Düsseldorf/Münster, 15. April 2026

Im Jahr 2024 machten die Unternehmen am Niederrhein 55,2 Prozent ihrer Umsätze mit dem Ausland. Damit lag die Exportquote in der Region fast zehn Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt (45,4%). Zum Vergleich: Im Jahr 2010 hatte der Unterschied zum Land 6,6 Prozentpunkte betragen. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für den Niederrhein, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.
 
„Die Industrie am Niederrhein ist stark exportorientiert, wobei die Region eng mit der niederländischen Wirtschaft verwoben ist“, sagt Claudia Hillenherms, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Zugleich ist die Region ein bedeutender Logistikstandort, was die hohe Exportorientierung ihrer Unternehmen widerspiegelt.“
 
Starke Logistikbranche
Im Jahr 2024 arbeiteten am Niederrhein 35.700 Personen beziehungsweise 6,3 Prozent aller Beschäftigten in der Logistikbranche. In keiner anderen Region in Nordrhein-Westfalen lag der Anteil höher. Vor allem der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Mönchengladbach zeichneten sich als Logistikstandorte aus. Die meisten Menschen am Niederrhein arbeiteten zuletzt jedoch im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 101.700 Beschäftigten rangierte die Branche knapp vor dem Handel und dem Verarbeitenden Gewerbe.
 
Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesen
Das Gesundheits- und Sozialwesen verbuchte zugleich den größten Beschäftigungszuwachs. Zwischen 2014 und 2024 entstanden in der Branche 24.500 neue Stellen. Das war ein Plus von 31,7 Prozent. Einen Stellenabbau gab es hingegen im Verarbeitenden Gewerbe. Auch im Energiesektor ging die Beschäftigung zurück. Sie sank um mehr als 500 Stellen beziehungsweise 11,7 Prozent, während sie landesweit in dieser Branche konstant blieb. Die Wirtschaft der Region und vor allem im Rhein-Kreis Neuss sind überdurchschnittlich stark durch die Gewinnung und Verstromung von Braunkohle geprägt.
 
Mit den Regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK erhalten investierende Personen, Unternehmen und kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hilfreiche Informationen für ihre jeweilige strategische Ausrichtung. Analysiert werden beispielsweise die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Forschungsintensität und das Gründungsgeschehen. Die Profile geben damit einen Überblick über wichtige sozioökonomische Strukturen und Trends für die neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bergisches Städtedreieck, Düsseldorf, Köln/Bonn, Metropole Ruhr, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen. 
 
Alle regionalen Profile stehen unter www.nrwbank.de/regionale-wirtschaftsprofile zum Download bereit. Hier gibt es außerdem ein Profil für ganz NRW, das einen Vergleich der neun Wirtschaftsregionen miteinander ermöglicht.

  1. NRW.BANK veröffentlicht neue Regionalwirtschaftliche Profile: Unternehmen am Niederrhein erwirtschaften jeden zweiten Euro im Ausland [PDF, 76.5 KB]

    Im Jahr 2024 machten die Unternehmen am Niederrhein 55,2 Prozent ihrer Umsätze mit dem Ausland. Damit lag die Exportquote in der Region fast zehn Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt (45,4%). Zum Vergleich: Im Jahr 2010 hatte der Unterschied zum Land 6,6 Prozentpunkte betragen. Das sind Ergebnisse aus dem Regionalwirtschaftlichen Profil für das Münsterland, das die NRW.BANK jetzt in einer aktualisierten Auflage veröffentlicht hat.

NRW.BANK – Förderbank für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK ist die Förderbank für Nordrhein-Westfalen. In enger Partnerschaft mit ihrem Eigentümer, dem Land NRW, trägt sie dazu bei, dass Mittelstand und Gründungen gestärkt, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und öffentliche Infrastrukturen verbessert werden. Die NRW.BANK bietet Menschen, Unternehmen und Kommunen in NRW passgenaue Finanzierungs- und Beratungsangebote. Dabei arbeitet sie wettbewerbsneutral mit Finanzierungspartnerinnen und -partnern, insbesondere allen Banken und Sparkassen, zusammen. Um die Transformationsprozesse zu verstärken, setzt sie gezielte Förderimpulse – hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen und digitalen NRW.

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Caroline Fischer

  • Pressesprecherin
  • Leiterin Unternehmenskommunikation