Landwirtschaftliche Betriebe in Gebieten mit umweltspezifischen Einschränkungen (Ausgleichszahlung)

  • Zuschüsse bis zu 130 € pro Hektar, Erhöhung durch diverse Maßnahmen möglich
  • Für Landwirte und andere nicht öffentliche Landwirtbewirtschafter
  • Fördert landwirtschaftlich genutzte Dauergrünlandflächen in Gebieten mit umweltspezifischen Einschränkungen
  • Fördergeber: Land

Wer wird gefördert?

  • Landwirte und andere Landbewirtschafter

Was wird gefördert?

Sie erhalten den Zuschuss für die Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Dauergrünlandflächen in besonders geschützten Gebieten mit umweltspezifischen Einschränkungen.

Besonders geschützte Gebiete sind:

  • Fauna-Flora-Habitat-Gebiete gemäß der Richtlinie 92/43/EWG
  • Europäische Vogelschutzgebiete gemäß der Richtlinie 2009/147/EG
  • weitere Naturschutzgebiete, die der Verbesserung der ökologischen Kohärenz des Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 dienen

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderhöhe: bis zu 130 €/ha; Erhöhungsmöglichkeiten:
    • Verzicht auf Nachsaat (20 €/ha)
    • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel (25 €/ha)
    • Einhaltung bestimmter Vorgaben zur Frühjahrsbearbeitung (40 €/ha)
    • Beschränkung auf zweimalige Mahd (wird nur bei gleichzeitiger Verpflichtung zum Verzicht auf Nachsaat und auf Pflanzenschutzmittel gewährt: 207 €/ha)
  • Bagatellgrenze: 60 €

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Mindestens 1 ha Ihrer förderfähigen landwirtschaftlich genutzten Fläche liegt in den ausgewiesenen Gebieten.
  • Die Festsetzung eines betroffenen Gebietes als Naturschutzgebiet ist spätestens am 31.12. des Vorjahres rechtskräftig erfolgt.
  • Sie halten die Anforderungen „Verzicht auf Grünlandumbruch“, „Verzicht auf zusätzliche Entwässerungsmaßnahmen“ und „Pflicht zur Rücksichtnahme auf Brutvögel und deren Gelege“ ein.
  • Sie halten die jeweils für die Fläche geltenden Festlegungen der Schutzgebietsverordnungen (Verpflichtung zum Verzicht auf Nachsaat sowie auf Pflanzenschutzmittel, verminderte Frühjahrsbearbeitung und Beschränkung auf zweimalige Mahd) ein.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Flächen im öffentlichen Eigentum
  • Flächen im Eigentum der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat und Kulturpflege
  • Flächen von Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag mit den vorgesehenen Antragsunterlagen bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bis zum jeweiligen Antragstermin für das laufende Jahr.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

Weiterführende Informationen zum Programm:

Hinweis: Wenn Sie einen landwirtschaftlich Betrieb in benachteiligten Gebieten bewirtschaften, können Sie darüber hinaus Ausgleichszulagen erhalten.

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