IKK – Investitionskredit Kommunen

  • Darlehen bis 150 Mio. € pro Jahr und Antragsteller
  • Für Kommunen, kommunale Eigenbetriebe, Gemeindeverbände und Zweckverbände
  • Fördert langfristige Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur, auch den Erwerb von Grundstücken
  • Fördergeber: KfW

Aktueller Hinweis

Im Rahmen des IKK-Sonderprogramms "Beseitigung von Hochwasserschäden 2021" können Sie eine Förderung bis zum 30.06.2022 beantragen, im Rahmen des IKK-Sonderprogramms "Investitionen in Flüchtlingseinrichtungen" bis zum 30.12.2022 (Näheres unter "Weitere Informationen").

Wer wird gefördert?

  • kommunale Gebietskörperschaften
  • rechtlich unselbstständige kommunale Eigenbetriebe
  • Gemeindeverbände
  • kommunale Zweckverbände

Was wird gefördert?

Mit dem Kredit können Sie langfristige Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur finanzieren. Förderfähig ist auch der Erwerb von Grundstücken.

Mitfinanziert werden Investitionen und Maßnahmen zur Investitionsförderung im Rahmen des Vermögenshaushalts bzw. Vermögensplans des aktuellen Haushaltsjahres einschließlich der Haushaltsreste des Vorjahres.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Kindergärten, Schulen und Sporteinrichtungen
  • Anpassung der technischen Infrastruktur wie der Wasser- und Abwasserwirtschaft
  • Breitbandnetze
  • Verkehrsinfrastruktur und Abfallwirtschaft
  • Stadt- und Dorfentwicklung einschließlich Tourismus
  • Krankenhäuser und Behinderten­einrichtungen
  • Flüchtlingsunterkünfte
  • Baulanderschließung (inklusive Planungsleistungen, sofern sie Teil der Investition sind)

Welche Voraussetzungen gelten?

Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste und den Paris-kompatiblen Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Kredit
  • Finanzierungsanteil:
    • bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten für Kredite bis 2 Mio. €
    • bis zu 50% der förderfähigen Investitionskosten für Kredite über 2 Mio. €
  • Höchstbetrag: 150 Mio. € pro Jahr und Antragsteller
  • Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen; die jeweils geltenden Sollzinssätze können auch negativ sein
  • Laufzeiten:
    • bis zu 5 Jahre mit 1 Tilgungsfreijahr
    • bis zu 10 Jahre mit bis zu 2 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 10 Jahre als endfällige Variante
    • bis zu 20 Jahre mit bis zu 3 Tilgungsfreijahren
    • bis zu 30 Jahre mit bis zu 5 Tilgungsfreijahren
  • Mindestlaufzeit: 4 Jahre
  • Auszahlung: 100% in einer Summe oder in 2 Teilbeträgen
  • Abruffrist: bis 12 Monate nach Zusage, im Einzelfall Verlängerung möglich
  • Tilgung:
    • nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in vierteljährlichen Raten
    • außerplanmäßige Tilgungen mit Vorfälligkeitsentschädigung
  • Sicherheiten: übliche formale Voraussetzungen für Kommunaldarlehen

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können den Kredit grundsätzlich mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombinieren.

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Kassenkredite,
  • Umschuldungen bereits abgeschlossener und durchfinanzierter Vorhaben sowie
  • Investitionsvorhaben in Bereichen, in denen kommunale Gebietskörperschaften oder deren Eigenbetriebe eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen den Antrag auf den dafür vorgesehenen Formularen bei der KfW Bankengruppe, Niederlassung Berlin.

Bei Bauvorhaben, die sich über mehrere Jahre erstrecken, stellen Sie den Kreditantrag in Abschnitten.

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

  • Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand 04/2022
  • KfW-Informationen vom 22.03.2022

Die NRW.BANK empfiehlt für Investitionen in den Ausbau und die Sicherung von Betreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren das Programm NRW.BANK.Infrastruktur.

Wichtig:

  • Mit dem IKK-Sonderprogramm „Beseitigung von Hochwasserschäden 2021“ können Sie ein Darlehen erhalten für Investitionen zur Beseitigung von Schäden, die durch die Hochwasserereignisse im Juli 2021 in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westphalen, Bayern und Sachsen verursacht wurden. Die KfW stellt aus Eigenmitteln den betroffenen Kommunen Finanzmittel mit einem Volumen von insgesamt 500 Mio. € zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung:
    • Finanziert werden alle Investitionen zur Beseitigung von Schäden und zur Wiederherstellung der kommunalen Infrastruktur in den von Hochwasser betroffenen Gebieten mit bis zu 100% der Kosten.
    • Der Sollzinssatz für diese Sonderförderung wird durch die KfW besonders verbilligt.
    • Für diese Variante sind bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei 1–3 Tilgungs­freijahren möglich. Die Zinsen werden für die ersten 10 Jahre der Kredit­laufzeit festgeschrieben.
    • Sie können diese Sonderförderung bis zur Ausschöpfung des hierfür zur Verfügung stehenden Volumens beantragen, längstens jedoch bis zum 30.06.2022.
  • Mit dem Sonderprogramm „Investitionen in Flüchtlingseinrichtungen“ können Sie ein Darlehen erhalten für Investitionen in den Neu- und Umbau, den Erwerb, die Modernisierung sowie die Ausstattung von Flüchtlingseinrichtungen. Die KfW stellt seit dem 11.03.2022 aus Eigenmitteln den Kommunen Finanzmittel mit einem Volumen von 250 Mio. € zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung. Dieses Volumen wurde zum 22.03.2022 auf 500 Mio. € aufgestockt.
    • Finanziert werden alle Investitionen in Flüchtlingseinrichtungen mit bis zu 100%.
    • Der Förderhöchstbetrag liegt jetzt bei 10 Mio. € pro Kommune.
    • Sie können diese Sonderförderung bis zur Ausschöpfung des hierfür zur Verfügung stehenden Volumens beantragen, längstens jedoch bis 30.12.2022.
    • Nach Ausschöpfung der Mittel im Sonderprogramm, steht die allgemeine IKK-Förderung zu den jeweils gültigen Konditionen zur Verfügung.

Formulare und Merkblätter

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