Am 16. Oktober 2024 wurde der Umweltwirtschaftspreis.NRW zum dritten Mal verliehen. Der Preis würdigt Unternehmen, die Umwelt- und Klimaschutz sowie wirtschaftlichen Erfolg auf beeindruckende Weise verbinden. Unternehmen der Green Economy in NRW hatten auch 2024 wieder die Chance auf Preisgelder in Höhe von insgesamt 60.000 EUR. Hier erfahren Sie, welche Unternehmen 2024 die Jury mit ihren innovativen Geschäftsmodellen überzeugt haben.

Klicken Sie sich durch die Preistragenden und Nominierten der vergangenen Jahre:

  

Die Preisträger des Umweltwirtschaftspreis.NRW 2024

Nominierte 2024

  • Teilmarkt: Energieeffizienz und Energieeinsparung / Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Ort: Bad Berleburg
  • Website: www.bikar.com/de_DE

BIKAR-METALLE hat mit der BIKAR ZONE ein vollautomatisiertes Zuschnittzentrum für Aluminiumplatten entwickelt. Robotik, digitale Prozesse und fortschrittliche Metallverarbeitungs-Technologien senken den Rohstoffbedarf und die Treibhausgas-Emissionen gegenüber vergleichbaren, manuellen Werken signifikant. Die hochpräzise Vermessungs-, Handlling- und Schneidetechnik reduziert den Materialverbrauch, woraus sich eine jährliche Einsparung von rund 140 Tonnen Material ergibt. Anfallende Metallspäne werden automatisch abgesaugt, sortenrein getrennt zu Pellets gepresst und gemeinsam mit Kernschrotten und Kundenabfällen recycelt. Die Anlagensteuerung erfolgt mittels eigens entwickelter Software und Algorithmen. Dabei werden kontinuierlich Produktionsdaten erhoben, unter anderem zum Energieverbrauch. Das ermöglicht BIKAR METALLE, präzise Nachhaltigkeitsberechnungen anzustellen, Prozessanforderungen zu überwachen und die Anlageneffizienz kontinuierlich zu optimieren.

  • Teilmarkt: Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Ort: Dortmund
  • Website: www.cunaproducts.de

CUNA ist das deutschlandweit erste und bisher einzige biobasierte Mehrwegsystem. Die nachhaltigen Becher und Bowls, die in gastronomischen Betrieben und bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen, bestehen aus biologischem Polyethylen. Dieser pflanzliche Kunststoff speichert mehr CO2, als er wiegt, und wird aus einem Abfallprodukt der Zuckerproduktion gewonnen, wodurch für die Herstellung keine Pflanzen eigens gesetzt, bewässert und gedüngt werden müssen. Die schadstofffreien Mehrwegbecher können bis zu 350-mal gereinigt und somit wiederverwendet werden. Ausgediente Becher führt CUNA Products zurück in den Kreislauf: Sie werden wieder zu Granulat für die Produktion neuer Mehrweg-Behälter verarbeitet, die zu je einer Hälfte aus neuem und recyceltem Material hergestellt werden.

  • Teilmarkt: Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft; Nachhaltige Holz- und Forstwirtschaft; Energieeffizienz und Energieeinsparung; Wasserwirtschaft
  • Ort: Bonn
  • Website: wwww.gruene-linie.net

