Moderne Sportstätte 2022: 300 Millionen Euro für NRW-Sportvereine

 

Mit insgesamt 300 Millionen Euro werden bis 2022 NRW-Sportvereine im Rahmen des Landeszuschussprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ von der Landesregierung gefördert. Unterstützt wird sie bei diesem Projekt von der NRW.BANK, die als Bewilligungsbehörde fungiert. Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was ist „Moderne Sportstätte 2022“?

„Moderne Sportstätte 2022“ ist ein Zuschussförderprogramm der NRW-Landesregierung, das Sportorganisationen in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit gibt, Gelder für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen zu nutzen. Die NRW.BANK agiert dabei als Bewilligungsbehörde.

Wann tritt das Programm in Kraft?

Die Richtlinie ist seit dem 8. August 2019 veröffentlicht. Der dazugehörige Programmaufruf ist am 19. September 2019 erfolgt. Programmstart ist der 1. Oktober 2019.

Wie viel Geld wird zur Verfügung gestellt?

Den Sportorganisationen werden über den gesamten Zeitraum (von 2019 bis 2022) insgesamt 266,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Verteilung der Fördermittel auf die 396 Gemeindegebiete in Nordrhein-Westfalen erfolgt auf der Basis des Fünffachen der Sportpauschale gemäß § 18 GFG 2018.

Wie wird diese Summe verteilt?

Das Auswahlverfahren ist in zwei Phasen gegliedert. In der ersten Phase sind von den Antragstellern lediglich eine Darstellung des Vorhabens (Projektskizze) sowie ein Kosten- und Finanzierungsplan im Förderportal des Landessportbundes online einzureichen.

Auf der Grundlage der eingereichten Vorhaben erstellen die zuständigen Sportbünde vor Ort eine priorisierte Vorschlagsliste aller Projekte für das jeweilige Gemeindegebiet zur Verwendung der zur Verfügung stehenden Landesmittel.

Nach der Auswahl der Förderprojekte anhand der priorisierten Vorschlagsliste erfolgt in einer zweiten Phase die Beantragung der Landesförderung gemäß § 44 LHO sowie nach Maßgabe der Förderrichtlinien „Moderne Sportstätte 2022“ in Verbindung mit dem Programmaufruf in Form eines Zuwendungsantrages, der unterschrieben bei der NRW.BANK als Bewilligungsbehörde einzureichen ist.

Wie hoch muss der Zuschuss mindestens sein?

Die Mindestförderhöhe beträgt 10.000 Euro.

Zuwendungen von 10.000 bis 100.000 Euro erhalten eine Förderung von 50 bis maximal 90 Prozent, in begründeten Ausnahmen bis 100 Prozent der beantragten zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei mehr als 100.000 bis 1 Million Euro erhalten die Sportorganisationen eine Förderung von 50 bis maximal 85 Prozent der beantragten zuwendungsfähigen Ausgaben. Alle Zuwendungen von mehr als 1 Million Euro erhalten eine Förderung von maximal 80 Prozent der beantragten zuwendungsfähigen Ausgaben.

Wer kann gefördert werden bzw. ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Sportvereine, Sportbünde und Sportverbände die als Eigentümer, Pächter oder Mieter wirtschaftlicher Träger von Sportstätten bzw. Sportanlagen sind (zuständig für „Dach und Fach“). Bei Verpachtungen oder Vermietungen muss ein Vertragsverhältnis vorliegen, das bei Antragstellung noch für mindestens zehn Jahre Bestand hat („Zweckbindungsfrist“).

Darüber hinaus müssen die Sportorganisationen bereits am 15.10.2018 Mitglied in einem Stadt-/Kreissportbund oder in einem Fachverband des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen gewesen sein. Bei Antragstellung ist die Mitgliedschaft in einem Stadt-/Kreissportbund und einem Fachverband des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen nachzuweisen („Doppelmitgliedschaft“). Von dieser Regelung sind Bünde und Verbände ausgenommen.

Wofür dürfen die Fördergelder genutzt werden?

Gefördert werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und Sportanlagen sowie die begleitende sportfachlich notwendige Infrastruktur unter besonderer Berücksichtigung einer energetischen Ertüchtigung, digitaler Modernisierung, der Herstellung von Barrierefreiheit (bzw. -armut) und Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport.

