Düsseldorf/Münster, 15. April 2026

Mit 22,8 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner lag die Gründungsneigung im Ruhrgebiet im Jahr 2024 leicht unter dem Landesdurchschnitt von 23,2 Gründungen. Deutlich dynamischer zeigte sich das Gründungsgeschehen in Essen und Bochum: Mit 33,3 beziehungsweise 27,9 Gründungen zählten die Standorte zu den gründungsstärksten in ganz Nordrhein-Westfalen. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für das Ruhrgebiet, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.
 
„Wo viele Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, entstehen neue Ideen und neue Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung“, sagt Dr. Peter Stemper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Das ist besonders wichtig für eine Region wie das Ruhrgebiet. Sie muss sich vor dem Hintergrund von Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung neu erfinden und zugleich strukturelle Herausforderungen bewältigen.“
 
Weniger Industrie, deutlich mehr Dienstleistungen
In den vergangenen Jahren schritt der Strukturwandel im Ruhrgebiet überdurchschnittlich stark voran. Zwischen 2014 und 2024 wurden im Verarbeitenden Gewerbe 33.200 Stellen abgebaut. Das entsprach einem Rückgang von 11,6 Prozent. Im Landesdurchschnitt ging die Beschäftigung in der Industrie dagegen moderater zurück (-3,1%). Gleichzeitig entstanden im Ruhrgebiet 248.500 neue Jobs in den Dienstleistungsbereichen.
 
Gesundheitswesen und Logistik als Jobmotoren
Am stärksten stieg die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialwesen. Zwischen 2014 und 2024 entstanden hier 80.100 Stellen. Auch die Logistikbranche entwickelte sich dynamisch. In Duisburg und im Kreis Unna arbeitete zuletzt jeder zehnte Beschäftigte in der Logistik. Insgesamt erreichten die Dienstleistungsbereiche einen Beschäftigungsanteil von 77,8 Prozent und damit mehr als im Landesdurchschnitt (74,1%). Industrie und Bergbau waren dagegen unterdurchschnittlich vertreten. Ein Schwerpunkt lag im Ennepe-Ruhr-Kreis mit einem Industrieanteil von 27,3 Prozent.
 
Mit den Regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK erhalten investierende Personen, Unternehmen und kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Analysiert werden beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Forschungsintensität und das Gründungsgeschehen. Die Profile geben damit einen Überblick über wichtige sozioökonomische Strukturen und Trends für die neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen. 
 
Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.

  1. NRW.BANK veröffentlicht neue Regionalwirtschaftliche Profile: Im Ruhrgebiet entwickeln sich starke Gründungszentren [PDF, 139.4 KB]

    Mit 22,8 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner lag die Gründungsneigung im Ruhrgebiet im Jahr 2024 leicht unter dem Landesdurchschnitt von 23,2 Gründungen. Deutlich dynamischer zeigte sich das Gründungsgeschehen in Essen und Bochum: Mit 33,3 beziehungsweise 27,9 Gründungen zählten die Standorte zu den gründungsstärksten in ganz Nordrhein-Westfalen. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für das Ruhrgebiet, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.

NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

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Caroline Fischer

  • Pressesprecherin
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