Zuschüsse für Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerke der Handwerksorganisationen.

Know-how-Transfer im Handwerk

Fördernehmer:
Existenzgründer/-innen; Gewerbliche Unternehmen
Förderthemen:
Beratung; Gründung; Unternehmensnachfolge
Förderart:
Zuschüsse
Fördergeber:
Bund (KfW, LR …)
Ansprechpartner:
zuständige Handwerkskammer (HWK); Fachverbände des Handwerks; Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
  • Übersicht

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Handwerkskammern,
  • Kreishandwerkerschaften,
  • Innungen,
  • Landesfach- und Landesinnungsverbände,
  • überbetriebliche Bildungseinrichtungen,
  • Fachverbände und Zentralfachverbände des Handwerks

als Trägerorganisation einer Bildungseinrichtung.

Zielgruppen sind

  • kleine und mittelständische Unternehmen des Handwerks gemäß KMU-Definition der EU sowie
  • natürliche Personen vor der Existenzgründung oder vor der Übernahme eines bestehenden Handwerksunternehmens.

Verwendungszweck

Gefördert werden Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerke der Handwerksorganisationen sowie entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen. Mitfinanziert werden die Module:

  • Betriebsberatungsstellen (BB),
  • Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT),
  • Gewerbespezifische Informationstransferstellen (GIT).

Damit stehen Handwerksbetrieben kostenfreie, betriebsnahe, neutrale und unabhängige Informations- und Beratungsangebote zur Verfügung.

Umfang und Konditionen

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderumfang:
    • BB: bis zu 120 Tagewerke zu 200 €
    • BIT: 30.000 € je vollbeschäftigte/r Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter
    • GIT: 24.000 € je vollbeschäftigte/r Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter
    • Weiterbildung: 100 € pro Jahr je Stelleninhaberin bzw. Stelleninhaber

Voraussetzungen

Es gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Es werden nur Beratungen gefördert, die von qualifizierten Beraterinnen und Beratern durchgeführt werden.
  • BB und Inhaberinnen und Inhaber der GIT müssen in der Regel ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und über entsprechende Sachkunde im jeweiligen Tätigkeitsbereich sowie über die für die Beratung erforderlichen sozialen Kompetenzen verfügen.
  • BIT müssen ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und in der Regel über Erfahrungen in den Arbeitsbereichen Technologie und/oder Innovation verfügen.
  • Die laufende Aktualisierung des Fachwissens der geförderten Stelleninhaberinnen und Stelleninhaber durch Qualifizierungsmaßnahmen ist sicherzustellen.

Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • Isolierte Beratungen zu routinemäßigen Steuer-, Rechts- und Versicherungsfragen, soweit sie nicht zwingender Bestandteil einer Beratung im Sinne der Richtlinie sind,
  • Beratungen, deren Zweck auf den Vertrieb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen gerichtet ist,
  • Ausbildungsberatungen im Sinne des § 45 des Berufsbildungsgesetzes,
  • Aufstellung von Neu- und Umbauplänen, Übernahme von Ausschreibungen, Angebotseinholung und -vermittlung bei Bauaufträgen, Aufstellung von Jahresabschlüssen, Buchführungsarbeiten,
  • gutachterliche Stellungnahmen in privaten oder öffentlich-rechtlichen Streitfällen,
  • Qualitätsprüfungen sowie technische, chemische und ähnliche Untersuchungen,
  • Tätigkeiten, die operative Aufgaben des Unternehmers darstellen,
  • Auslandseinsatz (sofern nicht vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) genehmigt).

Antragsverfahren

Der Antrag auf Beratung ist von den Unternehmen bzw. Gründerinnen und Gründern bei der örtlich zuständigen Handwerkskammer bzw. dem Fachverband zu stellen.

Die fachliche Koordination des Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerkes erfolgt durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Die Handwerkskammern und -verbände beantragen den Zuschuss beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31.03.2022.

Quelle

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 10.01.2017, Bundesanzeiger Allgemeiner Teil vom 16.01.2017, B1

Weiterführende Informationen

Die neue Richtlinie des BMWi vom 10.01.2017 fasst die bisherigen Informations- und Beratungsdienstleistungen der Handwerkskammern und -verbände zu einem abgestimmten, bundesweit und fachlich flächendeckenden Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerk zusammen.

Weitere Informationen auf den Internetseiten des BMWi:

Zuletzt aktualisiert am: 22.02.2017

Kontakt

Fachverbände des Handwerks

Die Anschriften der Fachverbände des Handwerks finden Sie im Internet.

Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Abteilung Gewerbeförderung

Mohrenstraße 20/21

10117 Berlin

Telefon:0 30 20619-0

E-Mail:info@zdh.de

Internet:http://www.zdh.de

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