Jedes Jahr landen weltweit rund 120 Millionen Tonnen Kleidung im Müll, ein Großteil davon kaum getragen. Das zeigt eine Analyse der Boston Consulting Group. Zur Veranschaulichung: Mit diesem Kleiderberg ließen sich über 200 Fußballstadien füllen. Das ist nicht nur ein großes Umweltproblem, sondern auch eine verpasste Chance. Denn laut BCG-Analyse steckt in den ungenutzten Textilien ein Materialwert von umgerechnet 130 Milliarden Euro.
Das Start-up eeden aus Münster hat es sich daher zum Ziel gemacht, diese Chance zu nutzen und deutlich mehr Alttextilien zu recyceln. Aktuell liegt die Recyclingquote mit nur einem Prozent nämlich sehr niedrig. Einer der Gründe dafür: Auf dem Markt dominieren Mischfasern aus Baumwolle und Polyester. Sie zu trennen, ist schwierig. Genau hier setzt eeden an. „Wir haben einen chemischen Recyclingprozess entwickelt, der Mischfasern in ihre Grundbausteine zerlegt und daraus wieder Rohstoffe für neue Textilfasern erzeugt“, sagt Steffen Gerlach, einer der Gründer von eeden.







