Düsseldorf/Münster, 24. März 2026

Die NRW.BANK hat ihr Fördergeschäft im Jahr 2025 deutlich ausgeweitet und zentrale Zukunftsfelder in Nordrhein-Westfalen mit Milliardenbeträgen gestärkt. Investitionen in die nachhaltige und digitale Transformation standen förderfeldübergreifend im Fokus. Insgesamt vergab die Förderbank für Nordrhein-Westfalen 16,2 Milliarden Euro – im ebenfalls starken Vorjahr waren es 11,4 Milliarden Euro.

„2025 war für uns ein Jahr mit klarer Wachstumsdynamik in zentralen Zukunftsthemen“, sagte Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, im Rahmen des Jahrespressegesprächs. „Wir leben in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Zeiten. Umso wichtiger ist gerade jetzt: Die Kommunen, Unternehmen und Menschen in unserem Bundesland können sich auf ihre Förderbank verlassen. Wir fördern, was Nordrhein-Westfalen braucht.“

Aktuell baut die NRW.BANK ein Wirkungsmanagement auf und wird sich hieran zukünftig auch stärker in der Ausrichtung ihrer Förderangebote orientieren. Beispielsweise hat sie 2025 durch ihre Förderung mehr als 46.000 Arbeitsplätze geschaffen und rd. 4.200 Vorhaben zur Klimaförderung umgesetzt. Sie hat mehr als 9.100 Vorhaben von Unternehmen und fast 1.500 Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben gefördert. Allein durch die öffentliche Wohnraumförderung hat sie gemeinsam mit dem Land rd. 13.400 Wohneinheiten neu geschaffen.

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Das Bild zeigt Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK.
Das Bild zeigt Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK.
Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK

Die NRW.BANK stellt ihre Förderung haushaltsunabhängig zur Verfügung. 2025 hat sie insgesamt 400,5 Millionen Euro an Förderleistung aus eigenen Mitteln zur Verfügung gestellt – fast doppelt so viel, wie noch im Vorjahr.

Sie setzt auf eigene Refinanzierungsmöglichkeiten – beispielsweise über Green und Social Bonds. Das Funding-Volumen lag 2025 insgesamt bei 15,7 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 11,7 Milliarden Euro.

2026 plant die NRW.BANK weiter die Themen Innovation und Transformation in den Mittelpunkt zu stellen. So hat sie Anfang des Jahres das neue Programm NRW.BANK.Venture EU Tech&Scale an den Markt gebracht, mit dem sie 200 Millionen Euro für hochinnovative, wachstumsorientierte Scale-ups mithilfe einer InvestEU-Garantie zur Verfügung stellt. Sie agiert hier als erster Implementing Partner der EU-Kommission in Deutschland.

Zudem plant sie, Förderung für ihre Kundinnen und Kunden noch weiter zu vereinfachen. Nach der Zusammenführung verschiedener Transformationsprogramme für die Wirtschaft zu NRW.BANK.Invest Zukunft im Jahr 2025, hat sie jetzt verschiedene Finanzierungsangebote für Kommunen im Programm NRW.BANK.Kommunal gebündelt. Auch die Zusammenarbeit mit Plattformanbietern baut sie sukzessive weiter aus.

Gabriela Pantring: „Förderung wirkt nur dann, wenn sie einfach zugänglich ist und sich konsequent daran orientiert, was unsere Kundinnen und Kunden brauchen. Gleichzeitig müssen wir die Möglichkeiten, die Europa bietet, aktiv einbeziehen – denn viele Zukunftsinvestitionen lassen sich im Zusammenspiel von regionaler Stärke, bundesdeutscher Kompetenz und europäischen Instrumenten noch besser realisieren. Daran arbeiten wir.“

Zu den einzelnen Förderfeldern im Detail:

Im Förderfeld Infrastruktur/Kommunen hat die NRW.BANK 2025 7,9 Milliarden Euro vergeben und damit 84 Prozent mehr als im Vorjahr (4,3 Mrd. €). Investitionen in das Förderthema Energiewende/Umweltschutz standen hier mit einem Fördervolumen in Höhe von 3,0 Milliarden Euro besonders im Fokus – im Vorjahr waren es noch 90,4 Millionen Euro. Davon gingen 2,2 Milliarden Euro in die Förderung von Windenergie (Vj. 14,8 Mio. €).

1 Milliarde Euro hat die Förderbank über verschiedene Programme in die Bildungsinfrastruktur Nordrhein-Westfalens gesteckt und damit über 100 Prozent mehr als im Vorjahr – da waren es 487,5 Millionen Euro. Rund 12 Prozent davon entfielen auf Kitas – im Vorjahr waren es 10 Prozent.

