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Erik Seyfarth

Für Fragen rund um den Bericht Preisgebundener Wohnungsbestand und die Entwicklung geförderter Wohnungen in Nordrhein-Westfalen steht Ihnen Erik Seyfarth gerne zur Verfügung.

Preisgebundener Wohnungsbestand 2019 in NRW

Rund 9,3 Prozent aller Geschosswohnungen waren 2019 preisgebunden. Zum Jahresende 2019 gab es somit insgesamt rund 456.800 öffentlich geförderte Mietwohnungen in Nordrhein-Westfalen.

Der Anteil des preisgebundenen Bestands variiert regional sehr deutlich. In Städten mit 500.000 und mehr Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Anteil preisgebundener Mietwohnungen an allen Geschosswohnungen mit Werten zwischen 5 und 10 Prozent besonders gering.

Unterschritten werden diese Werte lediglich von einigen weniger städtisch geprägten Gemeinden mit geringen Beständen an Geschosswohnungen.

Mietpreis- und Belegungsbindungen können sowohl durch planmäßige Abgänge als auch durch Abgänge aus der Nachwirkungsfrist entfallen. Wird ein Förderdarlehen vollständig außerplanmäßig, das heißt vorzeitig, getilgt, tritt die sogenannte Nachwirkungsfrist ein. Das heißt, dass die Belegungsbindungen zunächst für maximal zehn Jahre weiter bestehen bleiben und erst mit dem Ende der Nachwirkungsfrist entfallen. Der in den letzten Jahren festzustellende Anstieg von Wohnungen in der Nachwirkungsfrist setzt sich in verstärktem Maße fort. Insgesamt befindet sich im Jahr 2019 mehr als ein Drittel des preisgebundenen Bestands in der Nachwirkungsfrist. Ein Grund für den hohen Anteil sind die günstigen Kapitalmarktbedingungen. Diese tragen dazu bei, dass viele Darlehen vorzeitig zurückgezahlt werden. In bereits über 150 Gemeinden liegt der Anteil von Wohnungen in der Nachwirkungsfrist an allen preisgebundenen Mietwohnungen bei über 40 Prozent.

Auch in absehbarer Zeit wird die Belegungsbindung vieler Wohnungen entfallen. Im Jahr 2019 war das bei rund 8.100 Wohnungen der Fall, somit deutlich mehr als im Vorjahr mit rund 5.500 Wohnungen. Der Wegfall von Belegungsbindungen wird künftig zu einer weiteren Verschärfung der Marktlage im preisgünstigen Segment beitragen. Daher führt die NRW.BANK jährlich eine Modellrechnung zur zukünftigen Entwicklung der Zahl preisgebundener Mietwohnungen durch. Diese stellt dar, wie sich der aktuelle Bestand an Wohnungen mittel- und langfristig entwickelt. Hervorzuheben ist, dass zukünftige Bewilligungen für die Neuschaffung von Wohnungen ausdrücklich nicht berücksichtigt werden, da diese nur schwer prognostizierbar sind. Außerdem zeigt die ausschließlich auf den aktuellen Bestand sowie die bereits bewilligten Wohnungen bezogene Rechnung deutlicher auf, welche Handlungserfordernisse in der jeweiligen Gemeinde bestehen. Die Modellrechnung offenbart, dass in nahezu allen Kommunen, insbesondere aber in den größeren Städten Nordrhein-Westfalens, die Bestände preisgebundener Wohnungen ohne Neuförderung deutlich zurückgehen. Insgesamt werden bis 2030 mehr als 40% der preisgebundenen Wohnungen aus der Bindung fallen.

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