Das Bestattungshaus Hebenstreit & Kentrup rief im Jahr 2017 das Bestatternetzwerk „GRÜNE LINIE“ ins Leben, welches neue Maßstäbe für nachhaltige Bestattungspraktiken setzt. Bundesweit beteiligen sich inzwischen ca. 100 Bestattungsunternehmen und bieten umweltgerechte Bestattungen an. Dabei wird die Lieferkette optimiert: Die verwendeten, nachhaltigen Materialien, Pflanzen und Grabsteine werden von lokalen Unternehmen geliefert. Für Särge, Innenausstattungen, Bekleidung und Urnen werden biologisch abbaubare Produkte verwendet. Zudem wird die Biodiversität auf Friedhöfen aktiv gefördert, indem die Flächen ökologisch optimiert gestaltet sowie gepflegt werden. Zum Beispiel werden Pflanzen gesetzt, die wenig Wasser benötigen. Hebenstreit & Kentrup stellt außerdem regelmäßig Referenten zum Thema nachhaltige Begräbnisse bei Vorträgen und Gesprächsrunden. Die Initiative setzt sich damit öffentlichkeitswirksam für eine nachhaltige Vorgehensweise ein, die darauf abzielt, stattgefundene Entwicklungen hin zu industriellen und umweltschädlichen Praktiken rückgängig zu machen.

  • Teilmarkt: Wasserwirtschaft; Minderungs- und Schutztechnologien
  • Ort: Aachen
  • Website: www.hydrotec.de

Die Softwarelösung Starkregen WebViewer, basierend auf HydroAS MapView, erzeugt aus hydronumerischen Modellberechnungen Karten-Animationen, die den Verlauf einer Überflutung durch Starkregen bzw. ein Hochwasserereignis visualisieren. Hydrotec hat mit dieser Software eine digitale Lösung für die Risikokommunikation bei Starkregenereignissen entwickelt, die frühzeitige Vorsorge- und Schutzmaßnahmen ermöglicht und einen Beitrag zur Schadensminderung leistet. Kommunen können diese animierten Gefahrenkarten online veröffentlichen sie damit ihren Bürgerinnen und Bürgern, Einsatzkräften und der Kommunalverwaltung zugänglich machen. Die integrierte Kommentarfunktion ermöglicht einen interaktiven Informationsaustausch. Die ebenfalls enthaltene Adresssuche dient der besseren Orientierung bei der Nutzung der Karte und erleichtert es, betroffene Stellen zu identifizieren. Nutzende können zudem präzise Daten zum Wasserstand sowie zur Fließgeschwindigkeit einsehen.

In den Produktionsprozessen vieler Branchen – wie Stahl, Eisen, Glas, Chemie und Lebensmittel – werden Brenner für Thermoprozess-Anlagen eingesetzt, die CO2-Emissionen verursachen. Mit dem patentierten Rekuperatorbrenner iRecu® will Kueppers Solutions Industrieunternehmen durch eine zukunftssichere, dekarbonisierte Produktionsweise in die Energiewende begleiten. Die bestehenden Anlagensysteme der Produktionsstätten können schnell und einfach durch den Austausch des vorhandenen Brenners umgerüstet werden – die flexible Bauform des iRecu® macht dies möglich. Die Technologie arbeitet mit unterschiedlichen Brennstoffkanälen, sodass sowohl die Verbrennung von Erdgas als auch von grünem Wasserstoff möglich ist. Die hohe Effizienz des Brenners ermöglicht während der Transformationsphase Energie- und CO2-Einsparungen. Sobald eine CO2-freie Produktion mit grünem Wasserstoff möglich sein wird, können die Anlagen mit dem iRecu® ohne erneuten Umbau weiterbetrieben werden.

Membion hat eine ressourceneffiziente Membranfiltertechnologie für die Abwasseraufbereitung in Kläranlagen entwickelt. Jeder Filter besteht aus einem Bündel hohler, dünner Röhrchen mit porösen Kunststoff-Wänden. Diese Bündel werden in den Schlamm von Kläranlagen getaucht, aus welchem anschließend kristallklares Wasser durch die Hohlfasermembranen abgesaugt wird. Die winzigen Poren filtern effektiv Problemstoffe wie Krankheitserreger, Spurenstoffe und Mikroplastik aus dem Abwasser. Beim Betrieb der Membion-Membranfilter wird der Energiebedarf für die Filterspülung – das ist bei Membrankläranlagen die größte Energie- und Betriebskostenquelle – um bis zu mehr als 90 Prozent gesenkt. Eine Gemeinde mit wenigen tausend Einwohnenden kann dadurch Stromeinsparungen von hunderttausenden Euro erzielen. Der hoch automatisierte Produktionsprozess erfolgt darüber hinaus frei von Chemikalien und senkt den Abwasseranfall bei der Filterherstellung um rund 90 Prozent.

