Düsseldorf/Münster, 15. April 2026

Zwischen 2019 und 2023 steigerten die Unternehmen in der Region Köln/Bonn ihre Investitionen in betriebsinterne Forschung und Entwicklung von 1,9 auf 2,7 Milliarden Euro. Sie machten zuletzt 1,7 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Zum Vergleich: Im Landesdurchschnitt waren es 1,4 Prozent. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für Köln/Bonn, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.
 
„Investitionen in Forschung und Entwicklung sind entscheidend für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit einer Wirtschaftsregion“, sagt Claudia Hillenherms, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „In der Region Köln/Bonn nehmen die Unternehmen hierfür zunehmend mehr Geld in die Hand und beschäftigen zudem mehr F&E-Personal.“
 
Überdurchschnittlich viel Forschungspersonal
Im Jahr 2023 gab in den regionalen Unternehmen 15.000 Vollzeitstellen für Forschung und Entwicklung. Dies entsprach 8,0 Stellen je 1.000 Erwerbstätige, während es im Landesdurchschnitt 7,0 waren. Unterdurchschnittlich ausgeprägt war dagegen die Patentintensität. Im Jahr 2022 wurden 70 Patente je 100.000 Beschäftigte angemeldet (NRW: 85). Allerdings waren die Unterschiede innerhalb der Region groß. So kam die Stadt Leverkusen auf 388 Patente. Der Grund: die dortige Stärke des Verarbeitenden Gewerbes, vor allem der chemischen Industrie.
 
Regional verschiedene Wirtschaftsstrukturen
Im Jahr 2023 steuerte die Industrie in Leverkusen 30,3 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Auch der Oberbergische Kreis war deutlich industriell geprägt. Für die Region Köln/Bonn als Ganzes galt dies jedoch nicht. Hier lag der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes zuletzt bei 13,2 Prozent, während die Dienstleistungsbereiche 78,1 Prozent zur Wirtschaftsleistung beisteuerten. In der Hochschul- und Verwaltungsstadt Bonn waren es sogar 94,9 Prozent – so viel wie nirgendwo sonst in Nordrhein-Westfalen.
 
Mit den Regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK erhalten investierende Personen, Unternehmen und kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Analysiert werden beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Forschungsintensität und das Gründungsgeschehen. Die Profile geben damit einen Überblick über wichtige sozioökonomische Strukturen und Trends für die neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen. 
 
Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.

  1. NRW.BANK veröffentlicht neue Regionalwirtschaftliche Profile: Unternehmen in Köln/Bonn investieren mehr in Forschung und Entwicklung [PDF, 74.9 KB]

    Zwischen 2019 und 2023 steigerten die Unternehmen in der Region Köln/Bonn ihre Investitionen in betriebsinterne Forschung und Entwicklung von 1,9 auf 2,7 Milliarden Euro. Sie machten zuletzt 1,7 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Zum Vergleich: Im Landesdurchschnitt waren es 1,4 Prozent. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für Köln/Bonn, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.

NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

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Caroline Fischer

  • Pressesprecherin
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