Welche Rolle nimmt die NRW.BANK dabei ein?

Die NRW.BANK unterstützt die Landesregierung NRW als Bewilligungsbehörde:

Eine Bewilligungsbehörde prüft, ob

  • die rechtlichen Voraussetzungen für die Bewilligung einer Zuwendung gegeben sind bevor sie einen Zuwendungsbescheid erlässt,
  • der Zuwendungsempfänger die Verpflichtungen aus dem Zuwendungsbescheid erfüllt, z. B. die zweckentsprechende Verwendung der Zuwendung.

Ab wann kann man Anträge stellen – ab wann wird ausgezahlt?

Die Antragstellung beginnt bei der NRW.BANK nach Durchführung des Vorauswahlverfahrens und der positiven Förderentscheidung durch die Staatskanzlei – diese ist sechs Monate vor Beginn des Vorhabens möglich.

Eine erste Auszahlung erfolgt zwei Wochen nach Bestandskraft des Zuwendungsbescheides. Je nach Höhe der beantragten Zuwendung beträgt die erste Auszahlung zwischen 20 und 80 Prozent. Weitere Auszahlungen erfolgen dann ebenfalls je nach Höhe der Zuwendung nach Nachweis des Baubeginns und/oder nach Prüfung des Verwendungsnachweises. Details hierzu sind der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Investitionsmaßnahmen an Sportstätten („Moderne Sportstätte 2022“) zu entnehmen.

Innerhalb welcher Frist muss das abgerufene Geld verwendet und nachgewiesen worden sein?

Das Vorhaben muss innerhalb des vom Zuwendungsempfänger angezeigten und von der NRW.BANK bewilligten Vorhabenzeitraums umgesetzt werden. Spätestens sechs Monate später muss die Verwendung nachgewiesen werden.

Wie umfangreich ist der Antrags- bzw. Bewilligungsprozess für den Sportverein vor Ort?

Unterschiedlich – je nach Höhe der beantragten Zuwendung. Im Wesentlichen sind folgende Punkte zu beachten:

  • Einreichung eines Antrages inkl. Projektskizze
  • Nachweis der Finanzierung des Eigenanteils
  • Nachweis der Legitimation des Vereins sowie seines/r Vertretungsberechtigten.

Wer übernimmt die Tilgung? Müssen die Sportvereine das Geld zurückzahlen?

Es ist keine Tilgung seitens der Fördernehmer nötig, da die Förderung in Form einer nicht rückzahlbaren Geldleistung, also einer Zuwendung, stattfindet.

Kombination mit „NRW.BANK.Sportstätten“

Die Zuwendungen aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ sind mit dem bereits bestehenden Darlehensprogramm „NRW.BANK.Sportstätten“ kombinierbar.

Zu den Vorteilen der Förderkredite aus diesem Programm gehören die langen Laufzeiten, die günstigen Zinsen und die obligatorische Haftungsentlastung für die Hausbank: Sie beträgt 80 Prozent des Darlehensvolumens – und bei Darlehenssummen bis 200.000 Euro sogar 100 Prozent. Möglich wird das durch eine Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Es werden Investitionen in die Sportstätteninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen gefördert, soweit diese einem öffentlichen oder gemeinnützigen Zweck dienen. Dies umschließt sowohl den Erwerb von Sportanlagen und sonstigen Anlagen, die für sportliche Nutzung hergerichtet werden, wie auch Modernisierung, Sanierung, Instandsetzung von vorhandenen Anlagen sowie Neu-, Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Des Weiteren ist auch eine Kombinationsmöglichkeit mit weiteren Förderprogrammen der NRW.BANK möglich, z. B. NRW.BANK.Kommunal Invest/ Invest Plus, NRW.BANK.Infrastruktur, NRW.BANK.Moderne Schule, NRW.BANK.Gute Schule 2020. Bei Interesse sprechen Sie  uns bitte hierzu an.

Kontakt

Stefanie
Anders

Tel.:0251 91741-6809

E-Mail:stefanie.anders@nrwbank.de

Lars
Köhler

Tel.:0251 91741-7278

E-Mail:lars.koehler@nrwbank.de

Christina
Plog

Tel.:0211 91741-3737

E-Mail:christina.plog@nrwbank.de

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