  • Teilmarkt: Energieeffizienz und Energieeinsparung; Umweltfreundliche Energiewandlung, -transport und -speicherung
  • Ort: Paderborn
  • Website: windcores.de

Bis zu vier Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen werden durch den Betrieb von Internet und Computern verursacht, Tendenz steigend. Die Paderborner WestfalenWIND IT GmbH & Co KG, Teil der WestfalenWIND Unternehmensgruppe, hat mit ihrer Marke windCORES eine besonders CO2-effiziente Lösung für digitale Prozesse in Unternehmen geschaffen: Sie nutzt den freien Raum und die Infrastruktur in bestehenden Windenergieanlagen, um Cloud- und Colocation-Rechenzentren zu betreiben. Gespeist mit sauberem Ökostrom, oft aus Überkapazitäten, sorgen leistungsfähige Netz- und Datenanbindungen für einen stabilen und nachhaltigen Datenverkehr. Während herkömmliche Rechenzentren pro Kilowattstunde Strom im Jahr 2021 rund 420 Gramm CO2 ausstießen, waren es bei den windCores lediglich 10,75 Gramm. Durch die Doppelnutzung können zudem Neubauten für IT-Zentren vermieden werden. Damit leistet windCORES einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Digitalisierung.

Die Preisträger des Umweltwirtschaftspreis.NRW 2022

Nominierte 2022

  • Teilmarkt: Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Ort: Münster
  • Website: www.aquaburg.com

Die AquaWand ist eine mobile Hochwasserschutzwand, die sich schnell und einfach errichten lässt. Sie wird vor Ort in einem im Boden eingelassenen Kanal gelagert und bleibt im Bereitschaftsmodus unsichtbar. Bei Hochwasser kann die AquaWand dafür sorgen, dass Gewässer sauber bleiben, indem sie zum Beispiel den Austritt von Giftstoffen aus Industrieanlagen verhindert. Weil Hochwasserschutz wegen des Klimawandels immer bedeutsamer wird, erhöht die neue Technologie die Resilienz von Städten.

Die AquaWand besteht aus einer Planen-Netz-Stahlkonstruktion; ihre Lebensdauer beträgt etwa 50 Jahre. Alle Komponenten der Wand können der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden. Die mit der Nutzung der AquaWand verbundenen CO2-Emissionen sind gegenüber klassischen Alu-Dammbalken bzw. Dammbalkensystemen um ein Vielfaches geringer, da z. B. weniger Aufwand für Lagerhaltung und Logistik betrieben werden muss.

    • Teilmarkt:
      • Wasserwirtschaft
      • Minderungs- und Schutztechnologien
    • Ort: Aachen
    • Website: www.everwave.de

    Plastik in den Ozeanen ist ökologisch und ökonomisch eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Um die Meere zu schützen, greift everwave präventiv auf Flüssen ein: Fest verankert schöpft die Plattform HiveX herumtreibenden Müll ab, bevor er das offene Meer erreicht; die Müllsammelboote CollectiX beseitigen mit Hilfe künstlicher Intelligenz aktiv Müllteppiche. So werden mehrere Tonnen Material pro Tag gesammelt.

    Auf den weltweiten Cleanup-Missionen arbeitet everwave eng mit Umweltorganisationen und lokalen Behörden zusammen. Finanziert werden die Projekte durch den Verkauf sogenannter „Plastic Credits“, die es Unternehmen ermöglichen, ihren eigenen Müll-Fußabdruck, zum Beispiel in der Produktion, zu kompensieren.

