400 Millionen Euro für die erste Medizinische Fakultät in OWL

Die Universität Bielefeld will erstmals auch Mediziner ausbilden. Beim Aufbau der ersten Medizinischen Fakultät in Ostwestfalen-Lippe steht die NRW.BANK der Hochschule als Partner bei der Finanzierung der notwendigen Gebäudeinfrastruktur zur Seite.

Finanziell unterstützt durch die NRW.BANK, entsteht auf dem Campus der Universität Bielefeld die erste Medizinische Fakultät in OWL.

 

In Nordrhein-Westfalen gab es bislang sieben staatliche medizinische Fachbereiche an Hochschulen in Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Köln und Münster sowie die private Universität Witten-Herdecke. Mit dem Aufbau der ersten Medizinischen Fakultät in Ostwestfalen-Lippe an der Universität Bielefeld bekommt das Land jetzt einen weiteren Standort der Hochschulmedizin dazu.

Neue Flächen für die Universitätsmedizin

Mit dem Vorhaben sind umfangreiche Investitionen verbunden, etwa für die Gebäudeinfrastruktur. Der Projektplan sieht ein Darlehensvolumen von insgesamt 465 Millionen Euro vor, das sich auf zwei separate Finanzierungen aufteilt. Die zweite Teilfinanzierung von knapp 404 Millionen Euro wird nun von der NRW.BANK bereitgestellt. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt nicht nur die Ausfallbürgschaften für beide Finanzierungen in voller Höhe, sondern trägt auch zur Refinanzierung bei. Mit dem Darlehen können jetzt auf dem Campus der Universität Bielefeld die für die Universitätsmedizin notwendigen Flächen entstehen – darunter Seminarräume, Forschungslabore, Hörsäle und Büros.

Praxisnahe Ausbildung zum Allgemeinmediziner

„Die Gründung der Medizinischen Fakultät in Bielefeld ist eine zentrale Infrastrukturmaßnahme des Landes Nordrhein-Westfalen in der Region Ostwestfalen-Lippe, die wir mit unserer Finanzierung gerne unterstützen“, sagt Gabriela Pantring, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Sie schafft ein neues, attraktives Forschungs- und Lehrangebot sowie zusätzliche Studienplätze. Darüber hinaus will die Fakultät mit ihrem Fokus auf die Allgemeinmedizin und die praxisnahe Ausbildung dazu beitragen, dass sich Studierende nach dem Studium für eine Niederlassung als Arzt in der Region entscheiden.“

Bereits im Wintersemester 2021/2022 soll der Studienbetrieb mit 60 Studienplätzen starten. Im Endausbau – ab dem Wintersemester 2025/2026 – sollen dann rund 300 Studierende pro Jahr an der Universität ihr Medizinstudium beginnen können.

Stand: 1. März 2021

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