Düsseldorf/Münster, 4. Februar 2026

Entgegen dem bundesweiten Trend hat sich die Wirtschaftsstimmung in Nordrhein-Westfalen im Januar deutlich aufgehellt, bleibt aber weiterhin im negativen Wertebereich. Die hiesigen Unternehmen schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartungen besser ein als im Vormonat. Das zeigt das aktuelle NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima, für das im Auftrag der Förderbank monatlich 1.500 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen zu ihrer wirtschaftlichen Situation sowie ihren Zukunftsaussichten befragt werden.

In Zahlenwerten stieg das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima im Januar um 3,4 auf -7,6 Saldenpunkte. Es war der erste Anstieg seit vier Monat. Zugleich machte er den vorherigen Rückgang fast vollständig wieder wett. Besonders positiv entwickelten sich zuletzt die Geschäftserwartungen der Unternehmen, die um 4,0 auf -6,2 Zähler zulegten. Das ist der höchste Stand seit fast vier Jahren. Auch ihre laufenden Geschäfte beurteilten die befragten Unternehmen im Januar deutlich besser als im Vormonat. Der Umfragewert stieg hier um 2,7 auf ­‑8,9 Punkte.

„Das Stimmungsplus gibt Anlass zur Hoffnung, dass die nordrhein-westfälische Konjunktur nach drei schwierigen Jahren jetzt wieder Tritt fasst“, sagt Gabriela Pantring, Vorsitzende des Vorstands der NRW.BANK. „Optimistisch stimmt, dass sich die Lage über alle vier Wirtschaftssektoren hinweg aufgehellt hat. Die jüngste Entwicklung steht damit auf einem breiten Fundament.“

Industrie: Bessere Lage und optimistischere Zukunftsaussichten
Im Verarbeitenden Gewerbe ist das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima im Januar am stärksten gestiegen. Der Indikator legte um 4,1 auf -11,8 Punkte zu. Die Industrieunternehmen waren zufriedener mit ihren laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen fielen deutlich weniger skeptisch aus als zuvor. Die Kapazitätsauslastung der nordrhein-westfälischen Industrie stagnierte bei 75,6 Prozent, während sie bundesweit zurückging. Gleichwohl liegt sie auch hierzulande noch weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt von 83,0 Prozent.

 Handel: Solide Umsätze stimmen zufriedener
Auch im Handel ist das Geschäftsklima mit einem Plus von 3,5 Zählern merklich gestiegen, bleibt mit -22,8 Punkten aber weiterhin im negativen Wertebereich. Insbesondere die Geschäftserwartungen an das nächste Halbjahr legten kräftig zu. Dies gilt sowohl für den Groß- als auch den Einzelhandel. Mit ihren laufenden Geschäften zeigten sich die Handelsunternehmen dank solider Umsätze ebenfalls zufriedener.

Dienstleistungssektor: Entgegen dem Bundestrend im Plus
Ein solides Stimmungsplus gab es in Nordrhein-Westfalen auch im Dienstleistungssektor. Das Geschäftsklima stieg hier um 2,5 auf -1,5 Punkte. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftserwartungen wurden hierzulande besser bewertet. Bis auf das Wohnungswesen wiesen alle Branchen ein Stimmungsplus auf. Besonders stark war es in der Logistikbranche. Anders als in Nordrhein-Westfalen trübte sich das Geschäftsklima im Dienstleitungssektor in Deutschland insgesamt zuletzt ein. Das führte dazu, dass der bundesweite Gesamtindikator stagnierte.

Bauhauptgewerbe: Starkes Stimmungsplus im Wohnungsbau
Im Bauhauptgewerbe hellte sich die Stimmung zum Jahresanfang um 2,1 auf -11,1 Punkte auf. Die Bauunternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage merklich positiver. Jedoch nahm die Skepsis bei den Geschäftserwartungen etwas zu. Nach wie vor bleibt der Mangel an Aufträgen die größte Herausforderung für die Bauwirtschaft. Am stärksten fiel das Stimmungsplus im Wohnungsbau aus.

  1. NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima Januar 2026: Anders als im Bund: NRW-Wirtschaft startet optimistischer ins neue Jahr [PDF, 117 KB]

    Entgegen dem bundesweiten Trend hat sich die Wirtschaftsstimmung in Nordrhein-Westfalen im Januar deutlich aufgehellt, bleibt aber weiterhin im negativen Wertebereich. Die hiesigen Unternehmen schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartungen besser ein als im Vormonat. Das zeigt das aktuelle NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima, für das im Auftrag der Förderbank monatlich 1.500 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen zu ihrer wirtschaftlichen Situation sowie ihren Zukunftsaussichten befragt werden.

Hintergrund

Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima ist ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Im Auftrag der NRW.BANK werden monatlich über 1.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen zu ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie ihren Zukunftsaussichten befragt. Die Ergebnisse analysiert und veröffentlicht die NRW.BANK monatlich.

Detaillierteres Zahlenmaterial finden Sie unter www.nrwbank.de/ifo.

NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

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  • Stv. Pressesprecherin