Die Humuswerkstatt steht für aktiven Bodenaufbau zum Mitmachen, Schmecken, Erleben und Lernen. Das Unternehmen bewirtschaftet mit dem No-Dig-Verfahren eine Anbaufläche von einem halben Hektar und versorgt so wöchentlich 100 Familien mit saisonalem Biogemüse und passenden Rezepten. Bei der regenerativen und ressourcenschonenden Methode wird der Boden nicht bearbeitet, sondern mit Grünschnittkompost versorgt. Eine zukunftsträchtige Methode, die den Humusaufbau fördert, CO2 bindet und die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessert. Anstelle des branchenüblichen Torfs wird bei der Jungpflanzenanzucht ein eigens entwickeltes Substrat verwendet, um methanbindende Moorflächen zu erhalten.

Darüber hinaus teilt die Humuswerkstatt in eigenen Bildungsangeboten ihr Wissen über den biointensiven Gemüseanbau mit Schulen sowie interessierten Gärtnerinnen und Gärtnern.

  • Teilmarkt: Energieeffizienz und Energieeinsparung
  • Ort: Köln
  • Website: www.lumoview.com

In nur zwei Sekunden scannt das von Lumoview entwickelte Messgerät Innenräume komplett ab. Dabei erfasst es sämtliche Daten, die erforderlich sind, um Räume digital zu rekonstruieren und Wärmebrücken zu orten – eine absolute Spitzenleistung. Das patentierte Messsystem umfasst zudem eine einfach zu bedienende, cloudbasierte Software. Diese bietet zahlreiche Funktionen, um unter anderem detaillierte Grundrisse, Wärmebilder, und 3D-Modelle zu erzeugen.

Damit bietet Lumoview eine ebenso effiziente wie praktikable Lösung, die Gebäudeeigentümer dabei unterstützt, energetische Schwachstellen aufzudecken, und die Planung von Modernisierungsarbeiten zu beschleunigen.

  • Teilmarkt:
    • Energieeffizienz und Energieeinsparung
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Ort: Menden
  • Website: www.mpg-tubes.com

Die Mendener Präzisionsrohr GmbH (MPG) hat sich ein ambitioniertes, nachhaltiges Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen all ihre Produkte klimaneutral sein. Dazu ersetzt der Rohrproduzent Rohstoffe aus dem Tagebau und der energieaufwändigen Aufbereitung – Kupfer, Zink und Nickel – sukzessive durch wiederverwertbares Material aus rückgeführten Altprodukten.

Vorgesehen ist, künftig alle Materialien aus zurückgenommenen Altprodukten zu gewinnen. Die MPG garantiert ihren Kunden bereits jetzt die Rücknahme ausgedienter Wärmetauscherrohre. Das Unternehmen feilt an einem umfassenden Rücknahmesystem. Mithilfe strategischer Partnerschaften sollen dabei Wertstoffe, die von der MPG nicht selbst verwertet werden können, an die jeweiligen Hersteller zurückgeführt werden.

  • Teilmarkt:
    • Energieeffizienz und Energieeinsparung
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
    • Umweltfreundliche Landwirtschaft
  • Ort: Köln
  • Website: www.plastic2beans.com

Plastic2Beans beschäftigt sich mit zwei Kernthemen: Kunststoffrecycling und Kaffee. In enger Kooperation mit äthiopischen Partnern arbeitet das Kölner Start-up daran, die Kunststoffindustrie des afrikanischen Staates nachhaltiger zu gestalten. Dafür werden moderne Recyclingtechnologien, Fachwissen und Kontakte gegen hochwertigen Bio-Kaffee getauscht.

Ein Tauschhandel, von dem alle Beteiligten profitieren. Denn Plastic2Beans fördert damit zugleich einen nachhaltigen Kaffeeanbau, der anstatt auf Plantagen in naturnahen Wäldern, gänzlich pestizidfrei sowie unter sozial fairen Bedingungen erfolgt. Ein Geschäftsmodell, das ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht.

