Unternehmerisches Know-how

  • Zuschüsse von 50 bis 90% der förderfähigen Beratungskosten
  • Für kleine und mittlere Jung- und Bestandunternehmen sowie Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Finanziert Beratungen zur Verbesserung des unternehmerischen Know-hows
  • Fördergeber: Bund

Wer wird gefördert?

  • junge Unternehmen, die nicht länger als 2 Jahre am Markt sind (Jungunternehmen),
  • Unternehmen ab dem 3. Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen) und
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten),

die der KMU-Definition der EU entsprechen und ihren Sitz und Geschäftsbetrieb oder eine Zweigniederlassung in Deutschland haben.

Was wird gefördert?

Mit dem Zuschuss können Sie Unternehmensberatungen zur Verbesserung Ihres unternehmerischen Know-hows finanzieren. Als Jung- oder Bestandsunternehmen können Sie für folgende Beratungen eine Förderung beantragen:

  • allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung
  • spezielle Beratungen
    • für Unternehmen, die von Unternehmerinnen geführt werden
    • für Unternehmen, die von Migranten geführt werden
    • für Unternehmen, die von Unternehmern mit anerkannter Behinderung geführt werden
    • zur besseren betrieblichen Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund
    • zur Gestaltung der Arbeit für Beschäftigte mit Behinderung
    • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
    • zur Gleichstellung und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
    • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
    • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz

Falls Ihr Unternehmen in Schwierigkeiten geraten ist, kommen folgende Förderungen in Betracht:

  • Beratungen zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit (Unternehmenssicherungsberatung)
  • daran anschließend Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung (Folgeberatung)

Welche Voraussetzungen gelten?

Sie müssen insbesondere folgende Voraussetzungen beachten:

  • Beratungen für Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsart max. 5 Tage dauern.
  • Die Fördermaßnahme wird als Einzelberatung durchgeführt.
  • Die Beratung muss
    • die Situation des Unternehmens analysieren,
    • Schwachstellen ermitteln und benennen,
    • konkrete betriebsindividuelle Handlungsempfehlungen geben, sowie detaillierte Anleitungen, um diese umzusetzen,
    • dokumentiert werden.
  • Die Beratung wird von selbstständigen Beratern bzw. Beratungsunternehmen durchgeführt werden, deren überwiegender Geschäftszweck auf die entgeltliche Unternehmensberatung gerichtet ist.
  • Ihr Berater kann ein geeignetes Qualitätssicherungsinstrument in Form eines anerkannten Zertifikats oder eines dokumentierten Qualitätshandbuchs nachweisen.
  • Sie können eine ordnungsgemäße Geschäftsführung gewährleisten.
  • Als Jungunternehmen oder Unternehmen in Schwierigkeiten führen Sie vor Antragstellung ein kostenloses Gespräch mit einem regionalen Ansprechpartner.

Wie wird gefördert?

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • bei Jung- und Bestandsunternehmen: 50% der förderfähigen Beratungskosten in Nordrhein-Westfalen
    • bei Unternehmen in Schwierigkeiten: 90% der förderfähigen Beratungskosten
  • Förderhöhe: max. förderfähige Beratungskosten (Bemessungsgrundlage)
    • bei Jungunternehmen: 4.000 €
    • bei Bestandsunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten: 3.000 €

So können Sie die Förderung kombinieren

Sie können die Beratung weder ganz noch teilweise mit anderen öffentlichen Zuschüssen, einschließlich Mitteln der Strukturfonds und des Europäischen Sozialfonds (ESF), kombinieren (Kumulierungsverbot).

Welche Vorhaben werden nicht gefördert?

  • Vermittlungs- oder Vertriebstätigkeiten durch Berater
  • Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten
  • gutachterliche Stellungnahmen
  • Verkauf, Vertrieb und Vermarktung von Gütern oder Dienstleistungen im Bereich der Heilberufe
  • ethisch-moralisch nicht vertretbare oder gegen Recht und Ordnung verstoßende Inhalte

Wie erfolgt die Antragstellung?

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten stellen den Antrag innerhalb von 3 Monaten nach dem obligatorischen Gespräch mit einem regionalen Ansprechpartner über das online zur Verfügung gestellte elektronische Verfahren bei einer der beauftragten Leitstellen.

Wichtig: Sie müssen den Antrag vor Beginn des Vorhabens stellen.

Die zuständige Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Weitere Informationen

Grundlage der Förderung:

Geltungsdauer: Die Richtlinien gelten für Beratungen, für die bis zum 31.12.2022 ein vollständiger Verwendungsnachweis eingereicht wird.

Weitere Informationen zum Programm:

Aufgrund der großen Nachfrage sind die für das Corona-Sondermodul vorgesehenen Mittel bereits ausgeschöpft. Es können auch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Förderung aus dem Corona-Sondermodul wurde deshalb vorzeitig eingestellt.

Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

Übrigens: Wenn Sie vor einer Gründung in Nordrhein-Westfalen eine Beratung in Anspruch nehmen möchten, kommt für Sie das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW) in Frage.

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