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Jens Becker

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NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima Januar 2024

Schwacher Jahresauftakt der NRW-Wirtschaft

Die Stimmung unter den nordrhein-westfälischen Unternehmen hat sich zu Jahresbeginn weiter verschlechtert. Zwar beurteilten die befragten Firmenlenker ihre aktuelle Lage etwas besser. Allerdings nahm gleichzeitig der Pessimismus im Hinblick auf die künftigen Geschäfte stark zu. Die wirtschaftliche Dynamik in Nordrhein-Westfalens bleibt schwach.

Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima hat sich im Dezember um 1,6 Saldenpunkte auf -12,6 Punkte verschlechtert. Es war bereits der zweite merkliche Rückgang in Folge nachdem der Konjunkturindikator im Herbst dreimal in Folge gestiegen war. Zu Beginn des neuen Jahres verdüsterten sich vor allem die Erwartungen der Unternehmen an die kommenden sechs Monate. Der entsprechende Umfragewert sank um hohe 4,0 Zähler auf -22,5 Saldenpunkte. Die aktuelle Geschäftslage wurde mit einem Plus von 1,0 Punkten leicht besser bewertet. Mit einem neuen Stand von -2,1 Zählern überwiegen aber auch hier weiterhin die skeptischen Stimmen.

Der erneute Rückgang des Geschäftsklimas markiert einen schlechten Start der Wirtschaft ins neue Jahr. Nachdem es im Verarbeitende Gewerbe bereits seit Herbst abwärts ging, sind nun auch die Dienstleister betroffen. Wegen der vielen Krisen in der Welt sind die Unternehmen verunsichert über die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Die Hoffnung auf eine breite konjunkturelle Erholung im Jahr 2024 wird immer geringer. Vielmehr dürfte die aktuelle Schwächephase der Wirtschaft vorerst anhalten.

In den Dienstleistungssektoren hat sich das Geschäftsklima am deutlichsten eingetrübt. Dies war insbesondere auf merklich schlechtere Geschäftserwartungen zurückzuführen, was unter anderem mit dem nochmals niedrigeren Auftragsbestand begründet wurde. Die Einschätzung zur aktuellen Lage verändert sich hingegen kaum. Erneut trübte sich das Klima im Gastgewerbe beträchtlich ein. Hintergrund ist die im Januar erfolgte Rücknahme des reduzierten Mehrwertsteuersatzes. Im Zuge dessen erwarten viele Gastronomiebetriebe Umsatzeinbußen. Zeitgleich erwartet die Branche merklich steigende Preise.

Auch im Verarbeitenden Gewerbe sank das Geschäftsklima zum Jahresanfang. Sowohl die gegenwärtige Geschäftslage als auch die Erwartungen wurden schlechter beurteilt. Besonders stark trübte sich die Stimmung im Maschinenbau ein. Die Kapazitätsauslastung im gesamten Verarbeitenden Gewerbe stieg im Schlussquartal um 0,6 Prozentpunkte auf 79,5 Prozent. Dies sind vier Prozentpunkte weniger als der langfristige Durchschnitt. Von Engpässen bei Vorprodukten und Rohstoffen sind nur noch knapp ein Zehntel der Firmen betroffen. Mitte 2022 waren es noch drei Viertel. Es bleibt abzuwarten wie die Konflikte im Roten Meer die Lieferketten in den nächsten Monaten belasten.

Schlechte Stimmung herrscht zudem in der Baubranche. Der ohnehin schon düstere Ausblick für die kommenden Monate trübte sich weiter ein. Die aktuelle Geschäftslage wurde zwar leicht besser beurteilt, sie wird jedoch weiterhin mehrheitlich als schlecht bewertet. Angesichts des äußerst niedrigen Auftragsbestandes wird mit einer sinkenden Bautätigkeit in den nächsten drei Monaten gerechnet. Von der schlechten Baukonjunktur wurde der nordrhein-westfälische Tiefbau aufgrund der bisher kostendeckenden Auftragslage noch nicht erfasst. 

Einzig im Handel hat sich das Geschäftsklima jüngst auf einem niedrigen Niveau aufgehellt. Vor allem die aktuellen Geschäfte wurden etwas weniger schlecht als noch im Vormonat bewertet. Bei den Erwartungen der Groß- und Einzelhändler an die nächsten sechs Monate ging es hingegen weiter abwärts.

Die aktuellen Berichte zum Download

Das Datenpaket beinhaltet die monatlichen Umfrageergebnisse für zahlreiche Branchen im Excel-Format. Diese Daten können Sie für eigene Auswertungen nutzen, soweit sie die Quelle „NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima“ eindeutig als Quelle kenntlich machen. Um Ihnen den Umgang mit dem Datenpaket zu erleichtern, steht Ihnen eine kurze Einführung zur Verfügung. 

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