Sonnenenergie ist unerschöpflich. Wie man sie besonders intelligent nutzen kann, zeigt die Soliterm Group. Ihre Parabolrinnenkollektoren wandeln die natürliche Ressource des Sonnenlichts deutlich effizienter und ressourcenschonender in nutzbare Energie um als klassische Solarthermie-Systeme.

Dazu bündeln gewölbte Reflektoren, ähnlich wie ein Brennglas, einfallendes Licht, um es dann auf einem schmalen, mit Wasser gefülltes Absorberrohr zu konzentrieren. Während der kompakte Absorber dabei für einen geringen Wasserbedarf sorgt, lässt der gebündelte Lichtstrahl die Wassertemperatur auf bis zu 180 °C und weiter steigen – Wärmeenergie, die als Alternative zu fossilen Brennstoffen wiederum selbst umgewandelt werden kann, sei es zu sauberem Dampf, Kälte, Wärme und sogar Strom.

Die Preisträger des Umweltwirtschaftspreis.NRW 2020

Nominierte 2020

  • Rechtsform: GmbH
  • Ort: Wuppertal
  • Teilmarkt:
    • Energieeffizienz und Energieeinsparung
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Gründer: Michael Müller/Prof. Christian Schlüter/Olaf Scheinpflug
  • Website: www.acms-architekten.de

Trotz der Vielfalt an realisierten, funktional sehr unterschiedlichen Bauaufgaben ist das Büro ACMS Architekten hoch spezialisiert. Die besonderen Kompetenzen bündeln sich in speziellen inhaltlichen Feldern wie Ressourceneffizienz, Bauen im Bestand, Vorfertigung sowie Lehre und Forschung. Die Ressourceneffizienz im Sinne langfristig tragfähiger Lösungen unter Minimierung der Energieverbräuche für Herstellung, Nutzung und Recycling bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Optimierung und Schaffung höchster Aufenthaltsqualität steht bei allen Projekten im Mittelpunkt. Das Bauen im Bestand ist für ACMS Architekten mehr Chance als Risiko im Hinblick auf eine Verbesserung der Energieeffizienz, der Wirtschaftlichkeit aber vor allem auch der Nutzungsmöglichkeiten. Baukultur und Gestaltungsfragen sind hier keine Widersprüche. Die Vorfertigung von Baukomponenten ist für das Wuppertaler Büro sowohl für die Bestandsanpassung aber natürlich auch für den Neubau seit über 20 Jahren eine absolute Selbstverständlichkeit. Die Hauptmotivation hierzu liegt neben den möglichen wirtschaftlichen Vorteilen in der für energetisch optimierte Gebäude immer wichtigeren Frage der Bauqualität. Die Entwicklung und Validierung neuer innovativer Lösungsansätze wird in vielen Bauprojekten durch begleitende Forschungsvorhaben unterstützt. Hierzu erfolgt eine Zusammenarbeit mit Fördergebern wie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und vielfältigen Ministerien auf Landes- und Bundesebene.

  • Rechtsform: GmbH & Co. KG
  • Ort: Heiden
  • Teilmarkt:
    • Umweltfreundliche Energiewandlung, -transport und -speicherung
    • Energieeffizienz und Energieeinsparung
    • Umweltfreundliche Mobilität
  • Gründer: Josef Busch und Anton Wissing
  • Website: www.bw-energy.de

Mit der Vision, die Energiewende in jedem Gebäude voranzubringen, ist B&W Energy erfahrener und kompetenter Ansprechpartner, um Unabhängigkeit von fossilen Quellen und steigenden Energiepreisen zu schaffen. Zu den Kernkompetenzen gehören die Planung und Realisierung von Gesamtkonzepten für die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität durch erneuerbare Energien sowie die Rolle als überregional tätiger Generalunternehmer.

