Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) bewertet im Jahresgutachten 2026 die deutsche Innovations- und Forschungspolitik als fortschrittlich, sieht aber dringenden Handlungsbedarf bei Innovationsbeschleunigern.
Die Kommission lobt Fortschritte in der Hightech-Agenda Deutschland, kritisiert jedoch Stagnation bei der FuE-Intensität von 3,13 Prozent und das verfehlte 3,5-Prozent-Ziel. Schwerpunkte liegen auf Innovationen im Mittelstand, Wettbewerb im Hochschulsystem sowie Künstlicher Intelligenz, wo starke Forschung mit Transferschwächen kollidiert.
Die DIHK fordert den Abbau struktureller Bremsen wie Bürokratie und mangelnde Digitalisierung, um den Mittelstand zu stärken. Deutschland punktet in klimaneutralen Technologien wie Energie und Mobilität, hinkt aber bei KI, Mikroelektronik und Quantentechnologien hinterher. Das Gutachten empfiehlt mehr Transparenz in der 18-Milliarden-Euro-Hightech-Agenda, ein Innovationsfreiheitsgesetz und gezielte Investitionen in Schlüsseltechnologien.
Bundeskanzler Merz und Ministerin Bär sehen sich bestätigt und betonen Bürokratieabbau sowie Technologieführerschaft. Geopolitische Spannungen erfordern enges Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um Abhängigkeiten zu reduzieren.

