Düsseldorf/Münster, 15. April 2026
Zwischen 2014 und 2024 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Münsterland um 126.000 auf 700.100. Das entsprach einem Zuwachs von 21,9 Prozent. In keiner anderen Region in Nordrhein-Westfalen fiel das Wachstum stärker aus (NRW: 16,6%). Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für das Münsterland, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.
„Das Münsterland zeichnet sich durch einen sehr soliden Arbeitsmarkt aus. Hier entstehen viele neue Jobs, der Beschäftigungsstand ist hoch und die Arbeitslosigkeit niedrig“, sagt Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK. „Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt ging einher mit überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten der Wirtschaft.“
Starke wirtschaftliche Dynamik
Zwischen 2013 und 2023 stieg das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Münsterland um 40,4 Prozent. Das Plus lag deutlich über dem Landesdurchschnitt von 35,8 Prozent. Nur in der Region Aachen war die wirtschaftliche Dynamik stärker. In der Stadt Münster erreichte das Pro-Kopf-Einkommen weit überdurchschnittliche 66.900 Euro (NRW: 46.900 Euro). Am niedrigsten war es im Kreis Coesfeld mit 36.300 Euro.
Unterschiede zwischen Stadt Münster und den Kreisen
Deutliche Unterschiede zwischen der Stadt Münster und den ländlich geprägten Kreisen des Münsterlandes zeigten sich auch in der Wirtschaftsstruktur: Im Jahr 2023 entfielen in der Stadt Münster 88,3 Prozent der Wirtschaftsleistung auf die Dienstleistungsbereiche. Im Kreis Borken spielte dagegen der produzierende Sektor mit 41,0 Prozent eine besonders große Rolle. In den Kreisen Coesfeld, Warendorf und Borken war zudem die Landwirtschaft von überdurchschnittlicher Bedeutung. Traditionell hat die Land- und Forstwirtschaft im Münsterland einen hohen Stellenwert. Die Region steuerte zuletzt fast ein Drittel zur gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen bei.
Mit den Regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK erhalten investierende Personen, Unternehmen und kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Analysiert werden beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Forschungsintensität und das Gründungsgeschehen. Die Profile geben damit einen Überblick über wichtige sozioökonomische Strukturen und Trends für die neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen.
Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.
NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen
Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