Neubauten und Gebäudesanierungen werden von B&W Energy nicht nur einwandfrei geplant und ohne Probleme umgesetzt. Der Anspruch geht darüber hinaus: Sie sollen auch im Einklang mit der Natur stehen und nach Möglichkeit mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen.

Mit einer Installed Base von über 8.000 Photovoltaikanlagen und 500 Stromspeichersystemen gehört B&W Energy bundesweit zu den renommiertesten Anbietern von Systemen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien. Von der theoretischen Planung eines Projekts bis zur praktischen Umsetzung erhält der Kunde alles aus einer Hand.

Seit den ersten Anfängen mit der Windkraft vor rund 20 Jahren befasst sich B&W Energy bereits mit dem Thema der erneuerbaren Energien. Seit 2003 firmiert das Unternehmen unter dem Namen B&W Energy GmbH & Co. KG und bietet als mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen mit seinem 95-köpfigen Team intelligente Energielösungen für jeden Bereich – vom privaten Wohnhaus über Projekte im Bereich Gewerbe und Industrie bis hin zu ausgereiften Investitionsmodellen. Im Mittelpunkt des Teams aus Kaufleuten, Technikern und Ingenieuren steht dabei immer der Kunde. In enger Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Zulieferer- und Partnernetzwerk schafft B&W Energy die bestmögliche Gesamtlösung.

  • Rechtsform: GmbH
  • Ort: Meckenheim
  • Teilmarkt:
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Gründer: Christine Batsch
  • Website: www.batsch-verfahrenstechnik.de

Ch.Batsch Verfahrenstechnik stellt Destillationsanlagen zur Lösungsmittelaufbereitung im Lizenzverfahren bereit. Umgesetzt wird dieses Angebot mit den eigens entwickelten und zum Patent angemeldeten Anlagensystemen.

Mit dem Lizenzverfahren wird aus einer Reihe von verschiedenen Anlagengrößen den Kunden Technik zur Verfügung gestellt, für die nach Nutzung eine Gebühr entrichtet wird. In diesen Gebühren sind alle Kosten, bis auf den Stromverbrauch, enthalten. Das beinhaltet die Wartung, Reinigung, Betreuung, durch digitale KI unterstützte Fernwartung sowie evtl. benötigte Ersatzteile.

Der Kunde hat den großen Vorteil, dass er ohne Investition direkt Recycling betreiben kann und so Kosten und CO2 einspart. Da er mit Ch.Batsch Verfahrenstechnik Zeitverträge eingeht, ist er nur für eine definierte Zeit auf die Technik festgelegt und bewahrt sich somit die größtmögliche Flexibilität. Zudem muss der Kunde kein Personal bereitstellen, das die Anlagen betreut – in Zeiten von Fachkräftemangel ein entscheidender Vorteil.

Als Anlagenhersteller ist das Unternehmen immer am Puls der Zeit und entwickelt seine Anlagen kontinuierlich weiter. Erst im Dezember 2019 wurde die neueste Entwicklung zum Patent angemeldet. Mit der neuentwickelten Technologie wird eine so hohe Qualität im Regenerat erreicht, sodass Recycling für viele Anwender zur Option wird.

  • Rechtsform: GmbH & Co. KG
  • Ort: Burbach
  • Teilmarkt:
    • Energieeffizienz und Energieeinsparung
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
    • Minderungs- und Schutztechnologien
    • Umweltfreundliche Mobilität
  • Gründer: Rudolf Hering/Alexa Jüdt
  • Website: www.heringinternational.com

Wenn die Oberflächenbeschaffenheit eines Bahnsteigs marode oder beschädigt ist, wenn neuere Ausstattungsmerkmale wie das Blindenleitsystem oder Gefahrraumschraffuren nachgerüstet werden sollen, oder wenn der Bahnsteig auf ein anderes Niveau gebracht werden soll, um Barrierefreiheit herzustellen, wird er häufig komplett abgerissen und neu gebaut. In der Regel ist die Tragfähigkeit des Bahnsteigkerns jedoch noch vollkommen intakt. Für diesen Fall hat Hering Bau die Aufhöhungs- und Ertüchtigungsplatte modula® flex entwickelt.

