Düsseldorf/Münster, 15. April 2026

In Südwestfalen entfielen im Jahr 2023 43,6 Prozent der Wirtschaftsleistung auf das Produzierende Gewerbe. In keiner anderen Region in Nordrhein-Westfalen lag der Anteil höher (NRW: 27,1%). Im Kreis Olpe und im Märkischen Kreis war die Wirtschaft besonders stark industriell geprägt. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für Südwestfalen, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.
 
„Südwestfalen ist Sitz von fast einem Drittel aller nordrhein-westfälischen Metallunternehmen – und in der Region selbst zählt nahezu jedes zweite Industrieunternehmen zu den Metallbranchen“, sagt Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Gleichzeitig investieren die Unternehmen in Südwestfalen mit 1,7 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung überdurchschnittlich stark in Forschung und Entwicklung, um ihre Zukunftsfähigkeit und die der gesamten Region zu sichern.“
 
Mehr Geld für die Innovationskraft
Zum Vergleich: Im Landesdurchschnitt beliefen sich die Investitionen der Unternehmen in betriebsinterne Forschung und Entwicklung im Jahr 2023 auf 1,4 Prozent. In absoluten Werten investierten die Unternehmen in Südwestfalen 946 Millionen Euro und damit fast 480 Millionen Euro mehr als noch 2007. Auch beim Personalaufwand zeigte sich ein positiver Trend. Im Jahr 2007 waren im Durchschnitt 6,4 von 1.000 Erwerbstätigen mit Forschung und Entwicklung beschäftigt, 2023 bereits 8,7.
 
Forschungsanstrengungen zahlen sich aus
Auch die Patentintensität war in Südwestfalen überdurchschnittlich. Im Jahr 2022 gab es 127 Patentanmeldungen je 100.000 Beschäftigte (NRW: 85). Die hohen Forschungsanstrengungen der Wirtschaft zahlten sich demnach aus und resultierten in einem erhöhten Forschungsoutput. Hierfür sprach auch, dass der forschungsstarke Kreis Soest die mit Abstand höchste Patentintensität aller fünf Kreise in Südwestfalen aufwies. Die Intensität lag hier mit 201 Patentanmeldungen deutlich über dem Durchschnitt.
 
Mit den Regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK erhalten investierende Personen, Unternehmen und kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Analysiert werden beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Forschungsintensität und das Gründungsgeschehen. Die Profile geben damit einen Überblick über wichtige sozioökonomische Strukturen und Trends für die neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen. 
 
Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.

  1. NRW.BANK veröffentlicht neue Regionalwirtschaftliche Profile: Südwestfalen ist industrielle Herzkammer Nordrhein-Westfalens [PDF, 75.1 KB]

    In Südwestfalen entfielen im Jahr 2023 43,6 Prozent der Wirtschaftsleistung auf das Produzierende Gewerbe. In keiner anderen Region in Nordrhein-Westfalen lag der Anteil höher (NRW: 27,1%). Im Kreis Olpe und im Märkischen Kreis war die Wirtschaft besonders stark industriell geprägt. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für Südwestfalen, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.

NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

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Caroline Fischer

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