Neues Wohnen im alten Stadtteil

Im 19. und 20. Jahrhundert blühte im rechtsrheinischen Köln-Buchheim die Industrie – die hiesigen Carlswerke produzierten unter anderem das erste transatlantische Telefonkabel – heute bietet die GAG Immobilien mit Hilfe der NRW.BANK modernen Wohn- und Lebensraum im „Veedel“. Es zeigt damit ein neues Gesicht, ohne den ursprünglichen Charme vergangener Zeiten zu verlieren.

Innenhof des Carlswerkquartiers
Besonderer Wert wurde auf eine großzügige Gestaltung des Wohnumfelds mit gepflegten Außenanlagen gelegt.

 

Im Jahr 2011 begann die GAG damit, nicht mehr zeitgemäße Arbeiterwohnungen in Buchheim abzureißen und die von dem Kölner Architektenbüro Molestina Architekten entworfene Wohnanlage Carlswerkquartier zu errichten. An der Ecke Alte Wipperfürther Straße/Herler Straße entstanden bis 2013 in drei Bauabschnitten insgesamt 222 neue Wohnungen, von denen 160 mit Unterstützung der Wohnraumförderung der NRW.BANK in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro gebaut wurden. Das Ziel: qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum für die Menschen vor Ort zu schaffen. Durch Tilgungsnachlässe und lange Zinsbindung ist die Schaffung von geförderten Wohnraum auch sehr attraktiv für den Investor.

Viertel bewahrt seinen Charakter

„Mit der Förderung dieses Projekts sorgen wir dafür, dass sich auch Menschen mit geringem Einkommen oder körperlichen Beeinträchtigungen eine moderne und schöne Wohnung in der Stadt leisten können“, erläutert Tim Hegmanns, Förderberater der NRW.BANK. „Davon profitieren alle Beteiligten, und das Viertel bewahrt seinen Charakter als Lebensmittelpunkt für Menschen unterschiedlichster Alters- und Einkommensklassen.“

Jörg Fleischer von der GAG Immobilien ergänzt: „Köln-Buchheim ist bunt und lebendig. Das soll auch so bleiben. Die Wohnanlage Carlswerkquartier steht für sozialen Wohnungsbau in seinem besten Sinne: modern, flexibel und rentabel.“

Beispielhaft und preisgekrönt

Für Heiner Farwick, 22. Präsident des Bundes Deutscher Architekten BDA, ist das mit den Deutschen Bauherrenpreis 2014 ausgezeichnete Projekt ein Beispiel für gute Architektur. Doch was zeichnet diese aus? „Es ist eine Summe der individuellen Details“, sagt er. „Hier stimmen Maßstab und Proportionen, Raumbildung und Materialität.“

Die Planer legten besonderen Wert auf eine großzügige Gestaltung des Wohnumfelds mit gepflegten Außenanlagen, um für die Bewohner Orte der Begegnung und Entspannung zu schaffen. Auch der Gemeinschaftsraum des Quartiers ermöglicht die Vernetzung der Menschen. Hier treffen sich regelmäßig Mieterinnen und Mieter sowie verschiedene Gruppen aus dem Stadtteil.

Harmonisch gebaut – individuell nutzbar

„Sowohl die Baustruktur als auch liebevolle Feinheiten verbinden das neue Quartier mit dem Umfeld“, erklärt Farwick. Die entstandenen Gassen und Freiräume nehmen Bezug auf die Umgebung, die Kirche und den Platz. Dabei schottet die geschlossene Blockrandbebauung den Straßenlärm wirksam ab. Die Wohnungen befinden sich in vier- und fünfgeschossigen Gebäuden mit unterschiedlichen Grundrissen für individuelle Bedürfnisse an modernes Wohnen – eine stilvolle Architektur mit klarer Linienführung. Luftige Balkone und einladende Terrassen ergänzen das weiträumige, lockere Flair der Gebäudeeinheiten.

Hoher Wohnkomfort geht einher mit Barrierefreiheit und Energieeffizienz. Eine der zentralen Installationen ist die Kombination aus Blockheizkraftwerk, Pelletkesseln und drei Gas-Brennwertthermen für die Fußbodenheizung in den Wohnungen.

Gut ein- und angebunden

Vom Quartier aus sind es nur wenige Gehminuten zu den Geschäften für den täglichen Einkauf, zu Ärzten, Apotheken und Restaurants. Auch Kindergärten, Schulen und die beliebte Einkaufsmeile Frankfurter Straße liegen gleich um die Ecke. Für eine gute Verkehrsanbindung sorgen die nahegelegenen Bahnhöfe Köln-Mülheim und Köln-Buchforst sowie die Autobahnen A3 und A4.

Farwick: „Mit dem Carlswerkquartier gelang in dem industriell geprägten, strukturgeschwächten Vorortbereich von Köln ein lebendiges, gestalterisch, funktional und sozial beispielhaftes Wohnquartier, das bezahlbaren Wohnraum schafft und gleichzeitig das Miteinander aller in der Stadt lebenden Bürger fördert.“

 

Stand: 15. Januar 2021

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