Das modula® flex-System eignet sich ideal für die nachträgliche Aufhöhung konventioneller Bahnsteige mit zu niedrigem Einstiegsniveau, für die Oberflächensanierung maroder Bahnsteige sowie für die Nachrüstung von Blindenleitsystemen oder Gefahrraumschraffuren. Dabei spart das System Zeit, Kosten und wertvolle Ressourcen, da der bestehende Bahnsteig weiterverwendet werden kann – im Gegensatz zu einem Rückbau und späteren Neubau des Bahnsteiges.

Die modula® flex-Elemente bestehen aus einem lediglich 80 mm starken Beton mit innovativer Textilbewehrung, was eine Erdung der Bauteile überflüssig macht und zudem Gewicht und Ressourcen spart, da die Elemente sehr schlank sind. Die Oberfläche mit den erforderlichen Kontrasten, einer Rutschhemmung und taktilen Leitsystemen wird komplett werksseitig hergestellt, sodass der Bahnsteig schnellstmöglich nach der Plattenmontage betriebsbereit ist. modula® flex verfügt über eine Anwenderfreigabe der DB Station & Service AG und ist einsetzbar für alle gängigen Bahnsteig-Aufhöhungen.

  • Rechtsform: Einzelunternehmen
  • Ort: Köln
  • Teilmarkt:
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Gründer: Lena Schröder
  • Website: www.kleiderei.com

Kleiderei ist Deutschlands erstes Fashion-Sharing-Konzept – gegründet, um den Modekonsum zu revolutionieren.

Die Stores funktionieren wie eine Bibliothek für Mode. Als Gegenentwurf zu Fast Fashion wird eco-faire und gebrauchte Kleidung (weiter)verwendet und geteilt: Für einen Monatsbeitrag von 29 € können von Mitgliedern vier Kleidungsstücke ausgeliehen und beliebig oft ausgetauscht werden. So kann jedes Mitglied sofort CO2 und Ressourcen einsparen, muss aber auf Abwechslung im Kleiderschrank nicht verzichten.

Kleiderei setzt bewusst nicht auf E-Commerce, sondern will konsequent nachhaltig mit lokalen Stores – ohne Versand – als Franchise wachsen. In Köln hat Lena Schröder das neue Offline-Konzept 2016 zum ersten Mal in Form eines physischen Stores realisiert, mittlerweile gibt es eine zweite Filiale in Freiburg – weitere sollen 2021 folgen.

Kleiderei will zu einem Bewusstseinswandel beitragen und den Wert von Kleidung wieder in den Köpfen der Konsument*innen verankern. Mit der Dienstleistung bietet Kleiderei eine leicht umzusetzende Alternative zur Fast-Fashion-Industrie, indem sie dem Prinzip von „Nutzen statt Besitzen“ folgt.

Das Offline-Konzept für das Kleider-Sharing ist bislang einzigartig. Die Dienstleistung soll den Produktkauf ersetzen, weshalb nur schwer ein Vergleich mit konventionellen Dienstleistungen oder Produkten zu ziehen ist. Trotzdem ist das engagierte Team der Meinung, dass das Kleider-Sharing eine schnelle und offensichtliche Lösung für das jetzige System des Fast-Fashion-Konsums darstellen kann.

  • Rechtsform: GmbH
  • Ort: Krefeld
  • Teilmarkt:
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Gründer: Manuel Schweizer
  • Website: www.oceansafe.de

Ein Textilkonzept für den Paradigmenwechsel in der Textilindustrie: OceanSafe hat einen textilen Baukasten entwickelt, um Textilien sicher für den biologischen Kreislauf herzustellen. Das Unternehmen stellt damit weltweit die erste Textilkollektion her, welche „Cradle to Cradle Certified TM GOLD“-zertifiziert ist, und zwar inklusive des Zubehörs (z. B. Knöpfe, Haken, Verschlüsse, Etiketten), aller Farbstoffe und Additive und auch inklusive des Rücknahmeprozesses.

