Die Heimat am Handgelenk

Drei Freunde aus dem Ruhrgebiet, eine gehörige Portion Heimatverbundenheit zum „Pott“ und eine clevere Geschäftsidee – das ist die Gründungsgeschichte von „Pottwatch“. Als Starthelfer für das junge Unternehmen trat die NRW.BANK mit dem Förderprogramm NRW.MicroCrowd auf den Plan.

Das Gründertrio von Pottwatch: Lucas Heinen, Jason Sell und Damian te Heesen
Das Gründertrio Lucas Heinen, Jason Sell und Damian te Heesen setzt mit Erfolg auf die Mischung aus hochwertigem Handwerk und Ruhrgebietsnostalgie.

Lucas Heinen, Jason Sell und Damian te Heesen kennen sich seit frühester Kindheit, spielten gemeinsam Basketball beim TV Jahn Königshardt in Oberhausen und trafen sich zum Schlittenfahren auf der traditionsreichen Halde Haniel. Als echte Kinder des Ruhrgebiets haben die heutigen Endzwanziger nach Abitur, Studium und Ausbildung den Entschluss gefasst, aus eigener Liebe zur Region und der allgemeinen „Ruhrpott-Nostalgie“ ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu schaffen. Im Mai 2018 gründeten sie die Heinen, Sell & te Heesen GbR. Seither vertreiben sie unter dem Markennamen „Pottwatch“ hochwertige Armbanduhren, die als Hommage an die bewegte Malochergeschichte des Ruhrgebiets heimische Kohle und Stahl in sich tragen. „Wir wollten die Kohle weiterhin greifbar machen, um die Erinnerungen präsent zu halten. Ein einzigartiges Produkt, bei dem jedes Exemplar ein Unikat ist,“ fasst Lucas Heinen die Motivation hinter der Idee zusammen. Im Anschluss an zwei erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen über die Plattform Startnext wurden die Gründer auf das Programm NRW.MicroCrowd der NRW.BANK aufmerksam. Weil von Start-ups gerade in der Anfangsphase ein hoher Finanzbedarf zum Wachstum benötigt wird, war dieses Mikrodarlehen eine willkommene und überaus wertvolle und zugleich unkomplizierte Ergänzung, wie Lucas Heinen bestätigt: „Die Antragstellung verlief problemlos, da wir bei Rückfragen immer schnell eine Antwort erhielten. Wir sind sehr zufrieden mit dem gesamten Ablauf und können das Mikrodarlehen anderen Start-ups wärmstens empfehlen.“ Offensichtlich trifft Pottwatch mit seinen Uhren den Zeitgeist: Die 510 Exemplare starke Gründerkollektion Grubenlicht 5.1. war nach rund einem Monat ausverkauft, weitere Erfolgsmodelle folgten.

Ergänzung zum Crowdfunding

Eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne ist die Voraussetzung dafür, eine Finanzierung über das Programm NRW.MicroCrowd zu erhalten. Mindestens 20 Prozent der Gesamtinvestitionssumme müssen via Startnext zusammenkommen,  damit eine Anschlussfinanzierung über maximal 50.000 Euro beantragt werden kann. Die Branche, in der sich das junge Unternehmen bewegt, ist dabei nicht ausschlaggebend. „Egal ob digitale Plattform, veganer Imbiss, trendsetzende Craft-Beer-Brauerei oder nachhaltige Schmuckmanufaktur – wenn die Idee die Crowd begeistert, lassen wir uns gerne anstecken“, erklärt Hendrik Maatz von der NRW.BANK, der die Teams von der Erstberatung bis zur Vorbereitung des Kreditantrags begleitet. Und Vorstandsmitglied Gabriela Pantring ergänzt: „Mit dem Programm NRW.MicroCrowd schließen wir die Lücke zwischen Crowdfunding-Ertrag und dem tatsächlichen Bedarf des Start-ups, damit in NRW keine gute Idee an der Finanzierung scheitert.“

Bei Pottwatch hat das Mikrodarlehen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft geebnet. Lucas Heinen bringt die Vision der Marke auf den Punkt: „Wir möchten mit unseren Produkten über das Ruhrgebiet hinauswachsen und der Welt zeigen, was in dieser Region steckt. Glück auf, Zukunft!“

Stand: 21. Dezember 2021

NRW.MicroCrowd

  • Darlehen bis 50.000 € mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 80% bei mind. 20% Crowdfunding - feste Zinsen für die gesamte Laufzeit
  • Für Gründungen und junge Unternehmen in den ersten 5 Jahren nach Geschäftsaufnahme
  • Fördert Gründungen sowie Wachstums- und Erweiterungsmaßnahmen junger Unternehmen in Verbindung mit einem Crowdfunding-Projekt
  • Direktkredit in Kooperation mit einer Startnext-Crowd-Kampagne