiken mit den Auslandsinvestitionsgarantien des Bundes abgesichert werden.

Weitere Details zu Antragsstellung und Verfahrensprozedere finden Sie hier: UkraineConnect | DEG

Interessierte können sich hier informieren und kostenfrei registrieren.

Förderanreize in Spanien

Als eine der größten Volkswirtschaften in der EU ist Spanien als Investitionsstandort interessant. Insbesondere verfügt das Land über einen stark ausgeprägten Dienstleistungssektor. Investitionen ausländischer Unternehmen sind willkommen.

Neben der Größe des nationalen Markts und des damit verbundenen hohen Nachfragepotentials sorgen die weit ausgebaute Verkehrsinfrastruktur, die vorangeschrittene Digitalisierung und der stabile Industriesektor für ein gutes Investitionsklima.

Förderdarlehen
Der spanische Staat fördert ausländische Direktinvestitionen auf nationaler und regionaler Ebene. So bieten beispielsweise die staatliche Gesellschaft zur Finanzierung innovativer und mittelständischer Unternehmen (ENISA) und das „Instituto de Credito Oficial“ (ICO), die Förderbank des Landes, zinsgünstige Darlehen zur Finanzierung von Investitionen an.

Zuschüsse
Für spezielle Vorhaben und Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung bieten staatliche Stellen Zuschüsse an. Im Fokus dieser Förderung stehen kleine und mittelständische Unternehmen.

Zudem unterstützt der Staat Investitionen in wirtschafts- und strukturschwächeren Regionen. Die Förderquote, das heißt der Anteil des Zuschusses an den förderfähigen Kosten, variiert regional und nach Unternehmensgröße. Je niedriger die Wirtschaftskraft einer Region ausfällt und je kleiner das Unternehmen ist, desto höher ist die Förderquote. So beträgt die Zuschussquote für kleine Unternehmen aktuell bis zu 70 Prozent.

Steuervergünstigungen
Beispielhaft sind in diesem Zusammenhang die kanarischen Inseln. Dort können Unternehmen von Vergünstigungen bei zahlreichen Steuerarten profitieren, zum Beispiel in Form eines reduzierten Körperschaftssteuersatzes.

Nähere Informationen können Sie auch unserer „Fördermittelinformation Spanien“ entnehmen.

Bei individuellen Anfragen zu Finanzierungs- und Förderthemen für Vorhaben in Spanien kontaktieren Sie uns gerne:

Dr. Klaus-Hendrik Mester

NRW.BANK

Tel.: 0211 91741 6622

E-Mail: klaus-hendrik.mester@nrwbank.de

Eurostars 3: Förderung multilateraler Projektkooperationen

Innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können bis Mitte März 2026 gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern Ideen für gemeinsame Konzeptvorschläge einreichen.

Eurostars 3 ist ein themen- und technologieoffenes sowie marktnahes Förderprogramm von über 30 Ländern. Als ein Instrument der europäischen Forschungsinitiative Eureka startete die zehnte Ausschreibungsrunde. Ziel von Eurostars 3 ist es, die europäische Zusammenarbeit von KMU in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu unterstützen.

Das Programm richtet sich an innovative KMU, die gemeinsam mit ihren Partnern (große Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute), folgende Pläne verfolgen:

  • Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit von KMU
  • Stärkung des europäischen Binnenmarktes
  • Kooperative Lösung länderübergreifender Herausforderungen

In multilateralen Projektkooperationen sollen neue oder verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickelt werden. In das Vorhaben müssen mindestens zwei Teilnehmende aus zwei Eurostars-Ländern eingebunden sein. Hier können Sie die ausführlichen Teilnahmevoraussetzungen einsehen.

Die Gesamtförderung erfolgt aus Mitteln des ehemaligen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), das heute das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist. Sie beträgt für die deutschen Partner maximal 500.000 Euro. Die Zuwendung wird als Zuschuss gewährt. Die maximale Projektlaufzeit bei Antragstellung beträgt drei Jahre.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Eurostars-Homepage. Alle relevanten Guidelines und Anleitungen für die Antragstellung finden Sie hier. Es wird eine vorherige Kontaktaufnahme beim

Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) in Bonn unter Eurostars@dlr.de oder Telefon: +49 228 3821 1380 empfohlen. Anmeldeschluss ist der 19. März 2026.

Veranstaltungen

  • 10.02.2026 Zum Online-Seminar
    Das EU-Mercosur-Abkommen: Aktueller Stand und Geschäftschancen für deutsche Unternehmen in Brasilien und Argentinien
  • 19.02.2026 Zur Veranstaltung
    Deutsch-Polnischer Unternehmensdialog in Nordrhein-Westfalen, Essen
  • 19.02.2026 Zur Veranstaltung
    19./20.02. Successful R / I N, Networking Event, Düsseldorf
  • 03.03.2026 Zur Veranstaltung
    Deutsch-Afrikanisches Wirtschaftsforum Nordrhein-Westfalen, Präsenzveranstaltung, Dortmund