In der herkömmlichen Textilproduktion werden immer mehr Polyester und bei den Naturfasern Additive eingesetzt, die beim Produzieren, Waschen und Entsorgen in den Wasserkreislauf gelangen und dort für Hunderte von Jahren bleiben. OceanSafe setzt hier an mit seiner Entwicklung schadstofffreier Textilien.

Nach sieben Jahren Forschung konnte das Unternehmen zusätzlich seine eigene Faser aus Biomasse zum Patent anmelden. Diese Faser ist schwer entflammbar, frei von jeglichen Schadstoffen, biologisch abbaubar und weist weitere Innovationen auf.

Alle ausgewaschenen Mikrofasern der Textilien sind für den biologischen Kreislauf absolut unbedenklich. Nach Gebrauch hinterlassen die Produkte von OceanSafe keinerlei Abfall, sondern werden zurückgenommen, einer industriellen Kompostierung zugeführt und im wahrsten Sinn des Wortes zu Nährstoff für zukünftige Generationen umgewandelt.

  • Rechtsform: GmbH & Co. KG
  • Ort: Gelsenkirchen
  • Teilmarkt:
    • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft
  • Gründer: Lars Baumgürtel
  • Website: www.zinq.com

ZINQ ist Europas größter Dienstleister für feuerverzinkte Oberflächen auf Stahl – und ein mittelständisches Familienunternehmen. Von einem handwerklich geprägten Lohndienstleister hat sich die Gruppe über die Jahrzehnte zu einem technologisch führenden Lösungspartner für Zink-Oberflächen entwickelt und ist anerkannter Komplettdienstleister für Stahlanwendungen.

Zirkularität als Geschäftsmodell:

Als weltweit einzige Stückverzinkungsoberflächen sind duroZINQ® und microZINQ® Cradle-to-Cradle-(C2C-)zertifiziert. ZINQ gehört damit zum exklusiven Kreis von zertifizierten Unternehmen, die sich diesem anspruchsvollsten Kriterienset der Nachhaltigkeit und Zirkularität verschrieben haben. Sowohl Prozess als auch Produkt werden seit 2010 geprüft und gescreent .

Der Alleingesellschafter hat sich nach dem Jahr 2008 die Frage gestellt, ob Effizienz ein hinreichendes Kriterium ist, um Nachhaltigkeit belegen zu können. Klare Antwort: Nein, Effizienz ist ein notwendiges Kriterium. Ein hinreichendes Kriterium ist die Effektivität. Deswegen bedeutet „Planet ZINQ“ in der Umsetzung als Nachhaltigkeitsstrategie: Die Summe aus allen Maßnahmen, um Effizienz und Effektivität im Prozess und am Produkt zu erreichen. Planet ZINQ = Effizienz + Effektivität (im Prozess und am Produkt). Auf der Seite der Effektivität bzw. der zirkulären Qualität erfüllt ZINQ die Kriterien der Cradle-to-Cradle-Zertifizierung:

  • Recycling in immer gleicher Qualität
  • keine Toxizität (Screening von 200 Prozessstoffen + Entwicklung von Auslaufszenarien und Substitution/Material-Health-Zertifikat für duroZINQ und microZINQ)
  • Abwasserfreie Produktion
  • Carbon Management (-> siehe Best Practice CO2-Bank in der Präsentation; ZINQ-Stückverzinkungsoberflächen sind klimapositiv)
  • Social Fairness

Aus diesen Kriterien leitet sich „Zirkuläre Qualität“ im Sinne von Planet ZINQ über die Gesamtprozesskette, den Gesamtlebenszyklus (von Vorprodukten bis zum Recyclingschritt) und einschließlich des Recyclingschrittes ab.