Auch Investitionen in die öffentliche Sicherheit (u. a. Bau von Gefahrenabwehrzentren, Feuerwehr) spielten 2025 weiter eine Rolle – sie lagen bei 137,5 Millionen Euro und damit leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahres von 147,2 Millionen Euro.

„Sicherheit beginnt im Rathaus“, so Gabriela Pantring. „Denn Verteidigung heißt auch: Kommunen stärken und in resiliente öffentliche Infrastruktur investieren.“

Im Förderfeld Wirtschaft hat die NRW.BANK Unternehmen und Gründende in Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 3,3 Milliarden Euro unterstützt (Vj. 2,7 Mrd. €, +26%). Punkten konnten die Transformations- und Innovationsprogramme: Insgesamt lag das Fördervolumen für die Transformation der NRW-Wirtschaft bei 770,4 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 291,9 Millionen Euro (+>100%). Allein über das neue Förderprogramm NRW.BANK.Invest Zukunft, das im Mai 2025 eingeführt wurde, hat die Förderbank 592,9 Millionen Euro zugesagt.

Gabriela Pantring: „Die Zahlen zeigen: Die NRW-Wirtschaft investiert entschlossen in ihre Zukunft – und wir unterstützen sie dabei mit voller Kraft. Mit NRW.BANK.Invest Zukunft haben wir genau das richtige Programm zur richtigen Zeit an den Start gebracht.“

Gut haben sich auch die Eigenkapitalfinanzierungen entwickelt: Hier ist der Bestand an Finanzierungszusagen von 713,5 Millionen Euro auf 822,1 Millionen Euro gewachsen (+15,2%).

Im Förderfeld Wohnraum realisierte die NRW.BANK ein Neuzusagevolumen von 5 Milliarden Euro (Vj. 4,5 Mrd. €, +11%). Die Nachfrage erreichte damit einen neuen Förderrekord, denn auch im Vorjahr hatte dieses Förderfeld sich bereits stark positiv entwickelt.

Die eigenen Wohneigentumsprogramme der NRW.BANK wurden 2025 noch stärker nachgefragt als zuvor. Das Volumen lag insgesamt bei 863,9 Millionen Euro (Vj. 673,7 Mio. €, +28,2%). Grund hierfür sind die attraktiven Konditionen, insbesondere die langen Laufzeiten bis zu 35 Jahren und Zinsbindungen bis zu 30 Jahren.

Auch 2025 lief die Zusammenarbeit mit Finanzierungsplattformen sehr gut. Insgesamt hat die NRW.BANK 35,4% und damit mehr als ein Drittel des Volumens der eigenen Wohneigentumsprogramme über Finanzierungsplattformen abgesetzt und damit noch einmal deutlich mehr, als im Vorjahr – 2024 waren es 26%.

Die öffentliche Wohnraumförderung des Landes und der NRW.BANK war auch 2025 erneut besonders stark. Das Neuzusagevolumen stieg um 4,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und erreichte damit ein neues Rekordergebnis (Vj. 2,3 Mrd. €).

Gabriela Pantring: „Die enge Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen NRW.BANK und Land NRW zahlt sich aus: Fünf Milliarden Euro für Wohnraum sind ein starkes Signal für bezahlbares Bauen und Wohnen in Nordrhein-Westfalen.“

Stark entwickelt hat sich 2025 auch förderfeldübergreifend das Querschnittsthema Energiewende/Umweltschutz. Hier wurden 5,3 Milliarden Euro neu zugesagt, im Vorjahr waren es 1,6 Milliarden Euro (+>100%).

Vermögens- und Ertragslage der NRW.BANK:

Zum 31. Dezember 2025 lag die Bilanzsumme bei 164,1 Milliarden Euro (Vj. 161,8 Mrd. €) und das operative Ergebnis bei 59,0 Millionen Euro (Vj. 295,1 Mio. €). Die harte Kernkapitalquote betrug 38,4 Prozent (Vj. 42,5%) und das handelsrechtliche Eigenkapital unverändert 17,7 Milliarden Euro.

Unsere Pressemappe zum Download:

  1. Presseinformation Jahrespressegespräch [PDF, 131,2 KB]

    Presseinformation zum Jahrespressegespräch 2026 der NRW.BANK

  2. Präsentation Jahrespressegespräch [PDF, 585 KB]

    Präsentation zum Jahrespressegespräch 2026 der NRW.BANK

  3. NRW.BANK.Finanzbericht 2025 [PDF, 3,5 MB]

    Der Finanzbericht der NRW.BANK 2025.

  4. Vermögens- und Ertragslage [PDF, 86,4 KB]

    Vermögens- und Ertragslage der NRW.BANK zum 31. Dezember 2025

NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

Ansprechpartnerin für Medien

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Caroline Fischer

  • Pressesprecherin
  • Leiterin Unternehmenskommunikation